Heute möchte ich euch ein Geständnis ablegen: ich bin tüchersüchtig. Wenn ich aus irgendeinem Grund nichts anderes mehr als Tücher stricken dürfte, wäre ich absolut nicht traurig und hätte spontan genug Anleitungen im Hinterkopf, um mich für die nächsten zehn Jahre oder so zu beschäftigen. Braucht man so viele Tücher? Ist mir schnurz! Drogen sind teurer und unkuscheliger, also gibts nix zu meckern.

Tücher stricken hat viele schöne Vorteile. Zum Beispiel, dass man in überschaubarer Zeit mit einem Tuch fertig werden kann, dass man auch nach drei Stück Kuchen noch reinpasst, dass man sie hervorragend verschenken kann … und dass man an ihnen etwas Neues ausprobieren kann, ohne im Ernstfall gleich Garn in Pullovermenge in den Sand gesetzt zu haben.

Bei meinem neuesten Tuch habe ich gleich zweimal Neues ausprobiert. Nummer eins: Madelinetosh Pashmina! Diesem luxuriösen Garn habe ich schon lange sehnsüchtig nachgeseufzt, habe mich dann aber immer in letzter Sekunde für eine der anderen Madelinetosh-Varianten entschieden. Dann tut es nicht so weh, wenn der Pullover oder die Jacke nichts wird, dachte ich mir immer. Aber da das nicht ewig so weitergehen kann, habe ich mir ein Herz gefasst und mich bei dem tollen „Chances Wrap“ von Charlotte Bory an den Angstgegner Pashmina getraut. Da brauchte ich nämlich erstmal nur einen Strang für.

Bild für Beitrag „Chances“ 3

(mehr …)

Wie überall, gibt es ja auch beim Stricken mehr oder weniger langlebige Trends und Moden. Und wenn man sich bei Ravelry umschaut, scheint das Marlen (auf deutsch etwa melieren) derzeit der Hit zu sein. Völlig zu Recht, wenn ihr mich fragt, marlen macht nämlich Spaß und führt zu sehr schönen und oft auch sehr individuellen Strickstücken, in denen Lieblingsfarben und praktischerweise auch tausend kleine Reste zu einem Ganzen verschmelzen.

Ein paar Beispiele zum Anfixen und überzeugen? Gern. Der Dip Dye Sweater und auch die Dip Dye Jacke von Camilla Vad (hier gehts zu Ninas Version), die Vanilla Fog Mütze von Andrea Mowry und der Marled Mania Sweater, Marled Magic Shawl und Dotted Rays – Speckled Fade von Stephen West.

Man kann die bunte Technik aber auch relativ leicht in eigentlich ein- oder zweifarbige Projekte, wie etwa unseren Hosenmatz, einbauen und sie so noch fröhlicher und individueller machen. Wie das geht und was es mit den Marl-Mätzchen auf sich hat, zeige ich heute 🙂

Bild für Beitrag „Marlmatz“ 6

(mehr …)

Wenn ich so auf meine Strickgeschichte zurückblicke, kann ich beinahe so etwas wie Strick-Lebensphasen erkennen. Am Anfang herrschte bei mir jugendlicher Übermut: Alles haben wollen, alles ausprobieren wollen, alles mal anstricken. Okay, größtenteils geht es bei mir heute auch noch so. Trotzdem haben sich nach den ersten wilden Jahren bei mir doch ein paar Vorlieben und starke Meinungen hinsichtlich Wolle herausgebildet und das war dann die zweite Lebensphase. Ich liebe Merino, ich hasse Mohair und niemals stricke ich dieses oder jenes … Ihr wisst, was ich meine?

Und nun finde ich mich langsam in der dritten Lebensphase der weisen Strickdame (oder zumindest hoffe ich das). Dazu gehört, dass ich etwas gelassener bin, etwas offener – und dass ich Sachen stricke, von denen ich jahrelang behauptet habe, dass ich sie nie, nie, nie stricken und ewig hassen würde. Und dass ich sie dann auch noch gut finde! Zum Beispiel das hier.

Bild für Beitrag „DROPS Andes“ 5

(mehr …)

Frohes Neues! Okay, ich bin vielleicht ein bisschen spät dran mit meinen Neujahrsgrüßen. Aber für mich ist der Jahreswechsel noch so frisch, was vor allem an meinen vielen guten Vorsätzen liegt, die ich für 2018 gefasst habe.

Guter Vorsatz Nummer 1: Viel stricken. Super, kann ich schon mal für jeden Tag bisher einen dicken, fetten Haken dranmachen! Da geht es direkt doppelt motiviert weiter.

Guter Vorsatz Nummer 2: Endlich all diese Ideen umsetzen, um die ich seit Ewigkeiten herumschleiche. Ich sehe immer so viele tolle Anleitungen auf Ravelry, die mich total begeistern, die ich dann aber nie stricke, weil ich mir unsicher bin, ob ich das dann überhaupt tragen kann. Stephen Wests Enchanted Mesa finde ich zum Beispiel extrem toll, habe mich aber einfach noch nicht rangetraut. Dieses Jahr ganz bestimmt!

Vorher habe ich aber ein anderes Projekt in Angriff genommen, das ich mir schon lange vorgenommen hatte. Erinnert ihr euch noch an meinen Dessine-moi aus DROPS Flora in Schwarz und DROPS Delight in Türkis/Lila? Ich war damals extrem begeistert von dem Pullover (und bin es noch heute) und wollte immer ein helles Gegenstück dazu stricken. Ich gebe zu, ich habe schon vor dem Jahreswechsel damit angefangen. Gilt aber trotzdem als umgesetzter guter Vorsatz für 2018, finde ich.

Bild für Beitrag „Einhorn“ 1

(mehr …)

Eine wie Alaska

am 19. Dezember 2017

Leute, ihr wisst, dass ich mich für ein weiches Merinogarn, Kaschmir und sogar das eine oder andere Alpaka bis zur Besinnungslosigkeit begeistern kann. Heute möchte ich allerdings mal ein Garn lobend hervorheben, das eigentlich nur aus ganz schnöder Schafwolle besteht: DROPS Alaska.

Die gute Alaska als kuschelweich zu bezeichnen, wäre wirklich eine Übertreibung. Aber es gibt Projekte, da muss Garn für mich gar nicht so schrecklich weich sein. Und es gibt Projekte, wo es sogar besser ist, ein etwas festeres, rustikaleres Garn zu haben. Klar, rund um den Hals darf nichts kratzen oder pieksen. Bei einem Winterpulli dagegen, den man nie auf nackter Haut trägt, kann die DROPS Alaska ihre Vorzüge richtig gut ausspielen. Ich habe mir vor Kurzem diesen hier gestrickt:

Bild für Beitrag „Alaska“ 3

(mehr …)

Hallöchen zusammen, ich bin’s wieder! Im Beitrag über meinen Lieblingspullover habe ich euch damals einen Mesa unterschlagen. Aber das ging nicht anders, der war geheim! Ich erzähle die Geschichte mal von vorne, okay?

Es war einmal eine holde Maid mit (überwiegend) güldenem Haar im schönen Rheineland, die bekam an einem kalten Tage im zweiten Monde Besuch von ihrer lieben Freundin aus dem hohen Norden. Also buk sie einen Kuchen, machte sich in der Pferdebahn auf den beschwerlichen Wege zur Eisenbahnstation, um die Dame vom Lande standesgemäß zu ihrer Heimstatt zu geleiten.

Diese offenbarte ihr dann beim Kuchenschmausen und Kaffeeschlürfen gar aufregende und herzerwärmende Neuigkeiten: ein Putzmacher Wollgeschäft wird eröffnet!  Und die Freundin vom Lande sei jetzt in, nun ja, … Umständen.

Unsere holde Maid errötete ob der anzüglichen Neuigkeiten und der großen Freude, ihr Herzchen pochte gar so schnell! Vor lauter Freude aß sie noch ein zwei Stück des wirklich infernalisch guten Kuchens.

Als sie einige Zeit später mit verklebtem Antlitze und schmerzendem Leibe wieder zu Bewusstsein kam, war die liebe Freundin schon wieder abgereist – war eine Stippvisite –, und im zuckerumnebelten Köpfelein der Maid reifte ein fürwahr gewitzter Gedanke. Ein Baby-Mesa!

Und so kam es, wie es kommen musste: Sie ging an ihre Restekiste und strickte. Und heraus kam …

Bild für Beitrag „Mini-West“ 7

(mehr …)

Häkeltipp: Hotel of Bees

am 07. November 2017

Ich weiß nicht genau, wie mir das passieren konnte, aber ich bin im Moment voll im Tuchfieber. Tücher waren eine meiner Einstiegsdrogen des Strickens, bis ich mich dann an Pullover & Co. gewagt habe und jahrelang kaum Tücher auf den Nadeln hatte. Dieses Jahr hat es mich dann ganz plötzlich wieder gepackt: Ich brauche mehr Tücher! Der Regenwetter-MKAL von Antje und Corinna kommt mir da gerade recht. Vorher habe ich mir aber noch ein kleines Schätzchen als Appetithappen gegönnt. Schaut mal!

Bild für Beitrag „Bees“ 5

(mehr …)

Heute kann ich euch endlich ein Projekt zeigen, um das ich seit gefühlten Ewigkeiten herumschleiche und für das ich gefühlt zwei Ewigkeiten zum Stricken gebraucht habe. Reine Übertreibung, ich weiß. Aber trotzdem.

Bild für Beitrag „Threshold“ 1

(mehr …)

Kleinigkeiten und Lebenszeichen

am 29. September 2017

Ab und an hat einen der Alltag ganz gut im Griff – kennt ihr, oder? In diesem Jahr kam bei mir zum Alltäglichen derart viel Neues und Spannendes hinzu, dass das Schreiben leider stark in den Hintergrund rücken musste. Wie ihr vielleicht gemerkt habt; wie vielleicht auch ein wenig bemängelt wurde.

Doch neben stetig wachsendem Babybauch, Ladeneinrichtung und -eröffnung desselbigen, wollte ja auch der Shop und – nicht zu vergessen – meine komplette Familie ein Scheibchen Liebe von mir abhaben. Seit dieser Woche nun habe ich einen Gang zurückgeschaltet. Endlich. Unser Baby ist quasi fertig ausgebrütet und wird nicht nur von allen sehnlich erwartet, es kann nun einfach auch jeden Tag so weit sein. Und mal ehrlich, wer will im Falle des Falles schon im Laden oder Lager stehen? Die gute Wolle!

Gestrickt habe ich in diesem Jahr so einiges, zu sehen bekommen habt ihr wohl leider eher weniger. Wer aber ein wenig unseren Instagram-Account verfolgt, konnte zumindest erahnen, was mir so über die Nadeln wanderte. Interessanterweise waren das überraschend wenig Babysachen! Gerade mal zwei kleine Hauben sind es bis dato geworden. Ich bin tatsächlich selbst sehr erstaunt.

Bild für Beitrag „Qwist Mitts“ 1

(mehr …)

Inspiration ist eine eigenartige Sache. An manchen Tagen muss man sie händeringend suchen, bis man sich irgendwann fragt, ob sie sich vielleicht völlig aus dem Staub gemacht hat. Und dann wieder schleicht sie sich von hinten an, springt einem huckepack auf den Rücken und schreit „Hüah, hüah!“. Was für ein Leben!

Die Inspiration zu meinem letzten Pullover kam ganz unschuldig in Einzelteilen und über mehrere Monate verteilt daher. Das hab ich im Griff, dachte ich. Denkste.

Erste Inspiration: Ravello

Vor laaanger, langer Zeit im Jahre 2014 begab es sich, dass Caro hier im Blog zwecks Demonstration der damals brandneuen DROPS Cotton Merino den Ravello-Pullover einer unserer Kundinnen zeigte. Liebe auf den ersten Blick!

(mehr …)

Erinnert ihr euch an Carolins Beitrag zum Nordic Summer? An den musste ich sofort denken, als DROPS in diesem Sommer das neue Garn Nord in den Handel gebracht hat. Nicht nur wegen des Namens, sondern auch weil diese beiden – der leichte Pulli mit der eleganten Fair-Isle-Passe und das formstabile, seidig weiche Garn – hervorragend zueinander passen würden.

Und nicht nur dieses Sahnestückchen, auch jede Menge andere Projekte haben auf die DROPS Nord geradezu gewartet! Aus Alpaka superfine, peruanischer Hochlandwolle und etwas Polyamid lässt sich echt eine ganze Menge machen! Sie erschien mir so vielversprechend, dass ich unsere liebe Kundin Daniela fragte, ob sie nicht Lust hätte, das neue Garn ausführlich zu testen – ihr erinnert euch vielleicht noch an ihren wunderschönen Rastita Cowl oder ihr strahlendes Seashell-Tuch? Und ratet mal: Sie hatte Lust, und zwar quasi gleich sofort! Heute berichtet sie euch, wie sie das neue Schätzchen erlebt hat. Danke Daniela ♥

Bild für Beitrag „Test DROPS Nord“ 1

(mehr …)

Kennt ihr die Geschichte vom kleinen Prinzen? „Mal’ mir ein Schaf!“ ist das erste, was er vom Bruchpiloten und Erzähler verlangt, als er ihm in der Wüste begegnet. Der überreicht ihm nach einigen Fehlversuchen schließlich statt einer Schafszeichnung die Zeichnung einer Kiste und sagt ihm, er solle sich einfach vorstellen, dass da sein Schaf drin stecke. Der kleine Prinz freut sich – ein vorgestelltes Schaf ist schöner als eines, das der Verstand konstruiert und aufgezeichnet hat.

Bild für Beitrag „Dessine-Moi“ 1

(mehr …)