Seid ihr alle gut durch diesen schrecklich kalten Winter gekommen? Ich werde bei diesen arktischen Temperaturen ja immer zum Eichhörnchen und überlebe allein durch einen großen Vorrat an Tee, Schokolade und warmen Wollsocken. Tee und Schokolade sind langsam aufgebraucht, die Socken dagegen sind noch da. Deshalb dachte ich mir, ich erzähle euch heute mal was über meine liebsten Sockenkonstruktionen.

Bild „Sockentypen Teaser“ für Beitrag „Sockentypen“

Sockentypen und -anleitungen gibt es ja wie Sand am Meer und in den wildesten Ausführungen. Das wichtigste an einer Socke ist aber eigentlich immer die Ferse. Sie bestimmt, wie gut die Socke sitzt und dadurch oft auch, wie gut sie aussieht. Sie sind aber auch so ziemlich das komplizierteste an der ganzen Socke – die Wahl der richtigen Ferse ist also etwas, was man sich durchaus im Vorfeld überlegen sollte. Schauen wir uns die Klassiker mit ihren Vor- und Nachteilen einmal an.

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Heute möchte ich euch ein Geständnis ablegen: ich bin tüchersüchtig. Wenn ich aus irgendeinem Grund nichts anderes mehr als Tücher stricken dürfte, wäre ich absolut nicht traurig und hätte spontan genug Anleitungen im Hinterkopf, um mich für die nächsten zehn Jahre oder so zu beschäftigen. Braucht man so viele Tücher? Ist mir schnurz! Drogen sind teurer und unkuscheliger, also gibts nix zu meckern.

Tücher stricken hat viele schöne Vorteile. Zum Beispiel, dass man in überschaubarer Zeit mit einem Tuch fertig werden kann, dass man auch nach drei Stück Kuchen noch reinpasst, dass man sie hervorragend verschenken kann … und dass man an ihnen etwas Neues ausprobieren kann, ohne im Ernstfall gleich Garn in Pullovermenge in den Sand gesetzt zu haben.

Bei meinem neuesten Tuch habe ich gleich zweimal Neues ausprobiert. Nummer eins: Madelinetosh Pashmina! Diesem luxuriösen Garn habe ich schon lange sehnsüchtig nachgeseufzt, habe mich dann aber immer in letzter Sekunde für eine der anderen Madelinetosh-Varianten entschieden. Dann tut es nicht so weh, wenn der Pullover oder die Jacke nichts wird, dachte ich mir immer. Aber da das nicht ewig so weitergehen kann, habe ich mir ein Herz gefasst und mich bei dem tollen „Chances Wrap“ von Charlotte Bory an den Angstgegner Pashmina getraut. Da brauchte ich nämlich erstmal nur einen Strang für.

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Wenn ich so auf meine Strickgeschichte zurückblicke, kann ich beinahe so etwas wie Strick-Lebensphasen erkennen. Am Anfang herrschte bei mir jugendlicher Übermut: Alles haben wollen, alles ausprobieren wollen, alles mal anstricken. Okay, größtenteils geht es bei mir heute auch noch so. Trotzdem haben sich nach den ersten wilden Jahren bei mir doch ein paar Vorlieben und starke Meinungen hinsichtlich Wolle herausgebildet und das war dann die zweite Lebensphase. Ich liebe Merino, ich hasse Mohair und niemals stricke ich dieses oder jenes … Ihr wisst, was ich meine?

Und nun finde ich mich langsam in der dritten Lebensphase der weisen Strickdame (oder zumindest hoffe ich das). Dazu gehört, dass ich etwas gelassener bin, etwas offener – und dass ich Sachen stricke, von denen ich jahrelang behauptet habe, dass ich sie nie, nie, nie stricken und ewig hassen würde. Und dass ich sie dann auch noch gut finde! Zum Beispiel das hier.

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Frohes Neues! Okay, ich bin vielleicht ein bisschen spät dran mit meinen Neujahrsgrüßen. Aber für mich ist der Jahreswechsel noch so frisch, was vor allem an meinen vielen guten Vorsätzen liegt, die ich für 2018 gefasst habe.

Guter Vorsatz Nummer 1: Viel stricken. Super, kann ich schon mal für jeden Tag bisher einen dicken, fetten Haken dranmachen! Da geht es direkt doppelt motiviert weiter.

Guter Vorsatz Nummer 2: Endlich all diese Ideen umsetzen, um die ich seit Ewigkeiten herumschleiche. Ich sehe immer so viele tolle Anleitungen auf Ravelry, die mich total begeistern, die ich dann aber nie stricke, weil ich mir unsicher bin, ob ich das dann überhaupt tragen kann. Stephen Wests Enchanted Mesa finde ich zum Beispiel extrem toll, habe mich aber einfach noch nicht rangetraut. Dieses Jahr ganz bestimmt!

Vorher habe ich aber ein anderes Projekt in Angriff genommen, das ich mir schon lange vorgenommen hatte. Erinnert ihr euch noch an meinen Dessine-moi aus DROPS Flora in Schwarz und DROPS Delight in Türkis/Lila? Ich war damals extrem begeistert von dem Pullover (und bin es noch heute) und wollte immer ein helles Gegenstück dazu stricken. Ich gebe zu, ich habe schon vor dem Jahreswechsel damit angefangen. Gilt aber trotzdem als umgesetzter guter Vorsatz für 2018, finde ich.

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Ihr wisst es so gut wie ich – das eigentliche Stricken macht beim Stricken nur die halbe Miete aus. Die andere Hälfte besteht aus sehnsüchtigem Surfen durch Ravelry, Niederschreiben von meterlangen Strick-Ich-Mal-Listen, Planen konkreter Projekte, Maschenproben, Ribbeln, Fäden vernähen sowie dem Blocken und Spannen des fertigen Strickstücks. Letzteren Punkt wollen wir uns heute mal genauer ansehen.

Es gibt Projekte, die sind sozusagen fertig, sobald man das letzte Fädchen abgeschnitten hat. Einfache Schals zum Beispiel, viele Mützen oder auch Socken gehören dazu. Viele, viele Projekte allerdings kommen eher unspektakulär von den Nadeln. Lace sieht meistens erstmal nicht so überwältigend aus, Fair Isle wirkt erstmal hubbelig und verzogen und selbst glatt rechts Gestricktes wirkt bei einigen Garnen erstmal etwas unregelmäßig. In diesen Fällen steht ein entspannendes Bad mit anschließender Trocknungszeit an.

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Eine wie Alaska

am 19. Dezember 2017

Leute, ihr wisst, dass ich mich für ein weiches Merinogarn, Kaschmir und sogar das eine oder andere Alpaka bis zur Besinnungslosigkeit begeistern kann. Heute möchte ich allerdings mal ein Garn lobend hervorheben, das eigentlich nur aus ganz schnöder Schafwolle besteht: DROPS Alaska.

Die gute Alaska als kuschelweich zu bezeichnen, wäre wirklich eine Übertreibung. Aber es gibt Projekte, da muss Garn für mich gar nicht so schrecklich weich sein. Und es gibt Projekte, wo es sogar besser ist, ein etwas festeres, rustikaleres Garn zu haben. Klar, rund um den Hals darf nichts kratzen oder pieksen. Bei einem Winterpulli dagegen, den man nie auf nackter Haut trägt, kann die DROPS Alaska ihre Vorzüge richtig gut ausspielen. Ich habe mir vor Kurzem diesen hier gestrickt:

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Mosaik, c’est fantastique!

am 12. Dezember 2017

Ich weiß ja nicht, wie es euch da geht, aber ich liebe mehrfarbige Strickstücke. Ich könnte Ewigkeiten damit verbringen, mir Farbkombinationen zu überlegen, und dann noch mal eine ganze Ewigkeit obendrauf, um die passenden Projekte dafür zu finden.

Tatsächlich habe ich den Verdacht, dass ich viel mehr Zeit auf Träumen und Planen verwende, als auf das tatsächliche Stricken. Wisst ihr, was super wäre? Wenn ich so etwa zwei Drittel meiner Ideen irgendwo in Auftrag geben könnte! Dann würde endlich alles umgesetzt werden, was mir so vor Augen schwebt … Freiwillige?

Aber ich schweife ab. Eigentlich wollte ich nämlich heute nicht meine Projekte delegieren, sondern euch eine Farbstrick-Technik vorstellen. Denn so gern ich auch mehrfarbig stricke, ich mag nicht immer nur geringelte Sachen machen und für Fair Isle, Intarsia und Doubleface habe ich auch nicht immer die Muße. Versteht mich nicht falsch, alle diese Techniken haben ihren Platz in meinem Herzen. Aber manchmal möchte ich einfach nur friedlich Reihe für Reihe vor mich hinstricken, ohne mehrere Fäden nacheinander oder gleichzeit managen zu müssen.

Zum Glück gibt es Mosaikmuster! Die Mosaik-Technik ist eine mehrfarbige Stricktechnik, die auf den ersten Blick dem Fair Isle sehr ähnlich sieht:

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Ach Kinder, war das schön! Vier Wochen lang haben wir zusammen das Regentag-Tuch von Corinna Tengler als Mystery-Knit-Along gestrickt und dabei hat der Austausch auf Facebook & Co. mindestens genauso viel Spaß gemacht wie das Stricken selbst. Und obendrein ist auch noch ein fantastisches Tuch dabei herausgekommen!

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Und weil es so schön war, möchte ich die Zeit noch einmal Revue passieren lassen. Seid ihr dabei?

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Socken sind ja stricktechnisch so eine Welt für sich, ne? Nicht nur, dass es die großartigsten selbstmusternden Garne gibt, die schon aus dem simpelsten Socken ein kleines Kunstwerk machen. Nein, es gibt auch noch unzählige Designer, die sagenhafte Kreationen mit Fair Isle, Lace und Zöpfen auf kleinstem Raum unterbringen. Doch obwohl ich wirklich gerne Socken stricke und im Winter praktisch nichts anderes trage (an den Füßen, versteht sich), zögere ich gerade bei den wirklich schönen Mustern oft, sie umzusetzen.

Oft finde ich es einfach zu schade, solche detailreichen Designs einfach in Schuhen und unter Hosenbeinen verschwinden zu lassen. Und manchmal, muss ich zugeben, bin ich auch einfach zu faul, mich mit einem aufwändigen Muster durch eine ganze Socke inklusive Ferse, Zwickel und Spitze zu arbeiten. Mein Plan B für jedes Muster lautet deshalb: Stulpen!

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Der große Baby(mützen)-Boom

am 21. November 2017

Ich weiß nicht, ob irgendwas in der Luft liegt, aber im Moment scheinen die Babys nur so aus dem Boden zu schießen. Wohin ich im Freundes- und Familienkreis auch schaue: Babybäuche und Babys, so weit das Auge reicht!

Als Strickwillige freut mich das natürlich sehr. Babys haben gleich zwei entscheidende Vorteile: Sie sind sehr klein (und damit schnell bestrickbar) und sie können sich nicht beschweren, wenn man ihnen irrsinnig süße Sachen strickt (und wenn sie es doch tun, hört niemand auf sie). Wenn, wie jetzt, auch noch eine kalte Jahreszeit dazu kommt, fängt bei mir die Großproduktion kleiner Stricksachen an.

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Häkeltipp: Hotel of Bees

am 07. November 2017

Ich weiß nicht genau, wie mir das passieren konnte, aber ich bin im Moment voll im Tuchfieber. Tücher waren eine meiner Einstiegsdrogen des Strickens, bis ich mich dann an Pullover & Co. gewagt habe und jahrelang kaum Tücher auf den Nadeln hatte. Dieses Jahr hat es mich dann ganz plötzlich wieder gepackt: Ich brauche mehr Tücher! Der Regenwetter-MKAL von Antje und Corinna kommt mir da gerade recht. Vorher habe ich mir aber noch ein kleines Schätzchen als Appetithappen gegönnt. Schaut mal!

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