Vorstellung: Malabrigo Lace

Hach! Wie schön. Mein erster Blogbeitrag. Was schreib’ ich nur? Ach ja. Die Überschrift beginnt ja mit Vorstellung …

Viele von euch werden mich schon kennen. Zum Beispiel aus unserer Facebook-KAL-Gruppe. Und wer schon mal telefonisch oder per Mail eine Anfrage an Lanade gerichtet hat, hatte sehr wahrscheinlich auch schon das Vergnügen mit mir. Denn ich besitze den Vorzug, mein Büro inmitten dieses Wollparadieses zu haben.

Nun haben wir Malabrigo schon ein Weilchen im Sortiment und ich habe hier ziemlich schnell die Lace ins Herz geschlossen. So habe ich mich in letzter Zeit auch intensiver mit ihr beschäftigt und möchte sie euch heute im Test vorstellen.

Bild Vorstellung Mabrigo Lace 2

Mit Lacegarnen kann man ja die schönsten und aufwendigsten Muster zaubern, wie wir mit einem Beispiel auch in unserem letzten Blogbeitrag gezeigt haben. Mir war jedoch mit Nachdruck danach, mal etwas ganz Schlichtes zu machen, bei dem man nicht allzu viel nachdenken muss. Die abendliche Konzentration für pompöse Muster, langes Einlesen oder kompliziertere Techniken ließ doch sehr zu wünschen übrig.

So bot sich das schon so oft beäugte Nuvem von Martina Behm ja geradewegs an. Nur rechte Maschen und in regelmäßigen Abständen ein paar gezielte Aufnahmen. Dazu gleich noch eine neue Anschlagstechnik ausprobiert – der Lerneffekt soll ja schließlich nicht ausbleiben.

Und welche Farbe? Blau – so viel stand fest. Nach langem Vergleichen sollte es dann die Farbe 186 Buscando Azul sein.

Was? Gerade nicht am Lager? Und auch noch im Zwischenlager von Malabrigo aus? Egal. Ich habe geduldig auf Nachschub aus Uruguay gewartet und wurde nicht enttäuscht. Ein schönes, kräftiges, leuchtendes Blau in einer Ton-in-Ton-Färbung.

Bild Vorstellung Mabrigo Lace 4

Meine Maschenprobe ist doch ein Stück kleiner ausgefallen. Da die Malabrigo Lace aber auch etwas dünner als das in der Anleitung verwendete Garn ist und ich es auch lieber etwas dichter haben wollte, habe ich von vornherein mehr Maschen angeschlagen, um auf die gewünschten Maße zu kommen.

Der Anfang war mit dem ungewohnten Anschlag noch etwas friemelig. Aber mit dem Videolink hat es dann doch sehr schnell geklappt und so ging es auch schon los. Runde um Runde. Und mit jeder wuchs auch die Vorfreude auf das fertige Strickstück. Die Rüschenkante habe ich übrigens ein paar Reihen höher gemacht als angegeben. Durch die andere Maschenprobe wäre sie sonst aber auch etwas sehr kurz geworden.

Nach 2120 abzukettenden Maschen hatte ich insgesamt vier Stränge verbraucht.

Das Spannen meines „Blauen Monsters“, wie ich es liebevoll nenne, war da schon eine kleine Herausforderung. Zumindest was den Platz betrifft. Aber mit einem provisorischen Anbau an die Spannmatten hat es dann doch geklappt.

Bild Vorstellung Mabrigo Lace 1

Irgendwann wird es für mich definitiv noch ein zweites Nuvem geben. Dann mit ein paar weniger Maschen, aber dafür breiter (ich bin während der Arbeit lockerer geworden, sodass die Maße doch noch etwas anders ausgefallen sind als ursprünglich angedacht). Alles in allem trage ich es aber sehr gerne und es ist kuschelweich – das neue Lieblingsteil.

Nun will ich nicht vorenthalten, dass das Nuvem bereits mein zweites Projekt aus der Malabrigo Lace war.

Zuvor habe ich schon ein Tuch mit Lace doppelfädig gemacht. Den Spring Kerchief von Sachiko Uemura. Dieses Tuch wird aus zwei verschiedenfarbigen Strängen gefertigt und gibt durch die zweifädige Verarbeitung einen tollen Farbeffekt. Ich habe mich für die Farben 063 Natural und 004 Saphire Green entschieden.

Bild Vorstellung Mabrigo Lace 3

Das Tuch war auch hier recht angenehm und schnell zu stricken. Jedoch würde ich beim nächsten Mal noch etwas größere Nadeln nehmen, da das Garn nach dem Waschen noch etwas aufbauscht und es so recht dicht wird. Außerdem würde ich überlegen noch mehr Material einzuplanen und es insgesamt etwas größer zu machen. Es ist vergleichsweise klein. Als Schultertuch zu knapp und als Halstuch muss man schauen, dass die Zipfel nicht wieder hochrutschen. Ansonsten gefällt mir das Design aber ganz gut. Und auch hier gibt es bestimmt noch mal einen Nachfolger.

Bild Vorstellung Mabrigo Lace 5

Die Malabrigo Lace besticht durch ihre Leichtigkeit, die tollen Farben aus einer umfangreichen Farbkarte, deren Brillanz durch die Verarbeitung als Dochtgarn mit leichtem Dick-Dünn-Verlauf besonders gut zur Geltung kommt und hat natürlich die für Merino typische Weichheit.

Insgesamt mag ich sie sehr gern und werde noch weitere Projekte mit ihr in Angriff nehmen. Und durch die gewollte Schlichtheit der beiden vorgestellten Tücher ist jetzt auch wieder die Motivation für aufwendigere Arbeiten da. Also wieder ran an die Nadeln.

Wir hatten übrigens viel Spaß beim Fototermin, dank „orkanartiger Böen“ am Strandbad von Altefähr. Oder wie wir im Norden sagen: „’N büschn Wind.“ Was aber zur Folge hatte, dass sich das Schießen der Bilder zur kleinen Herausforderung entwickelte. Kaum hatte man das Tuch wieder einigermaßen gerichtet, wehten mir die Haare um die Ohren und andersherum, das leichte Lüftchen drückte einem die Tränen in die Augen und kurzzeitig wünschte ich mir Carolins Eskimo-Set gegen die Frostbeulen her.

Bild Vorstellung Mabrigo Lace 6

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Kommentare

  1. Von Christina am 28. April 2015:

    Applaus!
    ich liebe die Lace von Malabrigo ebenfalls, so geniale Farben und ein wunderbarer Griff! Und sobald ich einen Schal, ein Tuch fertig habe meldet sich jemand „freiwillig“ es zu tragen!
    Habe ja schon bei LENTE den Drang zur Neubestellung verspürt, jetzt wird dieser wohl gleich mit der laufenden DROPS Aktion verknüpft!
    Weiter so!

  2. Von Anette am 28. April 2015:

    Hallo Francy,

    Du hast es geschafft – spätestens jetzt bin ich absolut „heiß“ auf Malabrigo Lace! Welche Farben, welche Möglichkeiten – oh mein Gott !
    Eine Frage: mit welcher Nadelstärke hast Du die beiden Tücher gestrickt?

    Liebe Grüße – muss jetzt nochmal meine Wunschliste überarbeiten 🙂

    • Von Francy Timm am 29. April 2015:

      Hallo Anette,
      ich habe beide Tücher mit 3,5er Nadeln gestrickt. Beim ersten noch eine 7er zum Abketten und für’s Zweite noch eine 2,0 für den Krausrippenpart.

      Für den Kerchief würde ich beim nächsten Mal aber wohl eher auf eine 4er gehen. Ich hatte mit 3,5 die angegebene Maschenprobe. Mir ist es aber schon etwas zu dicht. Da musst du mal schauen, was dir besser gefällt.
      Beim Nuvem war meine Mapro damit schon kleiner als angegeben. Wenn du eher locker strickst und es aber nicht zu grobmaschig haben möchtest, gehe mit der Nadelstärke lieber noch etwas runter.
      Herzliche Grüße Francy

  3. Von Kathi am 29. April 2015:

    2120? Ist das das Jahr, wanns fertig wird oder hast du wirklich sooo viele Maschen abgekettet? 😀
    Sieht wirklich traumhaft aus, ein Luxusteil! Die Farben gefallen mir sehr!

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