Wenn ihr zufällig in meiner Straße, in meinem Viertel oder auch nur in meiner Stadt lebt, seid ihr vermutlich neulich Nacht, so etwa gegen zwei Uhr davon aufgewacht, dass eine Irre durch die Straßen gerannt ist und Feeertiiig!!! gebrüllt hat. Das war ich.

Der Grund dafür: Ich habe meinen Briochevron Cowl von Stephen West fertig gekriegt! Und das war eine schwere Geburt, das kann ich euch sagen.

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Stavanger

am 18. Oktober 2016

Nach den „Mushroom Kelliemuffs“ war mir umgehend klar, dass ich unbedingt und sofort einen Pulli mit Fair-Isle-Passe aus diesem Material machen möchte. Eigentlich muss. Ich glaube, ich wäre nicht glücklich geworden, hätte ich dies nicht getan.
Und da dieser Pulli nicht für mich gedacht war, konnte ich auch farblich meine Komfortzone verlassen und ein bisschen experimentieren. Da soll noch einer sagen, ich kann kein Warm! Ha!

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Entschuldigt bitte – bevor wir mit dem heutigen Blogbeitrag beginnen, muss ich eben etwas in eigener Sache loswerden.

Liebe Strickerin, die du im März bei einem Lanade-Stricktreffen im Café Vreiheit in Köln neben mir gesessen hast! Ich habe mir leider nicht deinen Namen gemerkt, weil ich an diesem Tag so viele neue Leute kennen gelernt habe. Du hattest dunkelbraunes Haar, du hast erst eine Socke aus hellem Garn, dann ein Tuch von Melanie Berg gestrickt und du hattest einen Cardigan aus Malabrigo Rios an (Farbe Plomo? Pearl Ten?). Was ich dir unbedingt noch sagen wollte: Ich liebe deinen Cardigan!

Puh, ich wäre geplatzt, wenn ich das nicht endlich losgeworden wäre. Jetzt, da das erledigt ist, kann ich euch erzählen, wie es nach diesem Stricktreffen im März weiterging. Nachdem ich den Tag damit verbracht hatte, im Café verstohlene Blicke auf den Cardigan meiner Stricknachbarin zu werfen, bin ich nach Hause gerauscht und habe mich hinter meinen Computer geklemmt, um das Strickmuster dazu zu finden. Garnstärke Worsted, verschiedene Zopfmuster mit Lochmuster-Elementen, Kapuze in glatt links – bingo! Das war der Fickle Heart von Justyna Lorkowska!

Dreimal dürft Ihr raten, wie die Geschichte weitergeht …

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Bereits im Januar diesen Jahres freuten Antje und ich uns wie kleine Kinder zu Weihnachten, als die ersten, extra in den USA erworbenen Strängelein Madelinetosh eintrafen, beim Zoll eingelöst werden durften und wir uns eeendlich wilden Strick-Jahresplänen hingeben durften. Wenn wir euch, später im Jahr dann, die freudige Nachricht verkünden, dass es bei uns nun auch Madelinetosh zu kaufen gibt, wollten wir gleich einige Modelle aus dem Hut zaubern können.

Und so mitten im #GoWestLanade-Rausch war das erste Projekt, das mir hierfür in den Sinn kam, natürlich ein West. Na? Habt ihr gedacht, wir lassen das hier untergehen? Mitnichten! Mein sechstes Projekt dieser Reihe stelle ich euch zwar erst im zehnten Monat des Jahres vor, es begleitet mich aber schon treu und viel seit Anfang März.

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Hach, ich bin aufgeregt. Und so vorfreudig gespannt! Es ist ein bisschen wie eine Kombination aus Weihnachten und einem Blind Date: Der Stephen West Mystery Knit-Along (mKAL) 2016 steht vor der Tür. Da er wirklich vorgestern erst angekündigt wurde, kann ich dazu noch überhaupt nichts Konkretes sagen. Nur so viel: Die Erwartungen sind hoch!

Der letztjährige mKAL war nämlich ein Riesenevent, dass nicht nur bei uns in der Facebook-Gruppe, sondern auch in der weltweiten Strickgemeinde, bei Ravelry und Instagram, ganz schön hohe Wellen geschlagen hat. Inzwischen 4256 Projekte bei Ravelry sprechen eine deutliche Sprache. Carolin berichtete euch im letzten Jahr ausführlich über den Doodler (mKAL 2015), Nina schrieb kürzlich über den Exploration Station (mKAL 2013) und ich krame, aus gegebenen Anlass, heute mal meinen im Juni abgeketteten Rockefeller (mKAL 2012) hervor.

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Oh, was für herrliche Sommertage hatten und haben wir hier zurzeit. Ihr auch? Endlich! Ich habe mich mit meinem Deckenprojekt fast ein wenig vergriffen (auch wenn das Ergebnis wunderbar geworden ist) und unter einem Berg dicker Merinowolle geschwitzt.

Unsere Kundin Susan aber hat genau das richtige Garn auf den Nadeln gehabt, fleißig getestet und sogar noch ein kleines Deckenrezept für euch aufgeschrieben: die gehäkelte Babydecke „Lollipop“ aus DROPS Muskat. Habt viel Spaß beim Lesen und selbst Ausprobieren 🙂

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Strandgut Mini-Strandkleid

am 26. August 2016

Es gibt Garne, da kann man sich einfach nicht für eine Farbe oder Farbkombination entscheiden. Weil Argumente wie „Guck mal, die hier!“ und „Nein warte, die hier!“ und „Halt, stopp! Die und die und die!“ und „Die auch!!!“ einigen von euch bekannt vorkommen sollten, stimmt’s?

Und was macht man dann am besten, wenn man sich nicht für eine (oder zwei) Farben entscheiden kann? Richtig! Man nimmt halt einfach alle! Hahahaha!

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Kennt ihr das, wenn ihr euch auf den ersten Blick in ein Strickprojekt verliebt? Das Herz klopft, die Fingerspitzen kribbeln, man kann an nichts anderes mehr denken, als an dieses Projekt. Stundenlanges Surfen durch die Projektseiten auf Ravelry: Welches Garn passt wohl am besten? Welche Farben könnte man nehmen? Schnell mal sehen, was noch im Lanade-Lager ist …

So ist es mir mit einem der Brioche-Tücher von Stephen West ergangen. Briochexplosion heißt das Teil passenderweise, denn es ist riesengroß und vor allen Dingen bunt. Von der Konstruktion her ähnelt es dem Askews me Shawl, den Carolin euch letzte Woche vorgeführt hat, nur etwas symmetrischer und mit Zunahmen im Zick-Zack-Verlauf. So was hier:

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Nach unserer Färbeaktion zu Pfingsten wollten einige dieser gesträngelten Schönheiten unbedingt in Szene gesetzt werden. Da wir aber zumeist Einzelstränge – wahre Unikate eben – erschaffen hatten, stellte sich die Frage nach einem passenden Modell nicht sonderlich lange. Sucht man etwas, das optimal für jegliche Art wilden Zusammenschmeißens von Farben ist, sind die Anleitungen des Herrn West nicht fern. Wie trefflich, wenn man sich sowieso noch einige Modelle in diesem Jahr vorgenommen hat. Also Kistchen befüllt und los geht’s mit Modell 05/12.

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Hallo, ihr Baby-Alpakas! Ich muss euch unbedingt zeigen, was ich gerade abgekettet habe: Einen 3-in-1-Pullover von Atelier Alfa!

Ich kann euch sagen, die Entstehung dieses Pullovers war echt eine Geschichte für sich. Ich bin Ewigkeiten um die Anleitung herum geschlichen, habe Garne gesammelt, angestrickt, wieder geribbelt, neu kombiniert. Voller Begeisterung angestrickt. Einen Anfall von Skepsis bekommen (Das ist doch alles nix hier!), das Projekt monatelang in den Korb verbannt, wieder rausgeholt, mit wachsender Begeisterung weitergestrickt.

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Sports! #GoWestLanade

am 28. Juli 2016

Mögt ihr auch gern Fussball gucken (oder hören) und dabei stricken? Ich finde die Kombination ja ziemlich unterhaltsam, muss ich sagen, und habe einiges geschafft, während sich die europäischen Teams in diesem Sommer die Bälle um die Ohren und an die Hände (upps) geschossen haben. Und nun ist die EM 2016 schon eine Weile vorüber. Schade eigentlich. Unser kleines Lanadeturnier #GoWestLanade hat aber gerade mal Halbzeit, um beim Fußball zu bleiben, und so will ich euch heute ein „sportliches“ Kapitel schreiben.

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Traurig, aber wahr: Im letzten Leben muss ich ein Schaf geschubst oder einen Topf Neonfarbe umgestoßen haben … oder irgendetwas in dieser Richtung. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass ich immer etwas hinterherhinke, wenn es um Stephen West und seine Strickmuster geht. Schlechtes Strick-Karma sozusagen.

Als eifrige Ravelry-Besucherin bin ich natürlich schon früh auf die bunten Stücke dieses außergewöhnlichen Designers gestoßen. Jeder schien etwas von ihm zu stricken, in jeder Suche tauchte mindestens eins seiner Tücher, Pullover-Dingsbumse oder Oh-Gott-sind-das-etwa-gestrickte-Unterhosen auf. Meine Reaktion war aber immer nur ein großes Fragezeichengesicht und ein vages „Meh.“ – zu bunt, zu eigenwillig, zu abgefahren.

Erst als Stephen West seine Brioche-Kollektion herausbrachte, hat es bei mir Klick gemacht und ich war mit einem Schlag ein Fan – vermutlich als allerletzte im Club. Während ich ganz aufgeregt durchs Internet gesprungen bin und „Hey Leute, kennt ihr diesen Stephen West?!“ gebrüllt habe, saßen Carolin und Antje schon auf einem mittelgroßen Berg Stephen-West-Projekte und strickten sich durch ihre 12-in-12-Challenge. Naja, besser spät als nie.

Spät dran war ich dann auch bei Stephen Wests Tuch „Samen“. Tausendmal auf Ravelry und in diversen Facebook-Gruppen gesehen, tausendmal gelangweilt weitergescrollt, selbst nachdem ich mit dem West’schen Fieber angesteckt war. Zu schlicht, zu simpel! Das ist doch nur ein Dreieckstuch mit ein paar Löchern drin, was haben die alle?

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