Transplantationschirurgie

am 05. Dezember 2016

Es gibt Momente beim Stricken, da zweifle ich ein wenig an meinem Verstand oder diagnostiziere mir im Stillen zumindest eine leichte Form von Aufmerksamkeitsdefi… oh wie nett! Sieh mal, ein Eichhörnchen! Geht euch das auch so?

Jüngstes Beispiel – eine echte Meisterleistung –, ich habe tatsächlich die Maschen für die rechte Seite meines aktuellen Jackenprojekts nicht rechts unten sondern links oben aus dem Rückenteil aufzunehmen. Möööp! Gemerkt habe ich es erst als die rechte Seite schon so groß war, dass ich sie nicht mehr mal eben ribbeln und neu (also richtig) ansetzen wollte. Gemäß dem Motto: „Ich bin vielleicht doof – aber ich bin nicht blöd!“ habe ich stattdessen das Krönchen gerichtet, gedanklich schon mal die Hände desinfiziert und eine kleine Operation geplant 😉

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Nur ein kleines bisschen Transplantationschirurgie – so schwer kann das doch nicht sein. (mehr …)

Wir haben eine neue Kategorie im Blog! Yay! Unter dem Titel Ausgefuchst stellen wir euch ab jetzt regelmäßig kleine Tricks vor, geschickte Kniffe und clevere Knit Hacks – von simpel-primitiv bis Mondlandung. Wir beschreiben, wie ihr euch das Strickerinnen-Dasein leichter machen könnt und welche Haushaltsgegenstände sich hervorragend zweckentfremden lassen. Das einzige, was wir auch nicht klären können, ist die historisch-mystische Frage: What does the Fox say? – Wie macht der Fuchs? ;D

Okay, zur Sache: Es gibt da ein oft bemängeltes Problem beim Ärmelstricken, das über die sowieso schon beklagenswerte Notwendigkeit des Ärmelstrickens an sich hinausgeht 😉 Und zwar immer dann, wenn der dazugehörige Pullover von oben nach unten und die Ärmel erst nach dem Körper nahtlos angestrickt werden sollen.

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Darf ich euch etwas beichten? Ich trage schon lange eine geheime Neigung mit mir herum, die ich vor meiner strickenden Umwelt geheim zu halten versuche. Aber jetzt kann ich meine wahre Natur nicht länger verbergen, jetzt muss es endlich raus: Ich vernähe gerne Fäden! (Anm. d. Red.: Waaas?! Ist die irre?!)

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Zugegeben, wenn mir aus einem mehrfarbigen Strickstück fingerdicke Büschel Fadenenden entgegenwinken, mache ich nicht unbedingt Luftsprünge. Aber generell finde ich es sehr schön, nach dem Abketten der letzten Masche eines Projekts, an dem ich wochenlang gearbeitet habe, noch das kleine Abschiedsritual des Fadenvernähens zu haben. Das ist wie das Binden des Schleifchens um das Weihnachtsgeschenk oder wie das Petersilie-Sträußlein auf dem angerichteten Teller.

Nun weiß ich ja, dass nicht viele von euch meine Liebe für das Fädenvernähen teilen. Antje hat euch deshalb schon vor einiger Zeit einen wunderbaren Beitrag mit Tipps geschrieben, lose Fadenenden beim Knäulwechsel vollständig zu vermeiden.

Manche Fadenenden aber kann man einfach nicht vermeiden. Da kann man unterwegs zusammenfilzen, einweben und verzwirnen so viel man will, spätestens das letzte Endchen muss dann doch vernäht werden. Damit euch das gut gelingt, dauerhaft hält und vielleicht sogar auch noch etwas Spaß macht, habe ich hier ein paar Tipps für euch.

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Rappzapp Entrelac

am 21. Oktober 2016

Als ich zum ersten Mal Stephen Wests farbenfrohe Brioche-Kreationen gesehen habe, habe ich mich gefreut. Natürlich auch wegen Stephen West und Brioche, aber vor allem, weil ich einen neonfarbenen Hoffnungsschimmer am Horizont sah, dass jetzt mal endlich jemand all die verstaubten Stricktechniken aus der Mottenkiste holt und sie in modernen Designs umsetzt. Brioche war da ganz sicher überfällig, aber daneben steht noch jede Menge auf meiner Wunschliste, etwa Intarsienmuster, Häkelmode und ganz oben: Entrelac!

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Kennt ihr dieses Gefühl? Wehmut über die Beendigung eines Strickstücks zu empfinden? Hinter der unbändigen Freude über das fertige Projekt schon latent die innerliche Leere erahnend, voll derer man sich abends der Wahl stellt, etwas neues anzuschlagen oder sich – welch schlechter Tausch – einem UfO zu widmen.

Tja, so geht es mir mit der DROPS Flora im Moment. Nach einem kleinen und einem größeren, natürlich zwischengeschobenen Projekt sitze ich nun da, fülle meine überquellende Favoriten-Liste bei Ravelry mit Fair-Isle-Projekten aller Art und nicke seufzend meinem Verstand entgegen, der mir zu verstehen gibt, dass die Garne in all meinen laufenden Projekten auch nicht von schlechten Eltern seien, ein drittes Projekt aus DROPS Flora nun bitte doch erstmal warten solle. Und ja, ich stimme zu. Und doch bin ich untröstlich.

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Brioche Beyond

am 20. September 2016

Ich war letzte Woche im Kino und habe mir Star Trek Beyond angesehen. Durchaus unterhaltsam, wenn man dem Genre etwas abgewinnen kann; ich kann den Streifen empfehlen. Ebenfalls sehr unterhaltsam (wenn man dem Genre etwas abgewinnen kann 😉 ), kürzlich besucht und mit „Beyond“ betitelt, war der Workshop von Nancy Marchant, der Queen of Brioche, beim Hamburger Wollfest.

Nancy, die übrigens Stephen West das Patentstricken beigebracht hat, war zwar versucht, die gestrenge Lehrperson zu spielen, ist dafür aber viel zu charismatisch, herzhaft und einfach cool. Ihre Lache ist zum Niederknien ironisch-dreckig und wir würden uns vom Fleck weg von ihr adoptieren lassen. Mindestens bis zum Ende von #GoWestLanade 😉

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Strandgut Mini-Strandkleid

am 26. August 2016

Es gibt Garne, da kann man sich einfach nicht für eine Farbe oder Farbkombination entscheiden. Weil Argumente wie „Guck mal, die hier!“ und „Nein warte, die hier!“ und „Halt, stopp! Die und die und die!“ und „Die auch!!!“ einigen von euch bekannt vorkommen sollten, stimmt’s?

Und was macht man dann am besten, wenn man sich nicht für eine (oder zwei) Farben entscheiden kann? Richtig! Man nimmt halt einfach alle! Hahahaha!

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Bevor wir den heutigen Blogbeitrag beginnen, muss ich mal gerade eine kleine Umfrage machen. Bereit? Okay, los geht’s: Bitte alle die Hand heben, die gerne mal zweifarbiges Patent in Runden stricken wollen, sich aber noch nicht an ein großes Projekt trauen. Und jetzt bitte alle die Hand heben, die gerne mal Socken stricken würden, sich aber noch nicht getraut haben. Und alle, die schon oft Socken gestrickt haben, und gerne mal eine neue Sockentechnik ausprobieren wollen. Und alle, die schon mal Weihnachtsgeschenke stricken wollen. Und alle, die ihre Wollreste aufbrauchen wollen. Und jetzt bitte noch alle, die eigentlich arbeiten, aufräumen oder mit dem Hund Gassi gehen sollten, aber lieber noch ein bisschen hier im Blog bleiben wollen.

Doch so viele Hände in der Luft? Fein, für euch alle habe ich heute etwas Schönes. Wir stricken fersenlose Socken im zweifarbigen Patentmuster!

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Kleines Strick-Workout

am 02. Juni 2016

Ein neues Gesicht bei Lanade? Nein, ein altes Gesicht mit neuem Namen! Als Havariemarie durfte ich schon einige Gastauftritte hier im Blog absolvieren – ihr erinnert euch vielleicht noch an meinen Pulli aus der DROPS Belle, Karl-Friedolin aus der DROPS ♥ You #7, meinen Kraken-Cowl in Doubleface oder wart schon mal auf meinem eigenen kleinen Blog. Mir hat es bei euch so gut gefallen, dass ich so lange bei Carolin und Antje den Dackelblick gemacht habe, bis sie mich adoptiert haben. Und jetzt habe ich hier mein eigenes Körbchen bei Lanade!

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Abgucken!

am 15. Mai 2016

Was wissen wir über das Strick-Universum? Es ist groß! Und bunt! Und es bietet nahezu unendliche Möglichkeiten sich zu verwirklichen, einzukleiden, schwarz zu ärgern, glücklich zu machen, zu unterhalten und sich tausend Fragen zu stellen, was wohl und wie und womit und überhaupt. Stimmt’s?

Auf viele dieser Fragen gibt es im näheren Bekanntenkreis leider nur so wahnsinnig aufschlussreiche Antworten wie: Pfffff, kann sein, kann aber aber auch nicht sein. — Keine Ahnung, hab ich noch nie ausprobiert. — Mach doch einfach. — Wird schon schief gehen. — Siehst du ja dann.

Eine begrenzte Anzahl Leute hat einfach auch nur ein begrenztes Wissen, einiges wird vergessen und anderes zwar probiert, aber nie überprüft. Doch wenn Fragen nicht mehr hilft, ist in der heutigen Zeit glücklicherweise das Ende der Fahnenstange trotzdem noch nicht erreicht. Das Anglerlatein noch nicht am Ende. Der, verzeiht mir bitte, Drops noch nicht gelutscht. Man kann nämlich immernoch: Abgucken.

Wer jetzt sagt „Ooh, das gehört sich aber nicht, da bekam man doch früher gleich einen Eintrag ins Muttiheft“, dem formuliere ich es auch gern um: Man kann sich auf Basis der geteilten Erfahrungswerte persönlich nicht unbedingt bekannter Menschen mit ähnlichen Interessensgebieten umfassend informieren. Ist aber das Gleiche wie Abgucken 😀

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