Eek! Steek!

am 15. Februar 2016

Jetzt wird’s spannend, Leute! Der eine oder andere hatte ja vielleicht in ganz verzweifelten Frustsituationen schon Gewaltphantasien gegenüber seinen Strickprojekten, aber was heute kommt, beinhaltet tatsächlich zunächst intakte Maschen, eine Schere und dennoch einen Ausgang weit abseits vom Finale der Nibelungensaga (alle sterben) – sondern ein äußerst geniales Endergebnis, das einem im Idealfall sogar (Ritterschlag!) einen der meist gehassten Fertigstellungsschritte der Welt erspart.

Neugierig? Dann lasst euch von unserer lieben Havariemarie begeistern. Sie erklärt nicht nur, wie dieses Wunderwerk funktioniert, sondern versorgt euch auch gleich mit einer passenden Anleitung in ihrem eigenen Blog. Fantastisch, nicht wahr?

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Ihr Lieben,

heute will ich euch mal wieder mit etwas Technischem erfreuen. Es soll ja immer noch Menschen geben, die zum neuen Jahr gute Vorsätze fassen und ein paar von denen (euch?) haben sich, so hörte ich, vorgenommen 2016 etwas Neues zu lernen. Aha! Wie wärs denn mit Vollpatent? Oder Brioche? Ich empfehle beides, es ist nämlich das Gleiche ;P

Patentgestricktes ist wirklich eine extrem feine Sache. Es ist elastisch, flauschig-weich, luxuriös-voluminös, rollt sich nicht ein, ist von beiden Seiten schön anzusehen, eignet sich perfekt für bunte Wolle und ermöglicht – zweifarbig gearbeitet* – sogar seltene Längsstreifen (wobei ich jetzt nicht auf eine schlank- wohl aber auf eine cool machende Optik schwören würde ;))

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Doubleface-Stricken

am 10. Dezember 2015

Hat euch Havariemaries letzter Cowl gut gefallen? Na dann macht’s euch mal gemütlich hier, sie zeigt nämlich heute gleich das nächste Sahneteilchen und erklärt gleichzeitig wieder eine Stricktechnik, die sicher einige von euch schon lange mal ausprobieren wollten.

Dazu braucht ihr dieses Mal kein Spezialequipment, sondern nur „das Übliche“ und Garn in zwei gut zueinander passenden Farben. Malabrigo Merino Worsted bietet sich aktuell an, zwinker zwinker. Übrigens, falls ihr bei Farbkombinationen einmal unsicher sein solltet: kommt gern zu uns in den Chat oder schreibt uns eine Mail. Wir beraten euch gern 🙂

Und nun viel Spaß mit Havariemaries nautischem neuen Teil und den technischen Raffinessen dahinter 😀

Ahoi, ihr Wollwickler!

Ich darf euch heute wieder eine aufregende Technik vorführen: Doubleface-Stricken! Was das ist? Reine Magie, meine Lieben. Reine Magie.

Doubleface ist eine Technik für zweifarbiges Stricken, mit der man mit der Vorderseite des Projekts gleichzeitig eine zweite Lage auf der Rückseite strickt – und zwar mit umgekehrten Farben. Das Ergebnis ist ein Strickstück, das auf beiden Seiten glatt rechts erscheint und kuschelig dick ist. Zur Veranschaulichung habe ich diesen fantastischen Cowl gestrickt:

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Ode an den I-Cord

am 03. Dezember 2015

Ein I-Cord ist ein wunderbares Ding. Ein Multitalent: Eine schlichte Kordel, aber gleichzeitig auch der glatteste, vielseitigste Abschluss, den man mit zwei Nadeln produzieren kann. Und zwar sowohl im Anschlag als auch beim Abketten und an seitlichen Kanten. Und er ist nicht mal kompliziert. Fast zu schön, um wahr zu sein.

Viele von uns haben ihn schon in frühester Jugend kennen und lieben gelernt. Mit dem kleinen, oft leicht debil grinsenden und definitiv hohlköpfigen Holzprinzesschen mit metallener Krone in der Hand haben wir teilweise ebenso debil aber verzückt grinsend kilometerweise was produziert? Kordeln. Und zwar genau die Art, die man mit weniger Aufwand, aber identischem Ergebnis, auch auf zwei Nadeln produzieren kann.

Die Technik ist so simpel, dass ihre Erfinderin, die Grande Dame des Strickens, Elisabeth Zimmermann, das Teil doch tatsächlich durch Zufall entdeckt und Idiotenschnur (engl. idiot cord, kurz „I-Cord“) genannt hat 😀

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Tunesisch Häkeln

am 28. November 2015

Die liebe Havariemarie fühlt sich hier bei uns sichtlich wohl und wir haben sie wirklich sehr gerne in unserer Mitte. Zudem kann sie einfach auch Dinge, die wir selbst nur in ferner Vergangenheit an einem düsteren Abend ausprobiert haben und entsprechend nicht gerade mit Expertise glänzen. Tunesisch Häkeln zum Beispiel!

Während ich mir seit Jahren denke, dies endlich mal an einem ganzen Projekt ausprobieren zu wollen, hat sie „mal eben“ ein ganzes Tutorial für euch zusammengefasst. Genial, oder? Also, ich werde solch einen Loop sicherlich demnächst angehen …

– viel Spaß!

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Knopflöcher — Basics

am 24. November 2015

Habt ihr eigentlich in letzter Zeit mal in unserem Knopfsortiment herumgestöbert? Da ist ganz schön was dazu gekommen seit der letzten Sortimentserweiterung im März 2015. Perlmutt, Holz, Horn, Kokos und noch so einiges mehr.

Und weil nicht jeder so faul ist wie ich und nur Modelle strickt, bei denen man die Knöpfe genauso gut einfach durch beide Schichten hindurch festnähen kann, habe ich heute für euch eine kleine Aufstellung der gängigsten Knopfloch-Macharten.

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Wart ihr eigentlich schon mal bei einem der kleinen, lokalen Lanade-Gruppentreffen, von denen es in letzter Zeit immer mehr gibt? Ich kann euch das sehr empfehlen. Man trifft dort viele nette Leute, unterhält sich nadelklappernderweise bestens für ein paar Stündchen und geht nachher mit jeder Menge neuer Inspiration und einer etwa drei Meter längeren Must-Have-Liste wieder nach Hause 😀

In meinem Fall wächst auch die Must-Blog-Liste und so löse ich heute ein Versprechen ein, das ich neulich in Rostock gab. Nämlich Nützliches über verkürzte Reihen zu verfassen 🙂

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Verzopfen ohne Zopfnadel

am 15. Oktober 2015

Hallo zusammen! Nachdem wir die letzten Male so überaus ausführlich über Stricknadeln gesprochen haben, dachte ich mir, wir machen heute mal extra etwas ohne Nadeln. Verzopfen nämlich ;D

Erinnert ihr euch an die tolle Weste, die Carolin ihrem Vater zum Geburtstag gestrickt hatte? Ein echtes Sahneteilchen, finde ich. Und nachdem sie im dazugehörigen Blogbeitrag schon die echten Zopfnadeln gegen eine Nadel aus dem Nadelspiel ausgetauscht hatte, möchte ich euch gleich zeigen, wie man die Hilfsnadel ganz und gar abschaffen kann – wenn man möchte …oder muss, weil man die Zopfnadel mal wieder hinters Ohr geklemmt und dort vergessen oder runtergeschmissen und verloren hat.

Die Technik eignet sich für alle Garne, die nicht zu glatt sind und sich nicht ständig teilen wollen. Sie ist leichter als man denkt und auch nur ganz kurz zwischendurch gruselig. Versprochen.

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In meinem vorigen Blogbeitrag erwähnte ich ja, eine Maschenprobe in Runden gestrickt zu haben. Wider besseren Wissens um eine vernünftige Alternative strickte ich seinerzeit quasi eine halbe Armstulpe, nur um ein möglichst exaktes Abbild des zu erwartenden Ergebnisses zu erhalten.

Nun ja, es geht auch weniger aufwendig. Viel weniger aufwendig, um ehrlich zu sein. Die Lektüre des wunderbaren E-Books „Little Red in the city“ von Ysolda Teague hat mich aufgeklärt und ich möchte euch heute zeigen, wie ich meine Maschenproben für rundgestrickte Teile zwischenzeitlich mache.

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Nein, es geht nicht um komplizierte Diäten und wild kreisende Milchsäuren 😉 Sondern um das oft bemängelte, weil eindeutig weniger ebenmäßige Gegenstück zur rechts geneigten Abnahme.

Obwohl es so viele Möglichkeiten gibt, eine links geneigte Abnahme zu produzieren, ist das Endergebnis oft eine unschöne Zick-Zack-Linie mit langgezogenen, buckligen Maschen, an denen das Auge hängenbleibt. Und deswegen will ich das Thema heute mal etwas näher beleuchten.

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… oder sagen wir mal: der Pullover 😉 Denn anders als die 1-Strang/Knäuel-Projekte über die ich neulich schrieb, benötigen die meisten Strickwerke irgendwann Nachschub wegen akuter Fadenknappkeit. Wer in Reihen strickt, kann rechtzeitig am Reihenanfang ein neues Knäuel ansetzen und die heraushängenden Fäden vernähen. Doch für Rundstricker, Vernäh-Phobiker und Garnsparer stellt sich irgendwann mittendrin die Frage: Wie schaff ich’s, dass die Verbindungsstelle zwischen zwei Knäueln absolut haltbar und möglichst unsichtbar wird? Und: Welche Methode passt zu meinem Garn?

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Sagt euch das Stichwort „Safety Line“ beim Stricken etwas? Falls ja: La la la, schönes Wetter heute, nicht? Wollt ihr nicht kurz ’ne Runde spazieren, während ich hier den Anderen …? 😉 Falls nein: Oooh, dann kommt man ran. Eine Safety Line ist ungemein praktisch. So praktisch, dass meine Anfänger im Strickkurs immer mit mir schimpfen, dass ich das erst in der fünften oder sechsten Stunde zeige. Sie hätten das gern unmittelbar nach den linken und rechten Maschen gelernt 😉

Die Safety Line oder der Rettungsfaden rettet einem nämlich den Allerwertesten, wenn man beim Stricken unschöne Fehler einbaut, dies erst einige Runden später bemerkt und/oder mit den vorhandenen Fehlerbehebungstechniken (Rückwärtsstricken, kontrolliert Maschen fallenlassen und wieder hochstricken, bis zum Anschlag ribbeln und alles in die Ecke werfen) nicht klar kommt oder grad keine Lust darauf hat. Dabei funktioniert die Safety Line beim Stricken wie das Zwischenspeichern bei Computerspielen oder die Sicherheitsstufen bei „Wer wird Millionär?“.

Bild Beitrag „Lifeline“ 3

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