Des Wollliebhabers schlimmster Alptraum und Präventionsmaßnahmen

Heute komme ich mal mit einem Thema, das mir persönlich sehr am Herzen liegt und dem leider oft zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird: Die Lagerung eurer Wollschätze.

Immer wieder findet man im Internet Fotos von überquellenden Wollkästchen, Regalen, ganzen Schränken oder Wänden voller Wolle. Alle erdenklichen Farben, Formen, Dicken und supertoll inszeniert.

Mal ehrlich, wer hat noch nicht drüber nachgedacht eine Wohnzimmerwand mit Wolle in allen Farben des Regenbogens zu bestücken? Das sieht doch toll aus! Und inspiriert!

Tut es auch wirklich. Nur leider, leider taugt das nicht für viel mehr als für diese prima Fotos.

Geschützt ist die Wolle dadurch gar nicht. Staub, Licht, Ungeziefer. Alle haben freien Zugriff und letztgenannte können sich schonmal die Fresswerkzeuge schärfen – es ist eine Einladung zum Festmahl.

Warum redet keiner über Motten? Ganz einfach, sie sind das Grauen eines jeden Wollliebhabers und ’ne ganze Runde eklig noch dazu. Wer Motten im Haus hat, scheint ja wohl irgendwie schlampig zu sein. So zumindest das landläufige Empfinden. Jedenfalls ist das was, das niemand gerne haben will. Wenn es doch mal vorkommt, geht der erste Gedanke vorsorglich dahin, dass das jemand angeschleppt oder gar direkt mitgeschickt haben muss. Dass dieses Ungeziefer sich ganz gerne einfach von selbst einnistet, das will meist keiner wahrhaben.
Aber stellt euch doch mal vor, was passieren würde, wenn bei einem Wollversender im Lager Motten auftauchen würden. Das wäre quasi der Wolldealer-Super-GAU! Es wird also jeder Wollversender pingeligst darauf bedacht sein, dass derartiges nicht passiert und alles Menschenmögliche tun, damit es niemals zu solchen Problemen kommt.

Aber wie lagert man nun Wolle richtig?

Eigentlich ist es einfach, aber eben optisch nicht wirklich aufregend: Plaste, Plaste, Plaste.

So schön Wollschränkchen, Körbe, Schubladen, Kistchen (oder Versandkartons) auch sein mögen, eure Wolle ist darin keinesfalls geschützt. Kleidermotten finden ihren Weg in Schränke und durch offene Schlitze in Kartons. Einzig Plastik, und zwar dicht, das schaffen sie nicht.

Ihr könnt natürlich auch mit den üblichen Vermeidungstechniken rumprobieren, wie Lavendel oder Zedernholz. Oder diese fiesen, unglaublich stinkenden Lavendelsäckchen namhafter Hersteller, bei der eure Wolle beim Verstricken dann riecht, als wäre sie in Omas Beruhigungsbad gefallen. Aber einzig und allein geschlossene Plastikkisten oder zugeschweißte Folien bieten ernsthaft Schutz.
Motten nisten sich besonders gerne dort ein, wo es ruhig ist und wenig Bewegung stattfindet. Wenn ihr eure Wolle also nicht jede Woche von A nach B stapeln und nebenbei eure Schränke ausstauben wollt, packt sie ein!

Ich möchte euch einen Einblick in meinen privaten Wollschatz geben und euch zeigen, wie ich das gelöst habe. Sicherlich gibt es noch etliche andere Möglichkeiten, doch ich bin wahrlich Fan dieser Lösung.

Mein Wollregal heißt „Bonde“, ist von IKEA und hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Diese Serie ist mittlerweile nicht mehr erhältlich aber das Setzkasten-Prinzip mit denselben Maßen findet man im aktuell sehr weit verbreiteten IKEA „Expedit“.

Bild vom persönlichen Stash 2

Besonders gut für meine Lagerungszwecke eignen sich die preislich sehr günstigen und wirklich unglaublich praktischen „Samla“-Kistchen von IKEA. Die gibt es je nach Wollbestand in ganz groß oder ganz klein. Oder auch was dazwischen. Besonders toll: Die sind stapelbar und somit wahre Raumwunder. Je nachdem, wie ihr gerne sortiert, könnt ihr also projektbezogene, kleine Kistchen nehmen oder auch größere Lagerkisten. Oder eben eine Kombination daraus.

Bild vom persönlichen Stash 1

Und wenn bei irgendeiner Preisaktion doch mal der Bestellfinger zu wild gezuckt hat, gibt es auch noch eine Nummer größer.

Bild vom persönlichen Stash 3

IKEA hat also für alle Fälle vorgesorgt.
Sollte es nämlich vorkommen, dass eine Motte sich an der Wolle vergriffen hat, bevor ihr sie eintüten konntet oder ihr habt die Flohmarktschätze von Omas Speicher ergattert und nicht vorsorglich eine Woche in die Gefriertruhe gesteckt, dann könnt ihr den Schaden zumindest eingrenzen, indem die Viecher nur innerhalb Ihrer Kiste toben können und von eurer sauteuren Edelwolle in der Kiste nebenan die Finger lassen.

Inzwischen lagere ich auch all meine UfOs in Samlas. Zum einen wegen meiner Mottenpanik, zum anderen, weil sie nicht in undurchsichtigen Taschen und Tüten vergessen werden können. Zudem gefällt mir das auch und fügt sich wunderhübsch in mein Strickplatzregal ein.

Bild vom persönlichen Stash 4

Ich hoffe, dass ich euch ein paar Gedanken und Ideen rund um eure Wollvorräte mit auf den Weg geben konnte.

Nachtrag von Ende September ’14:
Es gibt einen ganz interessanten Artikel zu Kleidermotten bei der deutschsprachigen Wikipedia und Tichiro hat Schlupfwespen getestet [offline seit April 2018, d. Red.]– falls es schon zu spät und die Wolle befallen ist.

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Kommentare

  1. Von Ulrike am 28. Mai 2014:

    Fein.Jetzt erinnert mich doch mein Mann tatsächlich daran,mal Ordnung in meine Wollvorräte zu bringen….Er hat ja Recht 😉

  2. Von Ingrid am 28. Mai 2014:

    Klasse Beitrag, finde mich darin wieder. Auch ich habe meine DROPS Wolle (und einige andere Wollknäuel) in solchen Plastikkisterln verpackt. Dachte schon ich bin die Einzige die so einen Fimmel hat und ihr Wollschätze immer mal auch betrachten möchte:) Habe meine Knäuel nach Garnsorten sortiert, Baby Merina, Merino Extra Fine, etc.etc. und zusätzlich habe ich in die gleiche Kiste meine Maschenprobe reingepackt. Schön angeschrieben mit welcher Nadel gestrickt – somit habe ich diese Information auch gleich zur Hand. Macht weiter so, mir gefällt Eure Seite und ich werde den SuperSale diese Woche nochmals nutzen, diesmal wirds die Cotton Merino sein.lg Ingrid

  3. Von Krissy am 28. Mai 2014:

    Meine Wolle hab ich tatsächlich auch in Plastikboxen und die UFOs auch. Aber was ist mit den fertigen Strickstücken? Um die mach ich mir viel mehr Sorgen. Denn ehrlich gesagt finde ich es verschmerzbarer Wollknäuel wegzuschmeißen als ein Teil, an dem ich wochenlang gearbeitet habe. Wie lagerst du fertige Wollsachen?

    LG Krissy

    • Von Carolin am 10. September 2014:

      Hi Krissy,
      nun, da ist wohl die beste Methode, sie regelmäßig zu tragen. Motten setzen sich hauptsächlich irgendwo hin, wo keine Bewegung ist. Schön warm und stickig mögen die ’s besonders.
      Also ruhig ab und zu mal aus dem Schrank nehmen, bisschen Luft dran lassen.
      Persönlich tüte ich meine Pullis nicht ein, das ist mir irgendwie nichts.
      Zedernholz in den Schrank legen könnte man auch. Oder Lavendel. Aber das mag ich nicht, das riecht mir zu streng.
      Liebe Grüße,
      Carolin

  4. Von Marion am 28. Mai 2014:

    Ah, Motten, mein Lieblingsthema. Ich hasse die Viecher wie die Pest. Ich bin dazu übergegangen, meine Wolle nach Projekten zu sortieren und direkt nach dem Eintreffen in große Ziploc- Beutel zu stecken. Diese kann man dann fest verschlossen in dekorativere Behälter packen, in meinem Fall Stoffkisten von Ikea und Tchibo. Zusätzlich habe ich ein paat selbstgemachte Lavendelbeutel und Mottenabwehrpapier aus dem Fachhandel zwischen den Vorräten vergraben.

    • Von Carolin am 10. September 2014:

      Zipper-Beutel sind toll! Da bin ich auch erst kürzlich drauf gekommen. Gerade, wenn man Projekte transportiert und nicht an Reißverschlüssen oder Klettverschlüssen hängen lassen will. Ich nutze das derzeit viel für kleinere Projekte.

    • Von Sibille am 17. August 2016:

      Wenn man Sie erstmal hat muss man ja gleich alles auf den Kopf stellen. Ich hab jetzt auch auf Vakuumverpackungen umgestellt, da ist auf jeden Fall erstmal Ruhe. Und wie du meinstet, alles neue gleich verpacken und gut verschließen. Hier hab ich noch was zu den Motten und Vakuumbeuteln gefunden http://www.vakuumbeutel-vergleich.de/schaedlinge/
      Sonst gibt es jetzt auch solche Vakuum Boxen, wo in einer Stoffkiste ein Vakuumsack integriert ist.

  5. Von Stefanie am 29. Mai 2014:

    Das kann ich alles bestätigen. Jahrelang hatten wir Kleidermotten in unserer Wohnung, und kaum hatten wir die besiegt, kamen Teppichkäfer, die wir bis jetzt leider nicht vollständig losgeworden sind. Aus diesem Grund wird jede Wolle und jedes angefangene Projekt in den genannten Kisten und zusätzlich noch in Gefriertüten mit Zipverschluss gelagert. Auch unsere Kleidung ist leider schon bis auf Jeans seit Jahren „unter Verschluss“. Es k***** mich total an, aber ich will auch nicht, dass diese blöden Viecher alles aufessen. Bei Kleidermottenbefall sollte man auch immer wieder kontrollieren, ob die sich nicht im Teppich (sofern vorhanden) einnisten. Bei uns war das so und nachdem wir den einzigen Teppich den wir hatten rausgerissen haben, war nach relativ kurzer Zeit dann endgültig Ruhe vor Motten.

    • Von Carolin am 09. September 2014:

      Motten sind Biester, da stimme ich Dir zu. Das mit den Teppichkäfern klingt ja auch gemein! Die kannte ich (glücklicherweise, muss ich sagen) noch gar nicht! Danke für die Info, werde ich im Hinterkopf behalten. Ich bin immer froh, wenn ich Tipps weitergeben kann!

  6. Von Kathi am 29. Mai 2014:

    Diese Boxen hab ich auch 🙂
    Obwohl ich mich hin und wieder frage, warum diese eigenartige Form? Hätte Samla gerade Wände, würde noch etwas mehr hineinpassen…
    Trotzdem allemal schöner als Tüten 🙂

  7. Von Krimhild Reihnhard am 29. Mai 2014:

    Danke, für den Artikel ,
    daran habe ich noch garnicht gedacht.

  8. Von Christiane am 29. Mai 2014:

    Jawohl, genau so habe ich es auch gemacht! Auch beim Suchen einwandfrei, weil die Boxen durchsichtig sind. Kein Staub, kein Tier, kein Geruch. Die Kisten sind nicht teuer. Ich kann es ebenfalls empfehlen.
    Liebe Grüße
    Christiane

  9. Von Susanne am 29. Mai 2014:

    Jetzt mach ich mir keine Freunde… ich spüre es direkt.

    Ich halte eine ausschliessliche Lagerung in diesen Kisten nicht für mottensicher, denn die Dinger schliessen nicht ganz dicht. Man glaubt ja kaum, wo Motten sich überall durchquetschen oder durchfressen können, wenn sie ein Ziel vor Augen haben.
    Bitte das Mottenpapier oder andere präventive Maßnahmen nicht ausser acht lassen…

    • Von Carolin am 29. Mai 2014:

      Hallo Susanne, ich gebe Dir recht, für hundertprozentigen Schutz sollte man bestenfalls noch zusätzlich einschweißen, bei den kleineren Kisten liegen die Deckel nur auf. Die Großen allerdings kann man auch mit Clips versehen, da kommt nichts rein. Für mich zu Hause reicht aber diese Variante, da die Wolle dort besenfalls nicht ewig lagert. Ich denke, es ist allemal sicherer als viele andere Varianten, so lange man die Kisten nicht zu voll macht, sodass sie vernünftig schließen. Aber ja, diese kleinen Monster sind tückisch und gierig – leider.

  10. Von Conny am 29. Mai 2014:

    Bewährt haben sich bei uns Gagefenster und Gagetüren. So haben Insekten nur eine geringe Chance, in die Wohnung zu kommen.
    Außerdem liegt die Wolle bei mir auch in Ikeaboxen.
    Lebensmittel (wie Müsli), mit denen man Motten einschleppen kann, werden sofort in Gläser und Dosen umgefüllt.
    Es gibt ausser Motten auch den Teppichkäfer, der genauso viel Schaden anrichten kann.

  11. Von Yvette am 29. Mai 2014:

    Zum Glück bin ich nicht die einzige, die panische Angst vor Motten hat 😉 Zumal ich schon mal welche aus einem Theaterfundus eingeschleppt habe. Ich habe auch solche Kunststoffkisten, aus Ermangelung eines IKEAs in greifbarer Nähe allerdingst von einer anderen Firma. Ich habe noch Nexlotte Streifen rein gemacht. Und ich arbeite gerade an einer Jahresdecke. Da habe ich jeden Monatsstreifen in eine Mülltüte gesteckt und auch da Mottenpapier rein. Sicher nicht gerade natürlich, aber effektiv!
    Ich kann allen nur Mut machen Kisten zu kaufen, die nicht Motten „Kaviar“ liefern wollen!
    Allen einen schönen Himmelfahrttag!

    • Von Carolin am 10. September 2014:

      Das mit dem Mottenpapier habe ich auch mal probiert, allerdings empfiehlt es sich da nicht, einen ganzen Streifen in eine Samla-Box zu packen. Das staaaank! 😀

  12. Von Jutta am 30. Mai 2014:

    Die Kästen sind ja sehr praktisch, schließen aber tatsächlich nicht richtig. Hab mir vor einiger Zeit die Plastiktüten gekauft, die man mit dem Staubsauger luftdicht verschließen kann. Ist enorm platzsparend und die Wolle ist rundum sichtbar.

    • Von Carolin am 09. September 2014:

      Jutta, das ist auch eine prima Lösung!
      Und ja, 100% dicht sind die natürlich nicht, aber allemal sicherer als ein Lanade-Karton 😀
      Ich nutze derzeit auch zusätzlich gerne noch Zipper-Tüten für die aktuellen Projekte. Ganz praktisch, dann bleibt nichts an eventuellen Reiß- oder Klettverschlüssen hängen in der Tasche.

  13. Von Jennifer am 01. Juni 2014:

    Ich hab meine Wolle offen im Billy-Regal gelagert *schäm*
    Dann werde ich wohl beim nächsten IKEA-Besuch mal Plastikkisten kaufen. Freut sich mein Mann 😀

    Übrigens, Expedit gibts auch nicht mehr 😉 Das heißt jetzt Kallax. Ist im Prinzip das gleiche, nur minimal anderes Design.

    • Von Carolin am 09. September 2014:

      Ach, sieh an, das war an mir vorbei gegangen, dass es das Expedit gar nicht mehr gibt! Danke für den Hinweis!

  14. Von Anette am 02. Juni 2014:

    Ups – habe gleich am Wochenende meine Vorräte durchgesehen – und —-nichts gefunden, was nicht dort sein sollte! Bin trotzdem mal Kisten kaufen gegangen, sicher ist sicher. Wäre doch schade um die wundervolle Wolle und die herrlichen Projekte, die noch warten.
    Danke für die Anregung – Carolin Du schreibst wie immer nicht nur mit guten Ideen sondern auch witzig und absolut unterhaltsam. Weiter so!

  15. Von Yvette am 03. Juni 2014:

    Hmmmm mein erster Kommentar ist weg… aber egal: ich habe auch 2 neue Kisten gekauft. Jetzt fehlt mir nur noch frisches Mottenpapier. Aber sonst ist alles bestens 🙂
    Jetzt kann die neue Wolllieferung kommen 😀

  16. Von Uta am 04. Juni 2014:

    ach, was täten wir ohne IKEA 😉
    Ich hatte meinen Wollvorrat ursprünglich auf einem Hochbett von IKEA, dort nach Themen/Garnstärke in Stoff-Boxen aus der SKUBB-Serie (Öffnung nach vorne) bunt gelagert. Mittlerweile befinden sich die wollhaltigen Garne allerdings auch in Quarantäne: in Vakkumbeuteln, die im Fernsehen beworben werden. Man schließt den Beutel wie einen Zip-Lock-Frischhaltebeutel und saugt mit dem Staubsauger die Luft raus. So ist wirklich kaum noch Raum ‚zum atmen‘ für Motten. Da ich da aber auch ein wenig motten-paranoid bin, gebe ich die neuen Knäuel mit Wollanteil in eine große Mülltüte, gebe ein paar Sprühstöße Neem-Spray (http://webshop.kosmetische-rohstoffe.de/Kosmetische-Rohstoffe/Neemprodukte-Niem:::23_10.html –> Anti-Insekten-Neem-Spray. Bei diesem Produkt ist zwar auch Lavendel mit im Spiel aber das Zitronenöl ist stärker zu riechen und etwas frischer. Das dort erhältliche Milb-Ex ist auch sehr empfehlenswert und ohne Zusätze von Duft.) dazu, schüttle kurz und lass die Tüte für 1 Woche im Tiefkühlschrank verschwinden. Sollten nämlich Eier von Motten drin sein, überleben die die Kältekur nicht und eventuell vorhandene Larven mögen das Neem nicht.
    Danach gehts dann in die Vakuumbeutel, die ich – man ahnt es schon – in einer IKEA-Kommode (Regalsystem Stolmen) schön flach lagern kann.
    Natürlich muss man nach jeder Garnentnahme neu vakumieren. Die Vakuumbeutel gibt es in verschiedenen Größen.

    • Von Carolin am 10. September 2014:

      Wow! DAs sind eine Menge guter Tipps! Vielen Dank dafür!

  17. Von Bea am 06. Juni 2014:

    Vielen Dank für diese tollen Hinweise und Tips für die Wolllagerung!
    Ich hatte bis jetzt alles in den Kartons gelagert, in denen es auch geliefert wurde, aber es war mir nicht so richtig wohl dabei. Nicht so sehr wegen Motten, aber auch wegen Mäuse die sich manchmal in mein Zimmer verirren (grosser wilder Garten, ebenerdig, Terassentür die sehr oft auf ist).
    Nach dem Lesen hier bin ich doch leicht in Panik geraten, und habe dann im Baumarkt Plastikboxen in unterschiedlichen Grössen gekauft, grosse für den längerfristigen Vorrat, mittlere für den eher aktuellen Vorrat, kleine für die angefangenen Projekte. Ich habe mich dabei für flache Boxen entschieden, so dass die unterschiedlichen Garne nicht sehr übereinandergestapelt werden müssen, und man von oben gleich den Überblick hat, welche Schätze darin sind. Die lassen sich auch super stapeln und bei Platzproblemen passen sie auch unters Bett oder Sofa.
    Ganz nebenbei war es auch sehr interessant dann meine Wolle zu sortieren, katalogisieren und dort einzuräumen. Ich habe erst vor ca. 2-3 Jahren wieder mit dem Häkeln und Stricken angefangen, aber trotzdem hat sich in der Zeit dann doch einiges angesammelt. Und manches Garn hatte ich tatsächlich fast schon vergessen…. peinlich aber wahr.

    Ich finde es ausserdem sehr schön, dass Ihr Euren Blog hier wiederbelebt habt. Ich schaue öfter mal rein, und neben den guten Tips zu Garn und Mustern mag ich auch die Bilder und Kommentare zu Eurem Riesenknuddelhund. 🙂

    • Von Carolin am 09. September 2014:

      Hallo Bea, das stimmt, ich sortiere mein Garn auch regelmäßig, das macht Spaß! Und jedes Knäuelchen und Strängelein wird dann mental in ein Strickstück verwandelt. So schön! Liebe Grüße, Carolin

  18. Von Karolin am 06. Juni 2014:

    Hihi, wie cool. Ich habe die Boxen auch und sogar extra Schränke dafür..und für den Rest der Wollsachen von Ivar allerdings 🙂 außerhalb der Boxen habe ich allerdings schon länger ein Mottenproblem und das nervt extrem. Der Ekel ist zum Glück weniger geworden. Ich verteil hier überall Fallen, Mottenpapier und Lavendel und nichts hilft, falls noch jemand nen Tip hat wäre ich sehr dankbar.

    • Von Carolin am 10. Juni 2014:

      Hallo liebe Karolin,

      das Problem ist immer, dass die meisten Mottensachen eher präventiv sind. Als einzig wirklich wirkungsvolle Methode kenne ich das Einfrieren. Befallenes 2 Tage in die Gefriertruhe und da lebt nichts mehr. Eventuell vorsichtshalber mal alles Wollige und Stoffige nach und nach einfrieren?
      Drücke die Daumen, dass Du der Sache schnell Herr wirst!

  19. Von Karolin am 20. Juni 2014:

    Danke Dir, ja, ich bin dabei nach und nach einzufrieren und alles umzupacken zu untersuchen. Grauslig. Wenn ich mehr Geld hätte, ich würd mir glatt ne Gefriertruhe dafür kaufen *g* Jetzt müssen wohl noch ein paar Kisten ran. Damit wirklich ALLES sicher ist.

  20. Von Janet am 25. Juni 2014:

    Ganz prima -wieder was gelernt, da schau ich auch gleich mal bei ikea vorbei. DANKE

  21. Von Sabine am 26. Juni 2014:

    Hallo,

    ich habe mir 3 Rollen Mülltüten gekauft. Kleine für Projekte, bei denen zwar das Material, aber noch keine Zeit vorhanden ist und größere für fertige Pullis.
    Beim Einpacken draufknien und Luft rauslassen, das ist fast wie vakuumiert. Lässt zwar mit der Zeit nach, ist aber immer noch gut.
    Ich hatte nur eine befallene Wolle, die habe ich auch eingefroren….meine Kindern waren etwas entsetzt, als sie vor der Truhe standen und die Wolle sahen…die dachten wohl, jetzt ist sie ausgetickt.

  22. Von Maria Egger am 24. August 2014:

    Sind diese Boxen auch wirklich (seitlich) dicht vor Motten?
    Wie waren die Erfahrungen? gab es schon mal wem wo sie durch die Boxen noch drangen?

    • Von Carolin am 09. September 2014:

      Maria, ganz 100 % dicht sind die natürlich nicht. Diese Biester sind ziemlich dreist und könnten theoretisch auch da durch, wenn sie’s drauf anlegen. Zumal meine kleinen Boxen auch keine Klips haben. Bislang hatte ich aber noch kein Problem damit – toi toi toi.
      Wichtig ist eben auch, dass man die Vorräte von Zeit zu Zeit mal sichtet und bewegt.
      Es gibt aber sicherlich auch luftdicht verschlossene Behälter dieser Art. Müsstest mal ein bisschen schauen, wer derartiges anbietet.

  23. Von Julia Pe am 05. Oktober 2015:

    Liebe Carolin, sehr verspätet aber aus aktuellem Anlass (ich kriege ein Wollregal – YIPPIE) bin ich auf diesen wahnsinnig hilfreichen Artikel von dir gestoßen!
    Man sieht so viele Podcaster mit wunderschönen Regalen, aus denen die teure Wolle nur so rausquillt, da hatte ich mir sowas natürlich auch erträumt. Aber: du hast absolut Recht, sicher ist das nicht.
    Vielen Dank für die vielen Tips und Tricks, deine Sammlung mit den Kisten sieht sehr dekorativ aus und ich werde es dir bestimmt nachmachen 🙂
    LG
    Julia

    • Von Carolin am 07. Oktober 2015:

      Liebe Julia,
      jaaa, der Gedanke mit der gehorteten Wolle als Deko kreativ zu werden ist wahrlich verlockend, da gebe ich Dir völlig recht. Aber ich verspreche Dir, in Kisten – die Tage habe ich es sogar in großen, bekorkten Gläsern gesehen – ist es einfach die vernünftigere und nicht zwingend weniger dekorative Lösung. Wesentlich hygienischer auf jeden Fall, denn wer strickt schon seinen ganzen Stash weg, bevor er Staub ansetzen würde? Manch einer hat das Glück, dass ihn die Motten nie finden, aber ich habe Leute wirklich schon Ihre gesamten Vorräte beklagen hören, die Tierchen sind einfach tückisch.
      Ich wünsche Dir ein traumhaftes, stets Freude bringendes Wollregal!
      Liebe Grüße, Carolin

  24. Von Silvia Gantzert am 23. Oktober 2015:

    Ich habe meine Wolle in Rotho-Boxen. Muss sie aber noch sortieren, sobald ich alle Aufträge „abgestrickt“ habe. Die Nadeln habe ich nach Größe in beschriftete Zip-Tüten getan und diese dann auch komplett in eine Box getan. Auch für meine aktuellen Stricksachen nutze ich eine Rotho-Box. Ikea ist mir zu weit und Rotho-Boxen bekommen ich fast in jedem Baumarkt und manchmal sogar bei Aldi in der Aktion.
    Liebe Grüße
    Silvia

  25. Von Jutta am 10. Februar 2016:

    Ich habe die tollen wiederverschließbaren Gefriertüten. Nachdem ich einen ganzen Sack voller Wolle entsorgen musste (ok ich konnte die eh nicht leiden – war ein Geschenk) bin ich mit geliebter Wolle sehr vorsichtig..
    Einmal hatte ich sogar den ganzen Gefrierschrank voll Wolle um wenigstens noch etwas davon zu retten. Aber nun beuge ich lieber vor.
    Die Ikea Boxen habe ich auch – leider auch mit Clip kommen die Viecher rein. Aber regelmäßige Kontrolle- keinen zu großen Stash (lieber ne Spardose) helfen da ungemein. Ich habe auch gerne viel Wolle – aber ich habe gelernt und nun wenig und dafür eine Spardose aus der ich dann schöpfen kann – kurz bevor meine Boxen leer werden.

  26. Von Lisa am 20. Juli 2016:

    Toller Beitrag und vielen Dank ! alles Liebe von Lisa

  27. Von Ute am 21. Juli 2016:

    Nach Jahren bin ich die Biester endlich los. Ein Produkt namens ‚Mottennebel‘, gibt es bei DM, tötet die lebenden Motten , die die später noch schlüpfen sind nicht lebensfähig. ein Jahr später gab es dann doch noch ein paar, habe die Prozedur wiederholt. Endlich ist es vorbei !!

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