Was, füttern muss man die Häkeltaschen auch? Was fressen die denn so? Knallerwitz! Aber gut, Ernst beiseite: Wenn ihr möchtet, könnt ihr eurer Häkeltasche noch ein schickes Innenfutter verpassen, so ist sie etwas stabiler und es können sich keine Stricknadeln aus der Tasche herausbohren! Und die Maschenmarkierer findet man auch schneller wieder. Ja ja, Handy, Schlüssel und Geld natürlich auch.

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Schönen guten Tag, liebe Mitglieder der Anonymen Strickoholiker. Mein Name ist Nina und ich muss heute mal wieder was loswerden: Ich hasse linke Maschen!

Eigentlich hätte ich ja sooo gern mehr glatt rechts gestrickte Cardigans. Aber diese langen Rückreihen aus endlos vielen linken Maschen schrecken mich jedes Mal ab. Habe ich dann doch mal ein solches Projekt auf den Nadeln, verwandle ich mich in Gollum aus dem Herrn der Ringe. Hinreihe mit rechten Maschen: Schööön, mein Schatzzzz … Rückreihe mit linken Maschen: Wäh! Garstig! Garstig!

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Man mag sie altmodisch finden, man mag sie lieben, aber um sie herum kommt man auf keinen Fall: Zopfmuster gehören zum Stricken wie die Wolle zum Schaf. Ich persönlich liebe Zopfmuster, weil sie so schön plastisch sind und aus einem glatten Gestrick etwas Dreidimensionales, Knautschbares machen.

Ich weiß noch, dass mir Zopfmuster am Anfang meiner Strickkarriere wie pure Magie vorkamen. Ich konnte damals gerade mal linke und rechte Maschen stricken und dachte, Lochmuster bekäme man durch kräftiges Ziehen an einzelnen Maschen zustande. Wie man Zöpfe erzeugt, war mir allerdings ein völliges Rätsel und hat mich deshalb total fasziniert.

Einige Zeit später kam ich dann hinter das Geheimnis der Zopfmuster und stricke sie seitdem immer wieder gerne. Doch egal wie viel Erfahrung ich im Verzopfen angesammelt habe – es passiert mir trotzdem noch, dass ich einen Zopf falsch herum drehe. Erfreulicherweise nicht mehr ganz so oft wie noch am Anfang meiner Strickzeit. Aber oft genug, um mich zu ärgern. Und um nach Möglichkeiten zu forschen, den Fehler zu reparieren, ohne alles wieder aufribbeln zu müssen. Das geht? Jawohl. Ich präsentiere euch drei Techniken zum Korrigieren von Fehlern in Zopfmustern!

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„Nadelstärke Zwei Komma Fünf? Pffft, da kann man ja direkt sticken!“ Ich weiß nicht mehr, zu welcher Gelegenheit, aber diesen Satz hat meine Mutter – ich schwöre! – irgendwann mal gesagt. Ach Mama, wenn du wüsstest …

Witzigerweise hat sie sehr gern und sehr gut gestickt, aber nur selten gestrickt. Und so musste ich mich, was Stricktipps angeht, an meine Oma halten. Von meiner Oma kommt der Satz „Nimm ’ne Vierer-Nadel, das räumt.“ Ach Oma, wenn du wüsstest …

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Colourwork und Fadenhaltung

am 28. Dezember 2018

Christmas Eve CastOn – pflegt ihr die Tradition unter StrickerInnen, an Heiligabend ein schönes Projekt anzuschlagen? Wenn ja, was habt ihr gestrickt? Ich bin neugierig 🙂 Ach, und da wir gerade dabei sind: Ich hoffe, ihr hattet schöne, stressfreie und friedliche Festtage! Da ich etwas Unterhaltungs- und Weinverträgliches am Weihnachtsabend stricken wollte, habe ich das Anschlagen meines Sipilas von Caitlin Hunter vorverlegt.

Der Sipila ist ein Rundpassenpullover (neudeutsch: Yoke) mit einem hübschen, zweifarbigen Muster an Rundpasse und Ärmeln. Mein Plan war also nun, den Colourwork-Teil mit uneingeschränkter Aufmerksamkeit in Ruhe vor Weihnachten zu genießen, sodass ich den Glatt-Rechts-Teil in Gesellschaft von Familie, zu viel Essen und Wein stricken kann.

Nun ja, der Plan ging nicht ganz auf, ich konnte nicht aufhören zu stricken, weil das Garn so weich und die Farbe so toll war – es handelt sich übrigens um die Madelinetosh TML in den Farben Lost In The Trees und Horn. Ich habe zum ersten Mal mit einem Superwash-Garn zweifarbig gestrickt und hatte dabei anfangs einige Schwierigkeiten mit meiner üblichen Fadenhaltung. Mit zehn Fingern ergeben sich aber zum Glück genug Möglichkeiten die Fäden zu halten, und einige davon möchte ich euch heute gerne vorstellen.

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Helix knitting beziehungsweise helical knitting – das klingt ziemlich abgespaced und ist sowohl einfach als auch genial. Bei dem Wort Helix habe ich ja immer sofort die DNA-Schemazeichnungen aus dem Biounterricht vor Augen. Aber keine Sorge, mit komplizierten DNA-Doppelhelix-Strängen, Mitochondrien oder Zellteilung hat das hier nichts zu tun. Eine Helix ist ja nichts anderes als eine Spirale – oder eine gute Fee! –, und dieses Bild beschreibt die Methode wirklich hervorragend.

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Vor einem Monat habe ich euch ein paar Handschuhe aus dem PomPom-Magazin vorgestellt, die mehrfarbigen Carimbo-Mitts, aus denen ich kurzerhand Fäustlinge gezaubert habe. Die Anleitung begann mit einem türkischen Maschenanschlag und ich stand erst einmal wie der sprichwörtliche Ochs vorm Berge – ähhh, was soll ich machen? Nach ein wenig Recherche war es mir dann klar und ich möchte euch gerne an meinem neu erworbenen Wissen teilhaben lassen – der türkische Anschlag kann nämlich richtig was!

Der Türke unter den Maschenanschlägen gehört zu den sogenannten Short tail cast ons, er benötigt also keinen langen Faden wie zum Beispiel der Kreuzanschlag. Dies hat den Vorteil, dass man nicht zehn Maschen vor Ende des Anschlagens ohne Faden dasteht und von vorne beginnen muss, weil man sich anfangs zu wenig Faden vom Knäuel gewickelt hat – yay!

Kurz gesagt wird der Anschlag auf zwei parallel gehaltenen Nadeln aufgewickelt. Hört sich einfach an? Ist es auch! Das Tolle an diesem Anschlag sind die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten. Einige von euch kennen diesen Anschlag vielleicht schon vom Sockenstricken, denn Toe-Up-Socken, welche von der Spitze aus nach oben hin gestrickt werden, beginnen oft mit diesem Anschlag. Er lässt sich aber auch super als provisorischer Anschlag verwenden.

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Rios – ein Kinderfreund

am 19. Oktober 2018

Kennt ihr solche Momente? Diese, in denen man sich selbst auf die Schultern klopfen möchte, ob des eigenen Gewieftseins? Als notorische Projektbeginnerin kam es in den vergangenen Jahren nicht nur viermal vor, dass ein gewissenhaft geplanter und mit Freude begonnener Kinderpullover vor dem ersten Tragen bereits verlängert werden musste oder das Kind dem Strickstück vor Vollendung gar gänzlich entwachsen war.

Wie sich zeigte – und das wird nur wenige von euch überraschen, da bin ich mir sicher – ist die Schuld hierfür eindeutig in der menschlichen Anatomie zu suchen, die standardgemäß zwei, anstatt nur eines Armes vorsieht. Ihr wisst was ich meine, nicht wahr?

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Wie aus Mitts Mittens werden

am 24. September 2018

Zugegebenermaßen ist es noch viel zu warm für fingerlose Handschuhe, ganz zu schweigen von Fäustlingen. Aber hey, es ist bald schon Oktober und der fleißige Weihnachtsmann hat seine Vorboten schon in den Supermärkten verteilt. Warum also nicht gleich auch mit der Produktion der Weihnachtsgeschenke beginnen? Handschuhe eignen sich dafür ganz hervorragend. Sie sind recht schnell gestrickt, benötigen keine Unmengen an Garn und die verfügbaren Größen sind überschaubar.

In der Frühlingsausgabe des PomPom-Magazins dieses Jahres habe ich mir schon vor einiger Zeit ein paar fingerlose Handschuhe, im englischen Mitts genannt, herausgesucht. Grade für das Verschenken finde ich sie optimal, das Muster ist schlicht, aber durch die drei Farben absolut nicht langweilig. Allerdings schwebten mir keine fingerlosen, sondern richtige, geschlossene Handschuhe alias Fäustlinge vor, also habe ich die Anleitung kurzerhand modifiziert und das Ganze natürlich für euch mitgeschrieben.

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Es gibt Strickdesigns, die möchte man wirklich, wirklich gerne stricken und dennoch schiebt man das Annadeln lange vor sich her. So erging es mir mit dem berühmten Boxy von Joji Locatelli, einem sehr locker und kastenförmig geschnittenem Pulli mit engeren Ärmeln, einem Rillendetail auf den Schultern und in meinem Fall einem V-Ausschnitt.

Dieses Design, so schlicht der Pullover auch daher kommt, ist einst so beliebt geworden, dass Joji mehrere Versionen dazu entworfen hat: das Original mit Rundausschnitt, eine Variante für dickeres Garn, eine mit Knopfdetail und den einen mit V-Ausschnitt – für jeden ist etwas dabei. Gestrickt wird dieses tolle Teil – mit Ausnahme einer Variante – aus dünnerem Garn in Sockenstärke beziehungsweise Fingering, weshalb ich mich für die Malabrigo Sock entschieden habe.

Okay – Anleitung ist da, das grüne Päckchen ebenfalls. Das Problem: Weit geschnittene Oberteile haben die Angewohnheit, mit sehr vielen Maschen pro Runde aufzukreuzen, gerade wenn sie aus schlankerem Garn gestrickt sind. Und schon kommen die ersten Bedenken, welche in Aufschieberitis enden: Das Garn ist bestellt, aber werde ich genug Ausdauer haben? Lange Nadelseile? Dicke Hornhaut auf den Fingern? Wird mir das Ding auf Dauer zu langweilig und als UFO in der Ecke landen, unstet wie ich bin? Habe ich genug trainiert, für den glatt-rechten Stockinette-Marathon, der mich ereilen wird – unsportlich wie ich bin?

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Me Knit English One Day

am 01. August 2018

„Oh, was für eine schöne Strickjacke, die würde ich gern mal machen! Ach Moment … nee, oder? Die Anleitung ist ja mal wieder auf Englisch! Mist, dann geht es halt nicht.“ – Kommt euch das bekannt vor? Habt ihr unseren Versicherungen, Strick-Englisch sei wirklich einfach zu meistern, bisher nie glauben wollen? Oder wollt ihr uns eigentlich glauben, habt aber Angst, zu verzweifeln?

Bevor ihr jetzt die Augen für immer vor englischen Anleitungen verschließt und nur noch Verena, Martina, Brigitte und ähnliches stricken müsst, veranstalten wir heute eine Nachhilfestunde. Setzt die Denker-Mützen auf (put on your thinking caps), spitzt die Bleistifte (sharpen your pencils) und los gehts (here we go)! Seid ihr dabei (are you on board)?

Ich habe eine Anleitung für diese Jacke – ja, wir gehen direkt in die Vollen! – herausgesucht, die ich mit euch Schritt für Schritt erarbeiten möchte.

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Guten Morgen, liebe Strickschulklasse! Ich freue mich, dass ihr euch alle zur zweiten Stunde des Sockenlehrganges eingefunden habt. Was höre ich da, ihr wollt hitzefrei? Kommt nicht in Frage, ihr müsst doch an eure Zukunft denken! Schon Sokrates sagte: „Wer im Juli Wollsocken strickt, hat im Dezember alle Weihnachtsgeschenke.“

Nachdem wir letztes Mal die verschiedenen Fersentypen behandelt haben, geht es heute um Sockenspitzen. Wie auch schon neulich bei den Fersen, rate ich euch auch hier bei Interesse zur Anschaffung eines guten Grundlagenbuches, damit ihr alle Tabellen, Detailanleitungen und so weiter zur Hand habt. Einen kleinen Überblick könnt ihr aber jetzt schon bekommen.

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