Penguono #GoWestLanade

Na ihr Lieben? Genießt ihr die letzten Tage des Jahres zwischen letzten übrig gebliebenen Weihnachtsplätzchen und ersten Wunderkerzenbeschaffungen für Silvester? Wir hier im Blogteam schauen mit einem lachenden und einem … irre kichernden Auge auf unser diesjähriges Projekt #GoWestLanade zurück.

Wir hatten einen, Verzeihung, verdammten Riesen-Spaß mit Precocious Briocheous beim Karneval, Syncopation Adoration Hat mit knuffiger Bommelparade und dem gleichnamigen Cowl mit noch viel knuffigeren Schäfchen, einem österlichen Spectra, einem sehr spontanen Askews Me Poncho, einem sommersüßen Askews Me Shawl und einem Polarsommer bringenden Askews Me Sweater.

Wir haben den Daybreak bei Sonnenuntergang genossen und den Samen gleich doppelt als somit klassisches #GoWestLanade-Einsteigermodel von Nina und mir. Wir hatten klitzekleine Höschen, perfekt gemachte Tücher und gigantische Riesenmonsterschals, endlich fertige und wahrscheinlich nie fertige Briochevron Cowls, gut kombinierte Garne beim Rockefeller und die perfekt zueinander passenden Modelle Smooth Move und Syncopation Adoration Hat (wobei der Welted Slouch sicher auch nicht schlecht dazu gewesen wäre).

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Mein persönliches Finalprojekt (vielleicht habt ihr ihn oben schon entdeckt) ist der Penguono. Die einen sagen, es ist eine Jacke, die man in zwei Richtungen tragen kann. Die anderen sagen, es ist ein Statement. Für mich ist es beides 🙂 Und noch dazu gewissermaßen die Synthese aus alldem, was ich in einem Jahr #GoWestLanade ausprobiert, gelernt und zu schätzen gelernt habe.

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Die Anleitung für den Penguono funktioniert modular, das heißt, man hat nie den gesamten Umfang auf der Nadel, sondern immer nur kleine Teilstücke, die hintereinander weg gestrickt werden. Das motiviert, zusammen mit der vollkommen frei wählbaren Kombination der Farben und Muster, wirklich unheimlich! Ich habe trotz einiger Irrwege, Operationen und spontaner kleiner Ribbelaktionen keine drei Wochen für das gute Stück gebraucht. Inklusive Ärmel und Fäden vernähen. Gut, die Ärmel sind kurz, aber Fäden, das sieht man auf den ersten Blick, gibt es nicht zu knapp.

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(Muster-)Technisch ist von Perlmuster, kraus rechts, einfachen Abnahmen, zweifarbigem I-Cord und Biesen alles dabei. Ich habe auch noch ein bisschen zweifarbiges Patent und eine Variante von kraus rechts, die mir nur unter dem Begriff knit and slide bekannt ist, eingebaut.

Make it your own! heißt die Devise, auch bei der Auswahl der Farbfolge. Da in der Anleitung auch eine kleine Übersicht enthalten ist, wie man welche Garnstärken miteinander kombiniert, kann man sich tatsächlich in einen Berg Restknäuel und Einzelstränge setzen und nach Herzenslust stricken, was einem in die Finger kommt und passend erscheint. Einfach so ♥

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Oft werden Maschen aus Seitenteilen aufgenommen oder Module im rechten Winkel an andere Module angestrickt. So oft, dass es einem in Fleisch und Blut übergeht und man nach kurzem Nachdenken auch die einzigen beiden Passagen, bei denen genäht werden soll, kurzerhand durch diese Technik ersetzen kann. Und wenn man sich dämlich anstellt, so wie eine gewisse, namentlich nicht näher zu nennende Autorin dieses Beitrags, kann man seine Fehler auch durch hier beschriebene Transplantationschirurgie beheben 😀

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Fazit: Ein Jahr mit Stephen West hinterlässt Spuren. Vor allem im Kleiderschrank. Ich sage nur: Statement 😉 Aber vor allem habe ich in vielen der wunderbar simpel geschriebenen und oft überraschend kurzen Anleitungen fast wie nebenher sehr nützliche Techniken kennen gelernt und auch begriffen. Mir angeeignet.

Sicher kennt ihr diese Momente beim Stricken, wenn man denkt „Ach so geht das! Cool, so mach ich das jetzt immer!“ Davon waren dieses Jahr einige dabei 🙂 Zum Schummeln, Modifizieren und wilden Anleitungen-Kombinieren neigte ich schon vorher, aber #GoWestLanade hat meine Werkzeugkiste um einige Etagen erweitert.

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Mein Umgang mit Farben ist viel ungezwungener geworden (auch wenn ich nicht in der Neon-Korall-Speckle-Ecke gelandet bin). More is more! und Make it your own! lassen sich vielleicht nicht auf jedes künftige Strickprojekt anwenden, aber sie bleiben hängen. Weil sie das Leben bunter und fröhlicher machen. Und was gibt es besseres als selbstgestrickte Fröhlichkeit?

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Anleitung: „Penguono“ von Stephen West
Größe: L
Garne: hauptsächlich DROPS Baby Merino, DROPS Merino Extra Fine, Malabrigo Arroyo, Malabrigo Rios und Madelinetosh Tosh DK (siehe Ravelry-Projekt)
Nadeln: KnitPro Zing Nadelspitzen 4,0 mm, 4,5 mm und 5,0 mm (sowie unterschiedliche Seillängen)
Modifikationen: zweifarbiges Patent und „Knit and Slide“-Passagen, Schulterstücke eingestrickt statt eingenäht

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Kommentare

  1. Von Bettina J. am 30. Dezember 2016:

    Ach Mensch, das Jahr schon rum. Danke für all eure tollen Go West Lanade Blog Beiträge.

  2. Von Birgit am 31. Dezember 2016:

    Wow, sieht ja echt klasse aus! Und das sage ich als (noch?) nicht West-Begeisterte. Dieses megaschicke Teil fängt aber gerade an in mir den Gedanken “Vielleicht sollte ich doch auch mal…” gären zu lassen 🙂 Ein Statement braucht doch jede, oder?
    Besonders gut gefällt mir das Farbspiel und der zweifarbige I-Cord.
    Danke für Eure tollen Beiträge und dass Ihr mir immer wieder Flöhe ins Ohr setzt 🙂
    Alles Liebe für 2017

  3. Von Hanka am 02. Januar 2017:

    Liebe Antje,

    das hast Du aber gut gemacht 🙂 Ich finde die Farbkombi prachtvoll, die wärmt mich ums Herz.
    Sehr schick! Und nach dem West – Jahr – – – was kommt als nächstes?

  4. Von Kathi am 03. Januar 2017:

    Ein schönes Jackendings, ich bin begeistert von deiner Farbauswahl! Jetzt muss ich stark aufpassen, dass ich so auf den letzten Drücker nicht doch noch West-Fan werde :-O
    An i-Cord habe ich mich bisher noch gar nicht herangewagt. Nun, da ich deinen zweifarbigen Abschluss sehe, komme ich nicht mehr drumrum, dieses Werkzeug muss ich auch unbedingt in meiner Kiste haben!!
    Wieder schöne Fotos, machen echt gute Laune! Vielen Dank für den tollen Beitrag! 🙂

  5. Von Claire Lyon am 05. Juli 2018:

    Hello! I was wondering if I could ask what size you knitted to for this?

    Trying to work out what I would be

    Thanks
    Claire

    • Von Antje am 06. Juli 2018:

      Hi Claire!
      Penguono is actually onesize but concerning my yarn choices, this would be a size L. I usually wear size M and I wanted it to be a bit oversized 🙂 Hope this helps!

      Happy knitting!

  6. Von Haike am 01. November 2019:

    Liebe Antje,
    wie hast Du denn die Schultern eingestrickt? Angeschlagen und dann die Maschen links und rechts mitgenommen?
    Habe nämlich gerade ein Stück Ärmel und die Schulter aufgetrennt, weil das Eingenähte gar nicht gut aussah.

    Beste Grüße
    Haike

    • Von Antje am 01. November 2019:

      Hey Haike! Oh, kann ich seh gut nachvollziehen!
      Hab gerade nochmal nachgeschaut: Ich habe an den Vorder- und Rückenteilen 18 Maschen aufgenommen, die Schulter angeschlagen und dann am Ende jeder Reihe die letzte Schultermasche mit einer der aufgenommen Maschen zusammengestrickt. Wie das möglichst unsichtbar funktioniert, ist ja in den anderen Teilen gut beschrieben.

      Viel Spaß dir! 🙂

    • Von Haike am 01. November 2019:

      Vielen lieben Dank Antje, so mache ich das jetzt.
      einen bestrickenden Herbst noch
      Haike

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