Eek! Steek!

Jetzt wird’s spannend, Leute! Der eine oder andere hatte ja vielleicht in ganz verzweifelten Frustsituationen schon Gewaltphantasien gegenüber seinen Strickprojekten, aber was heute kommt, beinhaltet tatsächlich zunächst intakte Maschen, eine Schere und dennoch einen Ausgang weit abseits vom Finale der Nibelungensaga (alle sterben) – sondern ein äußerst geniales Endergebnis, das einem im Idealfall sogar (Ritterschlag!) einen der meist gehassten Fertigstellungsschritte der Welt erspart.

Neugierig? Dann lasst euch von unserer lieben Havariemarie begeistern. Sie erklärt nicht nur, wie dieses Wunderwerk funktioniert, sondern versorgt euch auch gleich mit einer passenden Anleitung in ihrem eigenen Blog. Fantastisch, nicht wahr?

Bild für Beitrag „Steeken“

Herzlich willkommen, meine Damen und Herren, in meiner kleinen Kuriositätenshow! Kommen Sie nur munter hereinspaziert und erleben Sie selbst, wie dieser bezaubernde junge Pullover von unserer Schere erbarmungslos entzwei geschnitten wird, nur um dann – Simsalabim! – als formvollendete Strickjacke vor Ihre staunenden Augen zu treten. Unmöglich? Mitnichten, meine Damen und Herren! Schauen Sie und staunen Sie – hier ist wahre Magie am Werk!

Okay, ich will ehrlich sein. Ich zeige euch heute keine Magie, sondern eine Stricktechnik, die in Wirklichkeit ganz einfach nachgearbeitet werden kann: Steeking!

Steeking ist eine ganz wunderbare Erfindung für Leute wie mich, die gern in Runden stricken, damit aber zum Beispiel bei Strickjacken naturgemäß nicht weit kommen. Auch gut ist die Technik für Norwegermuster, Fair Isle und dergleichen vielfarbige Geschichten geeignet, bei denen man mit den Rückreihen zu knapsen hat. Das Prinzip ist einfach: Man stricke einen Pullover und schneide ihn vorne auf – fertig ist die Strickjacke.

Ja, genau so ein Gesicht habe ich auch gemacht, als ich das zum ersten Mal gehört habe. Aber lasst euch sagen: Es funktioniert! Man muss nur das Strickstück rechts und links des Schnittes absichern, dann können die offenen Maschen nirgendwo hinflutschen, Ehrenwort. Unverzwirntes Schafswollgarn soll Legenden zufolge auch ohne Sicherungsnaht gesteekt werden können. So mutig bin dann aber auch ich nicht. Alles andere zeige ich euch jetzt.

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Um euch das Steeking zeigen zu können, habe ich diesen Pullover aus der DROPS Karisma gestrickt. Die Karisma eignet sich gut für die Technik, weil sie etwas rustikaler ist und sich die Fasern tendenziell besser aneinander festhalten können als bei flutschig-geschmeidigem Merino.

Ich habe mich für Regenbogenkringel entschieden, weil das schon lange auf meiner Liste stand. Die Rundenanfänge habe ich genau in der Mitte stattfinden lassen, um mich nicht mit sauberen Übergängen rumplagen zu müssen – da schneide ich ja gleich eh mitten durch. Die Runden vorne beginnen zu lassen hat auch noch einen anderen Vorteil, den ihr gleich sehen werdet.

Das Muster für den Cardigan findet ihr übrigens auf meinem Blog. Kommen wir zum Eingemachten! Sobald der Pullover fertiggestellt und tränenreich Abschied genommen wurde, werden die Maschen beidseitig der Schnittlinie in der Mitte der Front abgesichert. Dafür gibt es drei Methoden:

  1. Nähen mit der Nähmaschine
  2. Nähen mit der Hand
  3. Häkeln mit Kettmaschen

Nähen mit der Nähmaschine

Muss nicht groß erklärt werden, denke ich. Nähmaschine an, Faden rein, zippzapp, fertig. Ein einfacher Stich mit kurzer Stichlänge genügt. Wenn man auf der sicheren Seite sein will, kann man auch mehrmals drübernähen, davon sieht man hinterher nichts mehr. Die anderen beiden Methoden gehen so:

Nähen mit der Hand

Diese Methode hat den Vorteil, dass die Naht nicht zu sehr aufträgt. Man muss allerdings Anfang und Ende des Nähfadens gut sichern, sonst löst sich die ganze Sicherungsnaht in einem ungünstigen Augenblick und eure Schnittkante ribbelt sich auf. Zur Beruhigung: sobald ihr die Knopfleiste angestrickt habt, liegt nicht mehr viel Spannung auf der Sicherungsnaht, deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unglück passiert, recht gering. Ihr könnt aber auch alle paar Zentimeter euren Arbeitsfaden unauffällig verknoten, wenn ihr euch dann besser fühlt. Ich habe es auch so gemacht.

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Ihr sucht euch einfach die Maschenspalte eine oder zwei Maschen neben der Mitte des Pullovers und umwickelt sie mit eurem Arbeitsfaden. Das Ganze muss nicht schön werden, nur ordentlich straff sollte die Naht sitzen.

Es ist übrigens egal, ob ihr die Naht von der Vorder- oder Rückseite anbringt, da die gesamte Kante hinterher verschwindet. Sucht euch deshalb die Seite aus, mit der ihr besser arbeiten könnt.
Anfang und Ende werden so gut wie möglich gesichert und nach innen gezogen.

Häkeln mit Kettmaschen

Das Verhäkeln finde ich immer etwas vertrauenswürdiger als das Nähen, weil sich beim Häkeln die einzelnen Maschen noch mal in sich festziehen und dadurch stabiler halten. Nachteil: Die gehäkelte Naht trägt etwas stärker auf. Dem kann man entgegenwirken, indem man etwas dünneres Garn verwendet als das Strickstück hat, aber zu dünn darf man auch nicht werden, wenn man nicht will, dass die Naht das Strickstück zum Kräuseln bringt.

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Bei der Häkel-Variante setzt ihr einfach zwei Maschen neben der Mitte eine Naht aus Kettmaschen, das heißt, ihr geht mit der Häkelnadel durch eine gestrickte Masche (1), holt euch eine Schlaufe aus dem Arbeitsfaden raus (2) und zieht sie durch die Masche, die ihr noch auf der Häkelnadel habt (3). Und immer so weiter.

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Auch hier Anfang und Ende sichern und unauffällig reinziehen, damit hinterher nichts mehr hervorlugt. Und dann seid ihr fertig für den großen Zaubertrick!

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Einmal tief durchatmen und los: Schneidet genau in der Mitte zwischen zwei Maschenspalten die Front auf. Nur Mut!

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Tadaa! Applaus!
Praktischer Nebeneffekt: Die gefühlt dreihunderttausend Fadenenden, die alle auf der Innenseite liegen, kann ich jetzt einfach abschnibbeln. Heute muss ich euch nicht vernähen, ihr kleinen Biester!

Jetzt müsst ihr nur noch entlang der frisch geborenen Kante Maschen aufnehmen (natürlich so, dass die Sicherungsnaht innen liegt) und die Knopfleiste anstricken. Meiner Erfahrung nach funktioniert es ganz gut, wenn man jede dritte Masche der Front beim Aufnehmen der neuen Maschen überspringt. So sitzt dann die Knopfleiste schön glatt.

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Die Sicherungsnaht liegt unsichtbar dahinter und wird sogar noch etwas unsichtbarer, wenn ihr sie in einer unauffälligeren Farbe macht.

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Die Knopfleiste gleicht auch das Stück des Umfangs aus, den ihr durch das Zerschneiden und die Sicherungsnähte verloren habt. Ihr müsst deshalb in der Regel keine Extramaschen für den Steek einrechnen wenn ihr euer Projekt plant, sondern könnt einfach die Maschenzahl für einen gut passenden Pullover wählen.

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Und das war auch schon der große Zaubertrick, meine Damen und Herren! Ihr wart ein fantastisches Publikum, vielen Dank!

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Kommentare

  1. Von Sabine am 15. Februar 2016:

    Hallo zusammen,

    Ihr ahnt ja nicht, wie lange ich schon um ein solches Projekt herum schleiche….Das Muster und die Wolle in Drops Alpaka liegt schon länger da und ich traute mich nicht, weil ich der Nähmaschinennaht nicht traue ;-((

    Ich muss noch zwei Projekte fertig machen und dann gehe ich es an… mit der Häkelkante

    Danke für die schöne Anleitung

    • Von Antje am 16. Februar 2016:

      Hallo Sabine,
      musst du dir erst noch Mut anstricken? 😀 Na dann mal los und viel Erfolg! Liebe Grüße!

  2. Von Petra P. am 15. Februar 2016:

    Super erklärt, liebe H-Marie und der alte Pulli ist nun eine neue Jacke geworden und passt Dir ausgezeichnet . .Ich habe das auch schon einmal gemacht.Da ich ganz sicher gehen wollte, habe ich erst die Nähmaschine eingesetzt, dann noch von Hand einen Rand durch die Maschen genäht und zu guter Letzt einen Reissverschluß eingenäht.. Dabei war die Nähnaht von Hand ein guter Randverziehrer. Habe ich wieder einmal so einen fiesen Fleck im Vorderteil, werde ich Deine Methode anwenden und einfach einen Knopfrand anstricken,. Vielen Dank für Deinen guten Tip.
    liebe Grüße in den Norden an Euch alle

  3. Von Bettina am 16. Februar 2016:

    Uhlala, ich werde es auch mal probieren. Ich bin immer noch unnahbar fern von meinen Wollbergen und habe keine Projektwolle mehr 🙁 das ist übrigens eine Super GAU. Was ich aber zur Hand habe ist ein Rest in DK Stärke. Vielleicht reicht es für einen Puppenpullover für meine Nichten. Naja. Eine Strickjacke, wenns klappt, sonst nur ein bißchen Wolle für die Tonne.

    • Von Antje am 16. Februar 2016:

      Hey Bettina,
      das ist ne gute Idee die Technik erstmal im Kleinen auszuprobieren! So für alle die nicht gleich aufs Ganze gehen wollen. Danke dafür 🙂

      Antje

  4. Von biene3108 am 16. Februar 2016:

    Jaaaa, das Steeken….ich bin auch lange drumherumgeschlichen und fand immer wieder Gründe, es jetzt noch nicht zu tun. Dann habe ich mich im Januar jetzt doch mal getraut, und es ist eine wunderbare Strickjacke entstanden (wer will, kann auf Ravelry gucken). Es war babyleicht und überhaupt kein Problem. Allerdings habe ich vorher an einem einfachen Läppchen mal geübt, nur um mich sicher zu fühlen. Ich hab übrigens gehäkelt, das finde ich irgendwie am schönsten.
    Probiert es aus! Es lohnt sich.
    Toller Blog übrigens.

  5. Von Claudia am 16. Februar 2016:

    Prima Erklärung , ich glaube ich werde mich nun auch mal da ran trauen . Super auch das du die Anleitung auf deinem Block gleich mit dazu gibt’s
    Danke schön !

  6. Von Katharina am 17. Februar 2016:

    Wie Du das mit dem Steeken so vormachst, sieht es gar nicht mal soo gruselig aus! Vielleicht traue ich mich ja endlich auch mal ran! Vielen lieben Dank für dieses super Tutorial! Und liebe Grüße

  7. Von Pia Schiller am 19. Februar 2016:

    Das ist ja der helle Wahnsinn ! Ihr seid unglaublich.
    Ich wusste gar nicht, das das überhaupt geht.
    Vielen Dank für die Anregung.

  8. Von Wiebke am 15. Mai 2016:

    Das klingt wirklich super einfach!!! Keine Rückrunden, sondern schön glatt stricken und dann schnipp-schnapp.
    Aber gibt es denn bei glatt rechts gestricktem nach dem steeken keine Probleme, dass sich die Kanten nach innen rollen? Hat jemand Erfahrung?
    Danke und liebe Grüße!

  9. Von Katrin am 03. Juli 2016:

    Ich habe mich getraut. Ich bezweifle allerdings, dass das hält! Es stehen jetzt jede Menge offener Fäden ab. Die sieht man zwar nicht, weil innen… aber wenn das sich mal nicht aufribbelt? Ich hab die Variante mit der Häkelnadel gewählt. Wie sieht es denn bei dir aus – gleich nach dem Aufschneiden?

    • Von Nina am 12. Juli 2016:

      Hallo Katrin,
      bei meiner Jacke sind innen natürlich auch die abgeschnittenen Fäden zu sehen. Aufgeribbelt hat sich da aber noch nichts. Mach doch mal eine kleine Maschenprobe mit deinem Garn, steeke sie genauso, wie du die Jacke gesteekt hast und ziehe und zerre nach Herzenslust daran. Dann siehst du, wie viel die offene Steekkante aushält und wie weit du die Enden abschneiden kannst.

  10. Von Britta am 04. Juli 2016:

    ich habs probiert, eine Jacke aus dem Grauen Drops 7, das ist preislich überschaubar. und bin an dem Abgenähe verzweifelt. Ich hasse nichts mehr als Gestricktes zu nähen, bei mir wird alles in einem Stück gestrickt, Ärmel angestrickt, Schultern zusammengestrickt usw. Jetzt also erstmal von Hand beide Seiten abnähen, dann nochmal mit festem Garn und Häkeln, was ich auch hasse, dann durchschneiden und später auch noch Maschen aufzunehmen für eine Knopfleiste oder nochmal einen RV anzunehmen – 1 Tag Arbeit der unangenehmsten Sorte Die Jacke war kurz vor dem Mülleimer als Ufo…nie wieder. Nur die Tatsache, daß ich bei Konfektionsgröße 48-50 bereits zwei Wochen an dem riesigen Teil gestrickt habe hat mich durchhalten lassen. Jetzt bin ich zum Glück be den 2. Ärmel, aber die Häkelkante für den Ausschnitt sieht sch…. aus. Ich steeke nie wieder.

    • Von Nina am 12. Juli 2016:

      Hallo Britta,
      tut mir leid, dass dein erstes Steekprojekt so viel Ärger macht. Du hast recht, besonders schön ist die Häkelkante nicht. Man kann sich immerhin damit trösten, dass sie hinterher nicht mehr zu sehen ist, wenn die Knopfleiste dran ist. Vielleicht magst du ja dem Steek irgendwann noch mal mit Schafswolle wie z.B. der Drops Eskimo eine Chance geben. Die strickt sich schneller als die DLY7 und braucht nicht so viel Aufwand, um an den Schnittkanten gesichert zu werden. Die Härchen verhaken sich so gut ineinander, dass da Abnähen (geht auch mit der Nähmaschine) reicht und nicht mehr gehäkelt werden muss.

      Ich hoffe, du hast trotzdem noch Freude an deiner grauen Jacke. 🙂

  11. Von Britta am 13. Juli 2016:

    ich bin noch beim 2. Ärmel, ächz….. i

    ich kann mich nur aufrecht halten, indem ich jeden Abend in meinen Wolltresor laufe (Strickzimmer mit vielen Schränken voller Ziplockbeutel mit viiiiieeeeel Wolle) und in meinen Vorräten wühle und mit meinen Bergen Kidsilk, Puna und Alpaka schmuse…….die Lin-Stränge, die ich seit 4 Jahren horte blinzeln mir silbrig-kühl zu…… Der Blick gleitet dabei ziemlich unlustig über die weiteren Berge von Drops 7, da warten noch 2 Projekte mit Ringelpullis….die hebe ich mir lieber für nächstes Jahr auf

    Ich habe von der Puna 32 Knäuel, Alpaka 140 Knäuel, 30 Knäuel Kidsilk, Safran zum Totschmeißen und seit 4 Jahren horte ich noch 100 Knäuel Rowan Purelife British Sheep Breeds DK….. , die hat ein Vermögen gekostet. Und dann noch 2 Kisten mit Leinen und Baumwolle…..

    Wenn doch bloß nicht die vielen Supersales wären und so viele schöne Garne zur Auswahl und so wenig Stunden im Tag…..

    • Von Nina am 14. Juli 2016:

      8-0
      Ich bin sprachlos. Wenn ich groß bin, will ich wie du werden! 😀

  12. Von Britta am 14. Juli 2016:

    pruuust….,meinst Du wollsüchtig und strickfaul…..??? In meine Gensequenz muß sich ein teil Wollmotte verirrt haben – oder sowas wie eine Wollmaus – sammeln sammeln sammeln, alle Projekte im Kopf und nie genug Zeit, um sie zu verwirklichen.

    • Von Sabine am 18. Juli 2016:

      Achje, das kommt mir so bekannt vor…ich habe bei meinem Umzug letztes Jahr erst mal gesehen, was ich noch so alles habe….hielt mich leider auch nicht beim Supersale ab 😉

  13. Von Britta am 18. Juli 2016:

    so, ich habe jetzt die graue Jacke fertig – und vor dem Ausmessen der Reissverschlußlänge erstmal auf 40 °C in der Maschine gewaschen….ist ja Baumwolle…., weil ich ibereits ein Einlaufen einkalkuliert hatte….

    was soll ich sagen: die DLY7 ist sehr kurzstapelig und hatte bereits beim Stricken sehr rauhes wattiges Pilling gezeigt…welches nach der Wäsche auch nicht weniger wurde und die Haptik eines Feudels hinterließ. Auch mit Fusselrasierer wurde es nicht viel besser. Also hab eich zähneknirschend die Arbeit von 8 Wochen in die Ecke gefeuert und diese restliche Garn für die Ringelprojekte (40 Knäuel) in die Ebayecke geworfen, hmpf…

    so, und jetzt stricke ich gerade einen glatten schlichten Pulli aus hellgrauer Alpaka, was für eine Glücksseeligkeit :-))) juhu…… bei diesem Sommer kann man schon mal einen Winterpulli stricken.

  14. Von Britta am 18. Juli 2016:

    aha….in youtube ist eine schöne Anleitung, jetzt erklärt sich auch, wohin die überzählige Masche verschwindet :-)))) und das gibt dann gerade Reihen beim rundgestrickten Pulli???

    https://www.youtube.com/watch?v=paigiMk5C_E

  15. Von Britta am 19. Juli 2016:

    oops, das sollte eigentlich bei den Patentsocken stehen…

  16. Von Sonja am 19. Januar 2017:

    Hallo,
    habe mich auch mal dran gewagt. Leider mit nur mäßigem Erfolg.
    Habe mich sehr genau an dein Tutorial (nach sehen vieler verschiedener Anleitungen) gehalten und habe jetzt das Problem, dass einige Fäden doch ausfransen und ich mir die Finger beim Vernähen der kurzen Fäden verbiege.
    Ich habe sehr fest gehäkelt um sicher zu sein, hat wohl Nichts gebracht. An der zweiten Ärmelöffnung habe ich nun noch zusätzlich mit der Hand, direkt hinter der Häkelkante,genäht. Ich hoffe Das hält.

    Keine Ahnung, wo ich den Fehler gemacht habe. Werde mich vielleicht später nochmal an solch einem Projekt versuchen.

    Danke trotzdem für deine tolle Anleitung.

    LG Sonja

  17. Von Maike am 15. März 2017:

    Eins verstehe ich allerdings nicht: wenn ich die Kante häkeln möchte,muss ich das einmal von oben und einmal von unten machen,richtig? Aber wieso zwei maschen neben der mitte? Das leuchtet irgendwie nicht ein 🙁 kann mich jemand retten?

  18. Von Ingeborg am 08. April 2017:

    Herzlichen Dank für die ermutigende Anleitung, und dann auch noch so einfach erklärt. Danke!! Trotzdem hab ich eine Frage: Wie verfährt man ab der Höhe der Armausschnitte und am Halsausschnitt? Da muss man doch zwangsläufig in Reihen arbeiten, oder? Ich habe eine Fairislejacke geplant, die ich nicht als Raglan stricken möchte, sondern klassisch von unten nach oben.

    • Von Nina am 08. April 2017:

      Hallo Ingeborg,

      du hast Recht, bei den meisten Modellen muss man letzten Endes (bzw. Anfangs) doch noch ein bisschen in Reihen stricken. Eine Ausnahme stellen noch Modelle mit Rundpasse dar, die natürlich wie geschaffen sind für Fair Isle mit und ohne Steek (sowas hier zum Beispiel: http://www.garnstudio.com/pattern.php?id=7081&cid=9). Und dann gibt es noch die Hardcore-Steeker aus Norwegen, die praktisch einen großen Fair-Isle-Schlauch stricken und da dann sowohl die Knopfblende wie auch die Ärmelöffnungen rausschneiden. Das habe ich noch nie gemacht, aber in der Theorie kannst du ja in jede erdenkliche Richtung steeken, wenn du die Nähte nur gut genug sicherst. Probiere es einfach mal an einem kleinen Übungsstück aus oder stricke am besten einen Prototypen in Puppengröße, an dem du experimentieren kannst! Dann weißt du, was für deine Strickweise und dein Garn gut funktioniert und kannst den Steek mal richtig in den Schwitzkasten nehmen um zu sehen, ob er auch hält. 🙂

  19. Von Sonja am 19. November 2017:

    Moinmoin ihr Lieben!
    Wem die kleinen Fadenreste nicht gefallen, kann an den innen Seiten jeweils ein hübsches, passendes Band einnähen. Am einfachsten ist es mit der Nähmaschine.

  20. Von Ruxandra am 10. Oktober 2018:

    Hallo und eine Frage bitte: kann man das Steeking eigentlich bei allen Mustern anwenden, oder muss es glatt rechts sein? habe einen pullunder rund gestrickt und er ist zu eng geworden. könnte jetzt an den seiten steeking machen und dann entsprechend noch ein bisschen hinzustricken, um das ganze doch noch auf die gewünschte größe zu bringen, aber ich habe im muster “Moss stitch gestrickt (rechts-links über zwei Reihen, dann links-rechts über zwei Reihen usw.) ist also etwas bobbelig, meine arbeit und nicht glatt. problem?

    • Von Nina am 10. Oktober 2018:

      Hi Ruxandra,
      das ist absolut kein Problem! Du hast sogar den Vorteil, dass du keine Spannfäden wie beim mehrfarbigen Gestrick hast, die nach dem Schneiden herumbaumeln könnten. Die einzige Herausforderung könnte darin bestehen, deine nachträglich eingestrickten Einsätze unauffällig einzufügen. Aber du könntest sie natürlich auch gezielt in einem anderen Muster stricken und so einen kleinen Kontrast zum Moss Stitch erzeugen. 🙂
      Gutes Gelingen!
      Nina

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