Heute werfen wir mal einen Blick auf das Wie und Warum des Faden(ab)wechselns. Also nicht auf das Neu-Ansetzen, wenn ein Knäuel zu Ende geht und ein weiteres eingebunden werden muss (dazu könnt ihr hier mehr lesen), sondern auf das ominöse, abwechselnde Verwenden von zwei oder mehr Garnsträngen oder -knäueln beim Verstricken von handgefärbten Garnen oder Garnen aus unterschiedlichen Partien. Braucht man das? Ja. Glaubt mir.
Wenn ihr schon mal handgefärbte Garne in der Hand hattet, kennt ihr das sicher: zwei Stränge derselben Farbe sehen sich durchaus ähnlich, oft sogar sehr ähnlich. Quasi gleich!, möchte man behaupten. Aber insbesondere bei den bunteren Farben täuscht das! Und wenn man Pech hat, enttäuscht das auch ganz schön – nämlich wenn man viele Stunden Strickarbeit hineingesteckt hat und nachher feststellt:
Heieiei, man sieht auf den ersten Blick, wo der eine Strang endet und der nächste beginnt.
… und beziehungsweise oder:
Na toll, die helleren und dunkleren Abschnitte mögen einander nicht und haben sich zusammengerottet.
Flecktarn auf zivilen Strickpullovern! Farbmagnetismus im Strickstück! Oder (ungewolltes) Colorpooling. Aber keine Panik, beides kann mit geschickter Fadenwechseltechnik vermieden werden.

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