Verzopfen ohne Zopfnadel

am 15. Oktober 2015

Hallo zusammen! Nachdem wir die letzten Male so überaus ausführlich über Stricknadeln gesprochen haben, dachte ich mir, wir machen heute mal extra etwas ohne Nadeln. Verzopfen nämlich ;D

Erinnert ihr euch an die tolle Weste, die Carolin ihrem Vater zum Geburtstag gestrickt hatte? Ein echtes Sahneteilchen, finde ich. Und nachdem sie im dazugehörigen Blogbeitrag schon die echten Zopfnadeln gegen eine Nadel aus dem Nadelspiel ausgetauscht hatte, möchte ich euch gleich zeigen, wie man die Hilfsnadel ganz und gar abschaffen kann – wenn man möchte …oder muss, weil man die Zopfnadel mal wieder hinters Ohr geklemmt und dort vergessen oder runtergeschmissen und verloren hat.

Die Technik eignet sich für alle Garne, die nicht zu glatt sind und sich nicht ständig teilen wollen. Sie ist leichter als man denkt und auch nur ganz kurz zwischendurch gruselig. Versprochen.

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Hallo und herzlich willkommen zu Teil zwei unserer kleinen Nadel-Typberatung! Heute dreht sich alles um das Material der vielseitig einsetzbaren (siehe letzter Teil) Strickwerkzeuge.

Hätte ich mich Mitte des 18. Jahrhunderts mit dem Thema beschäftigt, stünde hier jetzt allerhand über Walknochen und Elfenbein, aber diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Ich finde ja sowieso, dass Wale mit Knochen wesentlich geschmeidiger daherkommen als solche ohne, und dass Elfenbein in Elefantengesichtern deutlich besser aufgehoben ist.

Wobei, das muss ja kein Hinderungsgrund sein. Stellt euch vor: Mit nur zwei fügsamen und geschickten, jungen Elefanten könnte man doch innerhalb kürzester Zeit einen, sagen wir mal … Bettüberwurf auf „Nadelstärke“ 200-300 stricken. Das ergäbe wahrscheinlich selbst bei Polaris zehnfach noch ein relativ luftiges Gebilde … Aber ich schweife ab.

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Zum Stricken braucht man ja bekanntlich nicht viel: Ein schönes Knäuelchen, ein nettes Plätzchen, vielleicht eine gut geschriebene Anleitung und noch ein wohltuendes Heißgetränk für zwischendurch. Schon ist man im siebten Strickhimmel. Oder? Ach halt, da war ja noch was. Die Nadeln!

Von meinen Kursteilnehmern und einigen Bloglesern werde ich immer wieder gefragt, warum es eigentlich so verschiedene Stricknadeln gibt, was die so können und welche man wofür gebrauchen kann. Normalerweise rede ich mir dann gern den Mund fusselig und schwenke mit Begeisterung spitze Gegenstände in der Luft herum während ich mit gut einstudierten Bewegungen imaginäre Maschen zu unsichtbaren Pullovern und Socken verstricke. Aber heute gebe ich diesen kleinen Einblick in die besonders für Anfänger interessante Thematik ausnahmsweise mal gut sortiert und mit realem Strickstück bebildert aus (für euch) sicherer Entfernung. Los geht’s:

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Westwind

am 03. September 2015

Na, hattet ihr alle schöne Sommerferien? Ich bin gerade zurück von meiner kleinen Norddeutschland-Tour. Ich habe zusammen mit meiner Tochter die Familie, alte und neue Freunde besucht, Wolle verschenkt und geschenkt bekommen, Städte und Strände genossen, mit vielen verschiedenen Leuten gestrickt und als Höhepunkt das Allerheiligste betreten: das LANADE-LAGER (Groupie-Kreisch-Alarm). Es war toll! Also alles 🙂 Ein paar Impressionen konntet ihr auf meinem und auf Carolins Instagram-Account bekommen.

Aber einige Bilder haben wir euch frech vorenthalten. Zwei kleine, selbst genadelte Gepäckstücke auf der fast 2000 km langen Reise hatten ihren großen Auftritt am wunderbaren, wilden Weststrand auf dem Darß und das Ergebnis will ich euch heute zeigen.

Bild für Beitrag „Westwind“ 3

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Nein, es geht nicht um komplizierte Diäten und wild kreisende Milchsäuren 😉 Sondern um das oft bemängelte, weil eindeutig weniger ebenmäßige Gegenstück zur rechts geneigten Abnahme.

Obwohl es so viele Möglichkeiten gibt, eine links geneigte Abnahme zu produzieren, ist das Endergebnis oft eine unschöne Zick-Zack-Linie mit langgezogenen, buckligen Maschen, an denen das Auge hängenbleibt. Und deswegen will ich das Thema heute mal etwas näher beleuchten.

Bild für Beitrag „Links geneigte Abnahmen“ 1

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… oder sagen wir mal: der Pullover 😉 Denn anders als die 1-Strang/Knäuel-Projekte über die ich neulich schrieb, benötigen die meisten Strickwerke irgendwann Nachschub wegen akuter Fadenknappkeit. Wer in Reihen strickt, kann rechtzeitig am Reihenanfang ein neues Knäuel ansetzen und die heraushängenden Fäden vernähen. Doch für Rundstricker, Vernäh-Phobiker und Garnsparer stellt sich irgendwann mittendrin die Frage: Wie schaff ich’s, dass die Verbindungsstelle zwischen zwei Knäueln absolut haltbar und möglichst unsichtbar wird? Und: Welche Methode passt zu meinem Garn?

Bild für Beitrag „Neue Knäuel braucht das Land“ 5

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Sagt euch das Stichwort „Safety Line“ beim Stricken etwas? Falls ja: La la la, schönes Wetter heute, nicht? Wollt ihr nicht kurz ’ne Runde spazieren, während ich hier den Anderen …? 😉 Falls nein: Oooh, dann kommt man ran. Eine Safety Line ist ungemein praktisch. So praktisch, dass meine Anfänger im Strickkurs immer mit mir schimpfen, dass ich das erst in der fünften oder sechsten Stunde zeige. Sie hätten das gern unmittelbar nach den linken und rechten Maschen gelernt 😉

Die Safety Line oder der Rettungsfaden rettet einem nämlich den Allerwertesten, wenn man beim Stricken unschöne Fehler einbaut, dies erst einige Runden später bemerkt und/oder mit den vorhandenen Fehlerbehebungstechniken (Rückwärtsstricken, kontrolliert Maschen fallenlassen und wieder hochstricken, bis zum Anschlag ribbeln und alles in die Ecke werfen) nicht klar kommt oder grad keine Lust darauf hat. Dabei funktioniert die Safety Line beim Stricken wie das Zwischenspeichern bei Computerspielen oder die Sicherheitsstufen bei „Wer wird Millionär?“.

Bild Beitrag „Lifeline“ 3

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Mit Garn und Nadeln Schönes zu schaffen macht glücklich. Ist doch so, oder? Und wer sein Glück gern teilt, neue Inspiration sucht oder sich im Internet über sein Hobby austauschen möchte, der weiß, dass das Fotografieren irgendwie auch dazu gehört. So als Bonushobby, sozusagen 😉 Wie man auch ohne teure Spezialausrüstung und Spiegelreflexkamera schöne Fotos von seinen Werken machen kann, will ich euch heute mal kurz umreißen.

Viele von uns haben ja mittlerweile internetfähige Handys mit Kamerafunktion. Das ist wirklich superpraktisch, weil man seine Bilder dann nicht erst auf den Computer übertragen muss, um sie mit Freunden, Bekannten und der Online-Gemeinde zu teilen. Außerdem hat man sein Handy meistens griffbereit und kann quasi sofort, nachdem der letzte Faden vernäht ist, ohne viel Aufwand ein schönes Bild produzieren.

Bild Beitrag „Fototipps“ 1

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Ich bin ja auch eine Freundin der mittleren Garn- und Nadelstärken. Erstens hab’ ich es gern extra-kuschelig und zweitens kommt man beim Stricken mit Viereinhalber- oder Fünfer-Nadeln so wunderbar schnell voran. Außerdem finde ich, dass Superwash eine Supersache ist, denn nicht nur meine Kinder sauen ihre (und meine) Wollsachen gern mal ordentlich ein.

Wenn euch das genauso geht, dann bleibt ihr beim Stöbern im Lanade-Onlineshop wahrscheinlich auch oft bei DROPS Big Merino und Malabrigo Rios hängen. Zwei Garne die viel gemeinsam haben, aber trotzdem ganz unterschiedlich sind. Ich will sie heute mal für euch etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Bild Beitrag „Rios/Big Merino“ 3

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Matariki

am 01. Juli 2015

Hallo! Schön, dass ihr da seid 🙂 Auf diesen Beitrag freue ich mich schon seit letztem Frühling. Ich möchte euch heute mein „Baby“ vorstellen. Meinen Erstling in der Kategorie Anleitungen. Matariki.

Wie bei einem richtigen Baby war ich erfreut und hibbelig als es sich ankündigte, hatte so manche schlafarme Nacht und angekaute Lippen in unseren ersten Wochen und habe später beim Teststricken und nach dem Fotoshooting stolz beobachtet, wie mein „Baby“ sich in der Fremde macht 😉

Gern möchte ich euch Matarikis Geschichte erzählen – aber bestimmt wollt ihr erstmal gucken. Das ist ja immer so. Hier … ♥

Bild Beitrag „Matariki“ 6

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Genau so! Nur anders.

am 17. Juni 2015

Na ihr? Strickt ihr noch bei diesen Temperaturen? Oder seid ihr zu Tätigkeiten übergangen, die bitte nicht das Festhalten von Wolle beinhalten? Ravelry oder das gute alte Garnstudio nach neuen Anleitungen durchstöbern, zum Beispiel? Muss ja auch sein!

Apropos Anleitungen: Ich hatte mich ja schon zu Beginn als ewiger „Alles-anders-Stricker“ geoutet. Nicht aus Prinzip oder weil die Anleitungen alle fehlerhaft wären, sondern weil mir das Ausschöpfen von Möglichkeiten so viel Spaß macht 🙂

Wahrscheinlich ging es euch auch schon mal so: Ihr findet ein Modell mit wunderschönen Einzelheiten, aber die Passform steht euch nicht. Oder ihr findet eine Anleitung, die euch quasi auf den Leib geschneidert ist, aber sie hat ein unliebsames Detail. Wenn ihr das Teil so fertig auf der Stange hängend finden würdet, müsstet ihr es schweren Herzens zurückhängen.

Schade, schade! Aber halt: ihr seid hier nicht im Klamottengeschäft. Das Traumteil mit dem kleinen Haken hängt nicht fertig auf der Stange. Ihr habt, und das ist das Schöne, die Gelegenheit es zu perfektionieren. Euer Traumgarn in Traumfarbe habt ihr da (oder wisst woher ihr es bekommt 😉 ) Und der Rest wird einfach passend gemacht!

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Schönes in Reserve

am 11. Juni 2015

Sagt mal, geht euch das auch so? Ich bestelle Wolle für ein größeres Projekt, suche die benötigte Garnmenge heraus, runde großzügig auf … und nehme dann zur Sicherheit noch einen Reservestrang beziehungsweise ein Reserveknäuel dazu. Das ich nie brauche. Nie!

Und dann liegen sie da als Bodensatz in der Garnkiste herum, die Reserven. Wunderschöne Farben (die selten zueinander passen), tolle Qualitäten (aber alles unterschiedliche Garnstärken) und vor allem: von jedem nur eins. Was macht man damit?

Bild Beitrag „Schönes in Reserve“ 2

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