Wenn ihr zufällig in meiner Straße, in meinem Viertel oder auch nur in meiner Stadt lebt, seid ihr vermutlich neulich Nacht, so etwa gegen zwei Uhr davon aufgewacht, dass eine Irre durch die Straßen gerannt ist und Feeertiiig!!! gebrüllt hat. Das war ich.

Der Grund dafür: Ich habe meinen Briochevron Cowl von Stephen West fertig gekriegt! Und das war eine schwere Geburt, das kann ich euch sagen.

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Entschuldigt bitte – bevor wir mit dem heutigen Blogbeitrag beginnen, muss ich eben etwas in eigener Sache loswerden.

Liebe Strickerin, die du im März bei einem Lanade-Stricktreffen im Café Vreiheit in Köln neben mir gesessen hast! Ich habe mir leider nicht deinen Namen gemerkt, weil ich an diesem Tag so viele neue Leute kennen gelernt habe. Du hattest dunkelbraunes Haar, du hast erst eine Socke aus hellem Garn, dann ein Tuch von Melanie Berg gestrickt und du hattest einen Cardigan aus Malabrigo Rios an (Farbe Plomo? Pearl Ten?). Was ich dir unbedingt noch sagen wollte: Ich liebe deinen Cardigan!

Puh, ich wäre geplatzt, wenn ich das nicht endlich losgeworden wäre. Jetzt, da das erledigt ist, kann ich euch erzählen, wie es nach diesem Stricktreffen im März weiterging. Nachdem ich den Tag damit verbracht hatte, im Café verstohlene Blicke auf den Cardigan meiner Stricknachbarin zu werfen, bin ich nach Hause gerauscht und habe mich hinter meinen Computer geklemmt, um das Strickmuster dazu zu finden. Garnstärke Worsted, verschiedene Zopfmuster mit Lochmuster-Elementen, Kapuze in glatt links – bingo! Das war der Fickle Heart von Justyna Lorkowska!

Dreimal dürft Ihr raten, wie die Geschichte weitergeht …

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Ihr habt es sicher schon gesehen: wir haben ein neues Garn von Malabrigo im Sortiment! Ich muss ehrlich gestehen, als ich zum ersten Mal gehört habe, dass ein Malabrigo-Neuzuwachs aus Merino ins Programm kommt, war mein erster Gedanke: Was kann das schon sein, was es nicht schon gibt? Denn von der zarten Lace bis hin zur fetten Chunky ist für mein Gefühl jetzt alles bei Malabrigo im Karton, was mein Herz jemals begehren könnte. Dachte ich.

Bis mir Carolin meinen ersten Strang dieses neuen Garns in die Arme drückte. Caracol heißt diese Kreation von Malabrigo und ist mal wirklich etwas Neues. Schaut selbst!

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Hach, ich bin aufgeregt. Und so vorfreudig gespannt! Es ist ein bisschen wie eine Kombination aus Weihnachten und einem Blind Date: Der Stephen West Mystery Knit-Along (mKAL) 2016 steht vor der Tür. Da er wirklich vorgestern erst angekündigt wurde, kann ich dazu noch überhaupt nichts Konkretes sagen. Nur so viel: Die Erwartungen sind hoch!

Der letztjährige mKAL war nämlich ein Riesenevent, dass nicht nur bei uns in der Facebook-Gruppe, sondern auch in der weltweiten Strickgemeinde, bei Ravelry und Instagram, ganz schön hohe Wellen geschlagen hat. Inzwischen 4256 Projekte bei Ravelry sprechen eine deutliche Sprache. Carolin berichtete euch im letzten Jahr ausführlich über den Doodler (mKAL 2015), Nina schrieb kürzlich über den Exploration Station (mKAL 2013) und ich krame, aus gegebenen Anlass, heute mal meinen im Juni abgeketteten Rockefeller (mKAL 2012) hervor.

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Kennt ihr das, wenn ihr euch auf den ersten Blick in ein Strickprojekt verliebt? Das Herz klopft, die Fingerspitzen kribbeln, man kann an nichts anderes mehr denken, als an dieses Projekt. Stundenlanges Surfen durch die Projektseiten auf Ravelry: Welches Garn passt wohl am besten? Welche Farben könnte man nehmen? Schnell mal sehen, was noch im Lanade-Lager ist …

So ist es mir mit einem der Brioche-Tücher von Stephen West ergangen. Briochexplosion heißt das Teil passenderweise, denn es ist riesengroß und vor allen Dingen bunt. Von der Konstruktion her ähnelt es dem Askews me Shawl, den Carolin euch letzte Woche vorgeführt hat, nur etwas symmetrischer und mit Zunahmen im Zick-Zack-Verlauf. So was hier:

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Madelinetosh, Madelinetosh! Seid ihr auch so begeistert über das neue Garn wie ich? Wer in diesem Augenblick ein Glas Sekt in der Hand und eine Luftschlange um den Hals hängen hat, soll „Hier!“ schreien!

Ich finde den Zuwachs im Lanade-Sortiment großartig. Als Antje mir die Neuigkeit unter dem Siegel der Verschwiegenheit zugeflüstert hat, bin ich praktisch tagelang wie der beckenschlagende Spielzeugaffe aus der Batterien-Werbung herumgelaufen. Was ist denn mit dir los? kam es dann oft. Och nix, habe ich dann gesagt. War ja alles top secret.

Der Grund für meine Euphorie liegt in den durchweg fantastischen Erfahrungen, die ich mit Malabrigo gemacht habe. Hochwertigste Wollqualitäten in einmaligen Färbungen – ein Traum. Madelinetosh ist für eine ebenso hohe Qualität und Farbvielfalt bekannt. Und das heißt: Die Auswahl an großartigem, handgefärbtem Garn vervielfacht sich mit einem Schlag. Oh Mann!

Natürlich musste ich das sofort genauer untersuchen. Ich habe deshalb ein Tuch gestrickt, das ich schon lange auf meiner Strick-mich-Liste hatte, und in dem ich Malabrigo und Madelinetosh unterbringen konnte. Na, erkennt ihr es?

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Nach unserer Färbeaktion zu Pfingsten wollten einige dieser gesträngelten Schönheiten unbedingt in Szene gesetzt werden. Da wir aber zumeist Einzelstränge – wahre Unikate eben – erschaffen hatten, stellte sich die Frage nach einem passenden Modell nicht sonderlich lange. Sucht man etwas, das optimal für jegliche Art wilden Zusammenschmeißens von Farben ist, sind die Anleitungen des Herrn West nicht fern. Wie trefflich, wenn man sich sowieso noch einige Modelle in diesem Jahr vorgenommen hat. Also Kistchen befüllt und los geht’s mit Modell 05/12.

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Strandgut

am 05. August 2016

Oh Mann, habe ich Lampenfieber. Huuu … hoffentlich geht alles gut! Durchatmen, durchatmen, eins zwei drei, la la la – was? Ich bin schon im Internet? Neiiin! Ich komm noch mal neu rein, okay? Ihr habt nichts gesehen.
Ähem.
Hallo ihr Lieben! Ich heiße euch herzlich willkommen zu einer echten Premiere: meine erste Anleitung für Lanade!

Ich habe alles in einen Topf geworfen, was ich gerne mag, alles weggelassen, was ich nicht mag, eine Priese Oho und ein paar Körnchen Aha hinzugegeben, einmal umgerührt und heraus kam dieses leichte Sommertop:

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Traurig, aber wahr: Im letzten Leben muss ich ein Schaf geschubst oder einen Topf Neonfarbe umgestoßen haben … oder irgendetwas in dieser Richtung. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass ich immer etwas hinterherhinke, wenn es um Stephen West und seine Strickmuster geht. Schlechtes Strick-Karma sozusagen.

Als eifrige Ravelry-Besucherin bin ich natürlich schon früh auf die bunten Stücke dieses außergewöhnlichen Designers gestoßen. Jeder schien etwas von ihm zu stricken, in jeder Suche tauchte mindestens eins seiner Tücher, Pullover-Dingsbumse oder Oh-Gott-sind-das-etwa-gestrickte-Unterhosen auf. Meine Reaktion war aber immer nur ein großes Fragezeichengesicht und ein vages „Meh.“ – zu bunt, zu eigenwillig, zu abgefahren.

Erst als Stephen West seine Brioche-Kollektion herausbrachte, hat es bei mir Klick gemacht und ich war mit einem Schlag ein Fan – vermutlich als allerletzte im Club. Während ich ganz aufgeregt durchs Internet gesprungen bin und „Hey Leute, kennt ihr diesen Stephen West?!“ gebrüllt habe, saßen Carolin und Antje schon auf einem mittelgroßen Berg Stephen-West-Projekte und strickten sich durch ihre 12-in-12-Challenge. Naja, besser spät als nie.

Spät dran war ich dann auch bei Stephen Wests Tuch „Samen“. Tausendmal auf Ravelry und in diversen Facebook-Gruppen gesehen, tausendmal gelangweilt weitergescrollt, selbst nachdem ich mit dem West’schen Fieber angesteckt war. Zu schlicht, zu simpel! Das ist doch nur ein Dreieckstuch mit ein paar Löchern drin, was haben die alle?

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Ein Geständnis: Ich habe da dieses Projekt. Es liegt seit Anfang März in wechselnden Körbchen, es ist präsent, es ist eigentlich auch total schön. Aber: Ich komme damit einfach nicht voran. Und nein, es sind nicht mal Ärmel oder Socken, meine persönlichen Top-Kandidaten für monatelanges UfO-Dasein. Es ist: Mr. No-no-I-ain’t-no-knitting-further-Briochevron Cowl.

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Kennt ihr die Hamburger Band Kettcar? „An den Landungsbrücken raus. Dieses Bild verdient Applaus.“ Herrlich. Diesen Text habe ich immer im Ohr, wenn ich in Hamburg bin – und ich versuche möglichst oft dort zu sein, weil die Stadt einfach toll ist. Ganz besonders hartnäckig hielt sich der Ohrwurm Anfang des Jahres, als ich mit Carolin ein Wochenende wirklich direkt über den Landungsbrücken residierte um dort von früh bis spät zu … ähm, räusper, harte Arbeit zu verrichten. Ihr wisst schon: Bestandsaufnahme, Praxisseminar Farb- und Garnberatung, Validierung der Geilheit von Shop und Blog. Und natürlich auch Akquise. Ja, aber selbstredend!

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Weekend Ahoy!

am 22. April 2016

Liebe Landratten (Seebären sind natürlich mit gemeint!), heute wird’s maritim hier! Spürt ihr die Brise? Riecht ihr das Salz? Hört ihr die Möwen geräuschvoll auf die geparkte Touristen-Blechlawine schei***? Jaaa, da merkt man gleich, dass man am Meer ist ♥ 😀

Unsere liebe Corinna, die sich gerade zur echten Strickdesignerin mausert, liebt sowohl das Strandleben als auch den damit assoziierten Kleidungsstil. Als wir sie neulich fragten, ob sie vielleicht Lust hätte – zufällig, nuuur wenn sie Zeit hätte … kein Druck, nur Wolle … na, ihr wisst ja inzwischen, wie das hier läuft ;D – eine Anleitung für uns zu schreiben, kam sie sehr kurze Zeit später mit dem ersten Entwurf für das nun folgende Schmankerl zurück.

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