Früher im Studium hatte ich eine Freundin (also, die habe ich immer noch), die studierte genauso unmotiviert und planlos herum wie ich. Und zu Beginn eines jeden neuen Semesters saßen wir wieder zusammen in irgendeinem langweiligen Seminar (Mittelhochdeutsch meistens, das haben wir, glaube ich, vier- oder fünfmal gemacht, bis sie es dann bestanden und ich das Studium abgebrochen habe), Ria holte einen neuen Collegeblock aus ihrer Tasche und sagte: „Sooo. Ein neuer Block, ein neues Leben!“ Sprich: Ab jetzt wird alles anders und wir ziehen es durch!

Und so ähnlich geht es uns bei Lanade jedes Mal zu Neujahr mit unseren Ufos. Ich für meinen Teil stehe jetzt vor einigen ungeliebten Aufgaben, die in meinen Berg von WIPs (Work in Progress) und UFOs (Unfinished Objects) schlummern und nehme mir vor, nichts Neues anzuschlagen, bevor das nicht abgearbeitet ist. Ha, ha, ha.

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Regentag Mystery-KAL Teil 3

am 17. November 2017

Ihr Lieben, herzlich willkommen zur Woche 3 des Mystery-KALs „Regentag“! In der letzten Woche gab es viele begeisterte Blicke auf das zweifarbige Bindfädenmuster und auch ein paar zweifelnde auf die Maschenprobe und die Kanten des Tuchs. Zum Glück konnte Corinna mit einem kleinen Halb-Spoiler die meisten Zweifel ausräumen, sodass der Strickspaß wieder voll und ganz genossen werden konnte. Wollt ihr noch mal gucken? Aber Vorsicht, nur klicken, wenn ihr das fertige Tuch bis zum Ende von Clue 2 sehen wollt: Spoiler!

So, und wer schon fertig mit Teil zwei ist, der darf sich jetzt so richtig schön weiter vollregnen lassen. Herrlich!

Teaser „Regentag“ Woche 3

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Regentag Mystery-KAL Teil 2

am 10. November 2017

Ihr Lieben, herzlich willkommen zur Woche 2 des Mystery-KALs „Regentag“! Wir freuen uns sehr, dass ihr alle gut gestartet seid und euch binnen kurzer Zeit, teilweise mit tatkräftiger Unterstützung in den Gruppen, in das Hebemaschenmuster eingefuchst habt! Eure Anregungen haben wir aufgenommen und bereiten für diejenigen, die das lieber haben, für die finale Version der Anleitung ein Diagramm vor, das das Muster zusätzlich noch einmal grafisch darstellt.

Aber das nur am Rande – kommen wir zum wichtigen Teil: Nachdem uns in der letzten Woche dunkle Wolken eingeholt hatten, kommt es jetzt, wie es kommen musste! Es regnet sich so richtig schön ein …

Teaser „Regentag“ Woche 2

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Spleißen à point

am 03. August 2017

Kennt ihr: spleißen? Ja? Arrr, dann seid ihr möglicherweise Piraten … oder Biochemiker. Aber wisst ihr was – auch als Stricker könnt ihr Spleiß-Kenntnisse gut gebrauchen! Spleißen ist, allgemein gesprochen, eine Methode, bei der ein schnurförmiges Gebilde an sich selbst befestigt wird, nachdem man die ursprüngliche Struktur aufgelöst, die Form je nach Wunsch und Bedarf verändert hat und das Ganze dann in einer dem Ausgangszustand ähnlichen Form fixiert. Mit anderen Worten: höchst nützliche Zauberei 😀

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Nun, da mir die Frühjahrssonne bereits den ersten Sonnenbrand auf die Nase gezaubert hat, konnte ich mich sogar durchringen, meinen winzig kleinen Garten fit zu machen. Gut, „Garten“ ist jetzt ein bisschen übertrieben, selbst wenn man ihn als winzig bezeichnet. Es ist vielmehr ein kleiner Kräuterbeet-Streifen mit ein paar kläglichen Gemüse-Versuchen und einer Ecke voll Blümchen. Aber wollen wir mal nicht so sein, die Minze sprießt bereits, es wird wieder Mojito und Eistee im Sommer geben – yay!

Und wenn ich grad so schön am Frühjahrsputz bin, dann fege ich heute mal durch meine UfO-Kiste. Um genauer zu sein in der letztjährigen #GoWest-Lanade-Aktion und den entstandenen … Projektleichen.

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Beim Stricken hat ja jeder so seine Vorlieben und Lieblingstechniken. Der eine mag knifflige Zopfmuster und freut sich an bunten Zopfnadeln (oder dem Nervenkitzel beim Verzopfen ohne Zopfnadel), die nächste mag riesige Lace-Mustercharts, der übernächste vielleicht Socken mit selbst-streifendem Garn und dann gibt es sogar Leute, die mögen – wirklich wahr! – Fäden zu vernähen. Das beeindruckt mich, ehrlich gesagt, am meisten 😀

Ich persönlich liebe vieles am Stricken und ganz besonders, so profan es auch klingt, liebe ich Rundstricken. Dieses kaum einmal durch das Überheben eines Markers oder eine Zunahme unterbrochene, fast meditative Produzieren von Maschen, Mustern und Farbverläufen finde ich einfach herrlich. Ich glaube, Leute die gern Autobahn fahren, verstehen das gut.

Ich sträube mich dagegen, Pullover in Teilen zu stricken: nicht nur wegen der Nähte, sondern weil ich dann ständig wenden muss. Randmaschen beachten muss. Bei Charts umdenken muss – Stichwort Rückreihen. Das sind rote Ampeln für mich. Ich weiß, was ich zu tun habe, und das Ergebnis ist auch ganz nett. Aber viel lieber fahre ich auf der Strickautobahn 😉 Rundstricken und ich: wir verstehen uns. Geht euch das auch so?

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Neulich bei mir zu Hause. Ich sitze strickend auf dem Sofa, mein getreuer Ehemann tritt hinzu und nimmt mit der Kennermiene eines Mannes, der mit zehn Kilo Wolle und einer dauerstrickenden Frau unter einem Dach lebt, mein Projekt in Augenschein. Folgendes Gespräch entspinnt sich:

Er: „Das wird ja schön bunt!“
Ich: „Ja, ich verstricke gerade einen großen Haufen Garne und Garnreste.“
Er: „Ah ja, das Blaue hier kenne ich von deinem letzten Pullover. Und hier ist ja sogar Neon!“
Ich: „… und Pink, Lila, einige Grautöne …“
Er: „Und immer zwei Farben zusammen zu diesen ganzen Mustern?“
Ich: „Ja, die Technik mit den zwei Farben heißt Marled Knitting. «Marled» hat sinngemäß den gleichen Wortstamm wie das deutsche «meliert» und ist die einfachste Art, mehrfarbig zu stricken. Durch das Perlmuster in diesem Stückchen hier zum Beispiel werden die Farben zusätzlich noch ein bisschen durchgemischt und zu einem harmonischen Gesamtbild verbunden.“
Er: „Fein, aber was strickst du denn eigentlich?“
(Pause)
Ich:

„Ich habe keine verdammte Ahnung.“

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Hallo ihr Lieben! Ich habe mich ja im neuen Jahr noch gar nicht zu Wort gemeldet, deswegen komme ich heute gleich mit zwei Themen um die Ecke 😀 Bei uns ist es aktuell wirklich fies kalt, wenn ich morgens aufbreche. Und die warmen, doppellagigen Fischlandmützen der Kinder scheinen mir ein großartiges Gegenmittel zu sein, wenn ich mir anschaue wie fröhlich sie durch den Schnee hopsen, während mir unter meiner schicken dünnen Mütze allmählich der Scheitel einfriert.

Aber bevor das passiert, will ich euch gern noch etwas zeigen. Eine Technik, die nicht nur bei der Fischlandmütze, sondern auch bei vielen anderen Strickprojekten überaus nützlich ist. Der provisorische Maschenanschlag – genauer, meine Lieblingsmethode ihn auf die Nadel zu zaubern, zu sichern und nachher die Maschen wieder daraus freizulegen.

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Transplantationschirurgie

am 05. Dezember 2016

Es gibt Momente beim Stricken, da zweifle ich ein wenig an meinem Verstand oder diagnostiziere mir im Stillen zumindest eine leichte Form von Aufmerksamkeitsdefi… oh wie nett! Sieh mal, ein Eichhörnchen! Geht euch das auch so?

Jüngstes Beispiel – eine echte Meisterleistung –, ich habe tatsächlich die Maschen für die rechte Seite meines aktuellen Jackenprojekts nicht rechts unten sondern links oben aus dem Rückenteil aufzunehmen. Möööp! Gemerkt habe ich es erst als die rechte Seite schon so groß war, dass ich sie nicht mehr mal eben ribbeln und neu (also richtig) ansetzen wollte. Gemäß dem Motto: „Ich bin vielleicht doof – aber ich bin nicht blöd!“ habe ich stattdessen das Krönchen gerichtet, gedanklich schon mal die Hände desinfiziert und eine kleine Operation geplant 😉

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Nur ein kleines bisschen Transplantationschirurgie – so schwer kann das doch nicht sein. (mehr …)

Wir haben eine neue Kategorie im Blog! Yay! Unter dem Titel Ausgefuchst stellen wir euch ab jetzt regelmäßig kleine Tricks vor, geschickte Kniffe und clevere Knit Hacks – von simpel-primitiv bis Mondlandung. Wir beschreiben, wie ihr euch das Strickerinnen-Dasein leichter machen könnt und welche Haushaltsgegenstände sich hervorragend zweckentfremden lassen. Das einzige, was wir auch nicht klären können, ist die historisch-mystische Frage: What does the Fox say? – Wie macht der Fuchs? ;D

Okay, zur Sache: Es gibt da ein oft bemängeltes Problem beim Ärmelstricken, das über die sowieso schon beklagenswerte Notwendigkeit des Ärmelstrickens an sich hinausgeht 😉 Und zwar immer dann, wenn der dazugehörige Pullover von oben nach unten und die Ärmel erst nach dem Körper nahtlos angestrickt werden sollen.

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Ein Geständnis: Ich habe da dieses Projekt. Es liegt seit Anfang März in wechselnden Körbchen, es ist präsent, es ist eigentlich auch total schön. Aber: Ich komme damit einfach nicht voran. Und nein, es sind nicht mal Ärmel oder Socken, meine persönlichen Top-Kandidaten für monatelanges UfO-Dasein. Es ist: Mr. No-no-I-ain’t-no-knitting-further-Briochevron Cowl.

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Knit Bucket List

am 25. Mai 2016

Knit-was? Bucket List? Doch, kennt ihr, oder? Falls nicht: Eine Bucket List (von: „to kick the bucket“, zu deutsch etwa: den Löffel abgeben) ist die zutiefst amerikanische Idee, eine Liste mit Dingen zu verfassen, die man zu Lebzeiten unbedingt noch ausprobieren, mitmachen oder erleben möchte.

Man schreibt sie enthusiastisch in jungen Jahren, möglicherweise leicht angetütert, mit Freunden in einer Bar oder auch ein wenig gelangweilt und Sinn suchend am Esstisch, nachdem die Kinder endlich schlafen. Je nach Charakter, Vorlieben und Risikobereitschaft stehen da so Sachen drauf wie: Haus bauen, Baum pflanzen, Fallschirm springen, mit einem Hai kämpfen oder die Weltherrschaft erlangen 😀

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