Living On The Edge: Randmaschen

Es gibt so vieles, was man das ganze Leben lang gleich macht. Beim Frühstück erst das Käsebrot, dann das Marmeladenbrot zu essen ist so ein Beispiel bei mir. Habe ich immer so gemacht, nie drüber nachgedacht, und als ich zum ersten Mal darauf angesprochen wurde, war meine erste Reaktion: Das macht man halt so! Bis mir dann doch klar geworden ist, dass weder im Grundgesetz noch auf Moses’ Steintafeln etwas über Frühstücksbrote steht, und es allein meine Gewohnheit war, die mich hier geleitet hat.

Beim Stricken habe ich ähnlich auffällige Gewohnheiten. Da kann ich hinsichtlich neuer Techniken, Materialien und Farbkombinationen noch so experimentierfreudig sein, eine Sache mache ich doch immer gleich: Randmaschen. Klar, soll an diesem Rand später noch ein Bündchen angestrickt oder ein anderes Strickstück angenäht werden, muss man nicht groß kreativ werden, da ist es das Beste, die Randmaschen ganz bräsig glatt oder kraus rechts zu stricken. Was ist aber mit Randmaschen, die beim fertigen Strickstück zu sehen bleiben, etwa bei einem offenen Cardigan ohne Knopfleiste oder bei einem Schal?

Wann immer eine Anleitung mir nichts Besonderes vorschreibt oder ich ohne Anleitung arbeite, stricke ich die Maschen am Anfang und Ende der Reihe immer nach gelerntem Schema. Erste Masche abheben, letzte Masche rechts stricken – fertig ist der klassische Kettrand. Macht man halt so! Aber warum? Und geht es auch anders? Ich habe mich mal durch ein paar Alternativen durchprobiert.

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„Walking down the memory lane“ ist eine, wie ich finde, wunderschöne Redewendung im Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt: die Erinnerungsgasse hinunter laufen. Bei uns würde man sagen „in Erinnerungen schwelgen“. Stephen und ich hatten ja letztes Jahr 10-Jähriges und so habe ich mir eins seiner Muster geschnappt und wir sind Hand in Hand und fast so verknallt wie früher eben jene Gasse der Erinnerungen entlang spaziert.

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Einfach mohair-lich! Lang Yarns Lace

Mohair und ich haben eine lange, bewegte Geschichte hinter uns. Als frisch gebackene Strickerin habe ich mich auf das erste Mohairgarn gestürzt, das mir in die Finger geraten ist – die Marke weiß ich schon gar nicht mehr. So was Flauschiges! So eine hohe Lauflänge!

Das erste federleichte Tuch war schnell gestrickt und noch schneller in den Schrank verbannt. Denn die langen Fasern, die sich für meine Hände so weich anfühlten, haben mich unerbittlich in den Hals gepiekst und mich mit Juckreiz schier in den Wahnsinn getrieben. Es folgten bittere Tränen und eine lange Funkstille zwischen mir und allem, was mit Mohair zu tun hat.

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Zu viele Stricknadeln? Ich doch nicht!

Kennt ihr diese Situation? Kaum hat man mal die private Nadelkollektion herausgeholt, steht da plötzlich ein Ehepartner, Kind oder das eigene Gewissen auf der Matte und stellt unangenehme Fragen: „Warum um alles in der Welt hast du so viele Stricknadeln?!“ – „Um Leute zu stechen, die zu viele Fragen stellen!“, ist erfahrungsgemäß keine Frieden stiftende Antwort. Also habe ich mich selbst gefragt: Habe ich wirklich so viele Stricknadeln?

Ja, doch. Ein paar Nadeln sind bei mir wohl zusammen gekommen im Laufe der Jahre.

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Simpel, gut, lifted increase.

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass meine Edelstahlnadel Flugrost ansetzt – kann es sein, dass wir dieses Jahr noch gar nicht über Stricktechnik gesprochen haben? Vielleicht können wir ja schon alles … oder nicht? Machen wir mal die Probe aufs Exempel. Kennt ihr schon:

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Sisu, Sarah und das Herzblatt-Beanie

Vorhang auf, Bühne frei für den von den Toten wieder auferstandenen Rudi Carrell: Wir senden heute exklusiv eine Folge „Herzblatt – Wolledition“! Ich habe mich als Kandidatin zur Verfügung gestellt, total selbstlos natürlich. MAZ ab.

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