Na, schon fertig mit dem aktuellen Strickprojekt? Oder müsst ihr noch abketten? Jedes Strickstück hat ja bekanntlich ein Ende, an dem die Maschen sicher, warm und trocken von der Nadel runter müssen.

Bild Beitrag „Abketten mit der Nähnadel“ 1

Ich möchte euch heute meine allerliebste Abkettmethode für Perlmuster- oder 1×1-Rippenbündchen näherbringen. Sie heißt „unsichtbares, geripptes Abketten“ (oder auf Englisch invisible ribbed bind off) und ist nah verwandt mit dem Italienisch Abketten (engl.: tubular bind off). Genau genommen ist sie eine ziemlich gute Abkürzung des Zweiten: genauso schön, deutlich weniger Aufwand. Ich verwende sie ständig.

Bild Beitrag „Abketten mit der Nähnadel“ 2

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Hallo zusammen,

kommt rein, macht’s euch gemütlich. Hier, neben den schönen Garnen aus Skandinavien und Südamerika und all dem nützlichen Zubehör des wohl grünsten Wollhändlers im ganzen Internet, kennt ihr euch ja aus. Und weil ihr euch auskennt, ahnt ihr auch: bei Lanade gibt’s wieder was Neues. Heute mal kein neues Garn und keine neuen Sonderpreise. Nö, heute gibt’s einen neuen Schreiberling. Naja, fast neu 😉

Dann will ich mich mal vorstellen: Ich heiße Antje, bin in Berlin geboren und aufgewachsen, aber vor gut zwei Jahren mit drei Mann Crew in ein größeres Dorf 15 km westlich des berühmten Neandertals gezogen (wer das bei Google Maps nachschaut, dem garantiere ich mindestens einen kleinen Grinser).

Bild Beitrag Antiklappbündchen 6

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In den Kommentaren zu meiner Ärmelmisere hat sich abgezeichnet, dass es großen Bedarf an einem Beitrag gegen die gemeine Zusammennäh-Unlust gibt.
Fertig gestrickte Schönheiten schlummern vergessen in den Tiefen der Strickkiste, weil sich einfach kein Heinzelmännchen findet, das sich der Nähte annehmen möchte. Ebenso scheinen lose Fäden wahrlich unermessliches Grauen hervorzurufen und die Freude auf ein neues, wochenlang in Vorfreude gestricktes Pullöverchen völlig in den Hintergrund zu drängen. Auch hier versacken unzählige, eigentlich fertige Projekte in dunkeln Ecken. Doch heute soll es um Nähte gehen.

Lasst uns mal ehrlich sein: So schlimm ist es ja eigentlich nicht. Oder doch?
Ich kann es verstehen, von Herzen. Auch da habe ich in meinen Jahren des eifrigen Strickens dazugelernt und möchte euch teilhaben lassen. (mehr …)

Ärmel-Misere

am 14. Oktober 2014

Tja, die meisten werden es bereits auf unserer Facebook-Seite oder bei Instagram (jaaa, Lanade_knipst nun auch noch) gesehen haben. Ich stecke – wie so oft – im Ärmelelend.

Immer wieder landen Pullis oder Jacken bei meinen UfOs, weil es an Ärmeln mangelt. Mittlerweile verlässt mich die Lust schon bei den ersten paar Zentimetern. Gelegentlich schon beim Gedanken an die Ärmel. Leider! Denn, wie jemand Liebes neulich sagte: Zwei Ärmel sind doch so schnell gestrickt, wie ein Paar Socken. Also wo ist das Problem?

Ja, wo eigentlich? Nun, zum einen mag ich es nicht, zwei identische Dinge zu stricken. Selbes Design mit unterschiedlichem Garn: Gerne! Andere Farbkombi? Na, klar!
Aber doch nicht zwei identische Teile aus demselben Garn mit dem gleichen Muster und dann auch noch mit Ab- oder Zunahmen! Das finde ich schrecklich öde. Da freut man sich, dass man einen Ärmel fertig hat, und dann wartet da noch ein weiterer! Und wehe, wenn sich ein Fehler einschleicht und man ribbeln muss. Dann strickt man ja quasi drei Ärmel! Geht’s noch? Dafür hat man ja nun echt noch viel zu viele andere Ideen im Kopf.

Ich übertreibe ein wenig. Okay. Aber wirklich nur ein wenig. Nehmen wir uns doch ein aktuelles Projekt. Meinen Herbstpulli aus DROPS Alpaca zum Beispiel. Das wird ein richtig feines Teilchen, die Farben passen super zusammen und eigentlich stimmt alles. Er hat nur noch keine Ärmel.

Bild Herbst-Blockpulli 1

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Die Sache mit der Maschenprobe

am 08. September 2014

Ja, ich weiß, Maschenproben sind lästig. Man hat das Projekt schon seit Tagen im Kopf, endlich ist die Wolle da und man will einfach loslegen. Und oft tut man das auch. Frei nach dem Motto: „Wird schon passen.“

Das Dumme dabei ist: meist passt es dann doch nicht. Stunden, Tage, ja, gar Wochen sitzt man am neuen Pulli und endlich ist das gute Stück fertig und darf seine erste Wäsche genießen. Zwei Stunden später dann die totale Ernüchterung: Der neue Lieblingspulli passt jetzt einem mittelgroßen Elefanten und man ärgert sich ein Loch in den Bauch. Sucht nach einer Erklärung. Vermutlich ist das Garn schuld. Oder die Nadeln. Oder die Umstände. Oder die Katze … ach, alles doof.

Das Teilchen jetzt noch zu retten, ist meist nicht mehr möglich. Was für ein Ärger. Deswegen hier und heute mein Plädoyer für Maschenproben. Von reinstem Herzen und nach wirklich vielen, faulheitsbedingten Rückschlägen: Nehmt euch die Zeit, lernt das Garn kennen!

Gerade elastische, glatte Garne wie Merino oder Baby Alpaka neigen gerne dazu mit der Wäsche zu wachsen, wenn man sie nicht fest genug verstrickt. Die Fasern sind glatt, ganz weich und elastisch und die Fasern können sich nicht – wie beispielsweise bei reiner Schurwolle – verhakeln. Das macht sie zwar kratzfrei, aber sie brauchen eben ein stabiles Strickgebilde, um Halt zu finden.

Als Beispiel habe ich euch mal die Maschenproben eines meiner aktuellen Projekte abfotografiert:

Bild Maschenprobe 1

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Manches Teilchen flutscht einem einfach mal so nebenbei und beinahe unbemerkt von der Nadel. So auch der neue Lieblingspulli unserer Lütten.
In einem der vorigen Blogbeiträgen hatte ich ja schon erwähnt, wie es dazu kam, dass ich das Teilchen angeschlagen habe.

Die DROPS Cotton Merino ist einfach ein tolles Garn, ich erwähne das bewusst noch einmal. Ich bin ein Mensch, der stetig Neues ausprobieren möchte und stricke daher selten Dinge mehrfach oder aus dem selbem Material direkt nacheinander. Ok, zugegeben. Hier im Blog könnte man einen anderen Eindruck bekommen.

Wie dem auch sei *räusper* … bei der DROPS Cotton Merino ist das ein bisschen anders. Da sie nie zu warm oder zu kalt ist, kann man sie irgendwie immer stricken. Somit musste ich mich ehrlich zurückhalten nicht das nächste Projekt schon wieder aus diesem Garn zu stricken. Es warten doch noch sooo viele andere Garne darauf verstrickt und hier vorgestellt zu werden.

Aber lange Rede, kurzer Sinn, der Pulli war im Nu fertig und (mehr …)

Nach den ersten schönen Frühlingstagen mit Sonnenschein, viel frischer Luft und Wärme auf der Haut, bin ich – zugegebenermaßen – wohl ein wenig verwöhnt.

Die letzten Tage friere ich ununterbrochen. Tagsüber im Büro, abends zu Hause. Was aber nicht nur an den kühlen Temperaturen, sondern auch am lieben Otto liegt. Dem ist’s grundsätzlich und immer zu warm. Er bevorzugt eiskalte Flurfliesen und so haben wir stetig Zugluft im Haus. Kein Wunder, bei dem beneidenswerten Pelz, den er mit sich rumschleppt.

Bild Landseer-Welpe 1

Ganz nüchtern betrachtet ist das aber gar nicht so schlecht: Mir ist wieder nach (mehr …)

Es geht voran. Aber – zugegeben – Haare am Faden zu stricken ist schon einigermaßen mühevoll. Nach einem Nadelwechsel, von Holz auf Metall, strickt es sich erheblich komfortabler, die Maschen gehen nun um einiges leichter von der Nadel.

Zudem sollte man vielleicht aber auch einfach zusehen, dass man keine Flüchtigkeitsfehler macht, denn Ribbeln macht bei der DROPS Brushed Alpaca Silk mal gar keinen Spaß.
Das Muster ist sehr selbsterklärend und bereits vor Ende der ersten Abfolge im Gedächtnis. Das verleitet natürlich auch zum Schludern. Ich habe gestern Abend beim Filmschauen gestrickt. Das ging sehr gut, als allerdings noch ein bisschen Müdigkeit dazu kam, hatte ich plötzlich zwei Lochreihen übereinander gesetzt und mal hier und mal da einen Umschlag vergessen. Dass ich im Anschluss mehr Zeit mit Ribbeln und Retten zugebracht hatte als mit dem Stricken, muss ich an der Stelle wohl nicht erwähnen.

Bild Brushed Alpaca Silk 1

Die Belohnung wiederum (mehr …)