Ich weiß noch gut, mit welchem Staunen ich bei meinen ersten Pullovern und Strickjacken mitverfolgt habe, wie aus einem widerwilligen Lappen plötzlich ein Kleidungsstück wird. Als Anfängerin habe ich mich, wie so viele, an einfache Raglankonstruktionen gehalten, die in einem Stück von oben nach unten gestrickt werden und bis zur Stilllegung der Ärmelmaschen immer etwas unförmig wirken. Sobald aber die Ärmelöffnung erkennbar ist – hey, ein Pullover!
Nun ja, seit meiner Anfängerzeit sind nun ein paar Jährchen ins Land gegangen und so langsam hat sich die Aufregung etwas gelegt. Raglan von oben oder auch von unten gestrickt ist nichts mehr, wofür ich die Katze mit Hurra-Rufen vom Sofa jage. Deshalb werde ich mittlerweile immer dann hellhörig, wenn mir mal eine ungewöhnliche Pullover- oder Jackenkonstruktion unterkommt. Den Pullover aus der DROPS Frühlingskollektion des letzten Jahres zum Beispiel fand ich großartig, weil er von der Ausschnittmitte nach außen hin gestrickt wird. Hat man nicht jeden Tag.











