Halleluja, ich habe es endlich geschafft! Ich habe mal etwas gestrickt, was nicht in meinem üblichen Farbschema liegt! Es war aber auch wirklich nicht einfach. Alle meine Projekte der letzten Monate waren grau, blau oder violett, mit gelegentlichen Abstechern in Richtung Petrol (mit starkem Blau-Einschlag natürlich). Zwar liebe ich diese Farben und trage sie sehr gerne, aber irgendwann wird es auch etwas öde auf den Nadeln.

Möglich war dieser Ausbruch aus meiner farblichen Komfortzone aber in ersten Linie durch dieses Garn:

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Sandnes bei Lanade – Kinder, ist das schön! Ich habe eine ganz besondere Beziehung zu dieser Marke und kann immer noch nicht ganz fassen, dass sie jetzt hier ist. Zu Sandnes bin ich nämlich gekommen wie eine Märchenprinzessin zu ihrem Prinzen. Und das war so:

Es war einmal vor langer, langer Zeit im Jahre 2016 im fernen Wollfest Hamburg. Ich war gerade auf dem Weg zu einem Ball, äh, Workshop, als mir zwei gute Feen namens Caro und Antje entgegenkamen. „Du gehst doch jetzt zum Lace-Kurs, oder? Das da drüben ist der Lars aus Norwegen, kannst du ihm ein bisschen mit dem Deutschen helfen?“ – Abgang Caro und Antje, Auftritt Lars aus Norwegen, der tatsächlich der seltenen Gattung der strickenden Männer angehört.

Nach zwei Stündchen Workshop-Simultanübersetzung und sehr nettem Strickschwatz auf Englisch verschwand er wie das Aschenputtel im Märchen, zweifellos um auf einem magischen Rentierschlitten nach Hause ins verzauberte Norwegen zu reisen. Zurück ließ er mir jedoch keinen gläsernen Pantoffel, sondern ein Knäuel Wolle. Ihr ahnt es schon? Es war von Sandnes und es war Liebe auf den ersten Blick.

Natürlich hat mein Märchen auch ein Happy End: Vier Jahre später hielt eine grüne Kutsche vor meiner Tür, kippte einen großen Berg Sandnes-Wolle in mein Haus, wir haben geheiratet und viele hübsche Wollbabys bekommen. Hach, wie im Märchen! Eins dieser Babys möchte ich euch heute zeigen.

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Willkommen, Winterburn!

am 06. Januar 2020

Kommt es nur mir so vor oder ist hier richtig was los in letzter Zeit? So viele tolle neue Garne und Qualitäten! Wäre Wolle aus Zucker, ich würde wie ein überzuckertes Kleinkind kreischend im Kreis rennen. Bio Balance! Manx Merino! Glitzerwolleee!

Aber irgendwann hat mich dann neulich ein kleines Stimmchen eingeholt: Hast du nicht was übersehen? Was! Übersehen?! Tatsächlich: Die Garne von Newcomer Baa Ram Ewe haben sich still und heimlich an mir vorbeigeschlichen und ein Eckchen im Lanade-Sortiment erobert. Und ich hatte noch nichts davon in der Hand? Dem kann schnell abgeholfen werden:

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Achtung, allerseits! Ihr habt es vielleicht noch nicht gewusst, aber es gibt eine außerplanmäßige Zeitumstellung: die Uhren werden um einen Monat vorgestellt. Eine andere Erklärung kann es nicht dafür geben, dass hier alles festlich funkelt und ich mich jetzt schon fühle, als sei es Weihnachten. Schaut selbst:

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Die Rios, die sollt’ werden bunt,
ein frischer Strang, fast kugelrund,
aus Merino, weich und frisch,
das Farbbad stand bereits am Tisch.
Doch einmal tat die Rios schrei’n:
„Ich bad’ in keiner Suppe, nein!
Nein, in der Suppe bad’ ich nicht!“

Bockig wie der kleine Suppenkasper, so stelle ich mir manche Stränge Wolle vor, mit denen man in den Handfärbestuben zu tun hat. Vor allem als ich neulich mein grünes Paket mit fünf Strängen Malabrigo Rios in der Farbe Zarzamora geöffnet habe. Schon mit bloßem Auge und unvollkommenen Lichtverhältnissen wurde klar: Da hat sich der eine oder andere Strang beim Bad in der Farbsuppe sehr gewunden und geziert.

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Ich weiß, ich renne hier nur offene Türen ein, aber ich muss es trotzdem mal loswerden: Stricken ist toll! Mich begeistert immer wieder, dass man sowohl friedlich-stupide vor sich hinmaschen kann, wenn einem danach ist, sich aber auch jederzeit in richtig knifflige Knobeleien und höhere mathematische Berechnungen stürzen kann. Und am Ende kommt auch noch ein neues Kleidungsstück dabei raus, was will man mehr?

Was das friedliche Rummaschen angeht, bin ich wunschlos glücklich. Aber in Sachen Knobeleien bin ich immer wieder auf der Suche nach technischen Tricks, um mir das Stricken zu erleichtern oder schönere Ergebnisse zu erhalten. Und in diesem Zuge bin ich neulich auf eine spannende Sache gestoßen: Ladderback Jacquard!

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Achtung! Dieses Buch ist nur noch auf deutsch unter dem Titel „Nordisch Stricken“ erhältlich!

Heute möchte ich euch wieder mal zu einer kleinen Lesestunde einladen. Ich habe auch extra Plätzchen gebacken und eine Kanne Kaffee aufgesetzt. Nur Vorsicht: Der Kaffee ist ein ganz schön seltsames Gebräu! Ihr wolltet doch in den nächsten Tagen nicht schlafen, oder? Apropos seltsames Gebräu: Ich habe euch heute Strange Brew von Tin Can Knits mitgebracht. Etwas Milch oder Zucker dazu?

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Aufgepasst, Leute, mich hat’s ganz schlimm erwischt. Ist vielleicht sogar ansteckend. Der Arzt sagt, es ist eine ganz neue Art von Virus, das sogenannte Bio-Balance-Fieber. Zum Glück gibt es ein Gegenmittel: Wohltuend weiche Stränge Garn in zauberhaften Farben, verschrieben zur äußerlichen Anwendung mindestens zweimal täglich. Das lindert zwar das Fieber nicht, macht aber glücklich.

Geholt habe ich mir diese ganze Chose, als ich das Gartenblick-Tuch gestrickt habe. Sobald ich die BC Garn Bio Balance angeschlagen hatte, wusste ich: Daraus brauche ich unbedingt was zum Anziehen! Und dann war ich erstmal froh, dass es so ein schön leichtes Merino-Baumwoll-Garn war, was mich erwischt hat. Sich im Sommer in ein dickes Alpaka-Garn zu verlieben macht nämlich vergleichsweise weniger Freude.

Da ich die Lila-Töne mit dem Tuch durch hatte, habe ich mich diesmal für Farben entschieden, die ich sonst eher selten nehme: Marine, Curry und Silber. Aber was daraus stricken …? Ein klassisches Fair-Isle-Muster schwebte mir vor. Aber dann fiel mir ein Muster ein, das ich schon lange auf meiner Wunschliste habe:

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Ich glaube, langsam habe ich herausgefunden, wie der Strickhase bei mir läuft. Projektideen können bei mir auf zwei verschiedene Weisen verlaufen. Version A: Gesehen, verliebt, gestrickt, Haken dran. Version B: Gesehen. Aha. Ist nix für mich. Oder doch? Mal merken. Garn planen. Farbe planen. Alles wieder verwerfen. Projekt vergessen. Projekt wiederentdecken. Neue Umsetzungsmöglichkeiten überlegen. Dreimal umplanen. Wolle besorgen. Drei Wochen warten. Projekt anfangen. Projekt ribbeln. Projekt drei Monate liegen lassen. Zufällig perfekte Wolle finden, Projekt stricken, Haken dran. Kennt ihr das auch?

So ungefähr ging es mir jedenfalls mit dem Gartenblick-Tuch. Ja genau, das Tuch, das Designerin Corinna für unseren Mystery-KAL vergangenen September entworfen hatte. Ich habe damals so lange hin und her überlegt und Garne und Farben abgewogen, dass ich den gemeinschaftlichen Start schlichtweg verpasst habe. Während alle anderen um mich herum ihre schönen Tücher gezeigt haben, hab ich vor mich hingeschmollt: Ich will ja gar kein Gartenblick-Tuch! Wollte ich aber heimlich doch.

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Schönen guten Tag, liebe Mitglieder der Anonymen Strickoholiker. Mein Name ist Nina und ich muss heute mal wieder was loswerden: Ich hasse linke Maschen!

Eigentlich hätte ich ja sooo gern mehr glatt rechts gestrickte Cardigans. Aber diese langen Rückreihen aus endlos vielen linken Maschen schrecken mich jedes Mal ab. Habe ich dann doch mal ein solches Projekt auf den Nadeln, verwandle ich mich in Gollum aus dem Herrn der Ringe. Hinreihe mit rechten Maschen: Schööön, mein Schatzzzz … Rückreihe mit linken Maschen: Wäh! Garstig! Garstig!

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Ich weiß, ich sag jetzt nichts Neues, aber ich muss es einfach mal wieder sagen: Stricken ist was Feines. Nicht nur das Hantieren mit Wolle und Nadeln an sich, sondern auch das ganze Drumherum. Man hat immer was Warmes anzuziehen, man bekommt maßgeschneiderte Einzelstücke, man kann anderen eine Freude machen – großartig. Besonders gern habe ich diese Momente, wenn mich jemand anspricht: „Toll, dieser Pullover (Schal, Cardigan, etc.), wo haste den denn her?“ Und ich antworten kann: „Hab’ ich selbst gestrickt!“ Und dann zurückkommt: „Neee, echt?!“ Hach, immer wieder gerne.

Nicht so gerne habe ich dagegen den umgekehrten Fall, den ich mir neulich gefallen lassen musste. Als ich mich beim Abschied von Freunden in Jacke & Co. wickelte, traf mich plötzlich eine Batterie stechender Blicke. „Die Mütze haste aber nicht selbst gestrickt, oder?“ Waaas? Meint ihr, ich könne nicht so gut stricken, dass diese Mütze nicht auch von mir sein könnte? Aber ich konnte nicht widersprechen, die Mütze war tatsächlich gekauft. Schande auf mein Haupt.

Tatsächlich trage ich sehr gern Mützen, stricke sie aber sehr selten. An meinen West’schen Kreationen habe ich mich langsam satt gesehen, also wollte ich mal etwas Neues ausprobieren. Abwechslungsreich sollte das Muster sein, aber nicht zu wild. Und das Garn sollte weich, aber eher leicht sein, damit die Mütze auch im nahenden Frühling tragbar wäre. Die perfekte Kombi war schnell gefunden: Ein Modell aus dem aktuellen Pom Pom-Magazin, gestrickt aus Rosy Green Wool Manx Merino Fine, die ich eh mal in die Fingerchen kriegen wollte. Gewählt habe ich die Farben 227, Gewitter und 231, Rhododendron.

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