Socken sind ja stricktechnisch so eine Welt für sich, ne? Nicht nur, dass es die großartigsten selbstmusternden Garne gibt, die schon aus dem simpelsten Socken ein kleines Kunstwerk machen. Nein, es gibt auch noch unzählige Designer, die sagenhafte Kreationen mit Fair Isle, Lace und Zöpfen auf kleinstem Raum unterbringen. Doch obwohl ich wirklich gerne Socken stricke und im Winter praktisch nichts anderes trage (an den Füßen, versteht sich), zögere ich gerade bei den wirklich schönen Mustern oft, sie umzusetzen.

Oft finde ich es einfach zu schade, solche detailreichen Designs einfach in Schuhen und unter Hosenbeinen verschwinden zu lassen. Und manchmal, muss ich zugeben, bin ich auch einfach zu faul, mich mit einem aufwändigen Muster durch eine ganze Socke inklusive Ferse, Zwickel und Spitze zu arbeiten. Mein Plan B für jedes Muster lautet deshalb: Stulpen!

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Der große Baby(mützen)-Boom

am 21. November 2017

Ich weiß nicht, ob irgendwas in der Luft liegt, aber im Moment scheinen die Babys nur so aus dem Boden zu schießen. Wohin ich im Freundes- und Familienkreis auch schaue: Babybäuche und Babys, so weit das Auge reicht!

Als Strickwillige freut mich das natürlich sehr. Babys haben gleich zwei entscheidende Vorteile: Sie sind sehr klein (und damit schnell bestrickbar) und sie können sich nicht beschweren, wenn man ihnen irrsinnig süße Sachen strickt (und wenn sie es doch tun, hört niemand auf sie). Wenn, wie jetzt, auch noch eine kalte Jahreszeit dazu kommt, fängt bei mir die Großproduktion kleiner Stricksachen an.

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Schönen guten Tag, meine Damen und Herren, herzlich willkommen zu unserer ersten Sitzung der anonymen Wollrestsammler. Ich mache gleich mal den Anfang: Mein Name ist Nina und ich sammle Wollreste. Hallo Nina.

Nein, nicht aus Überzeugung oder aus der reinen Freude an halben Restknäueln, die ihr trauriges Dasein in den diversen Schränken, Boxen, Handschuhfächern, Projektkörbchen, Sofaritzen und Katzenverstecken meiner Wohnung fristen. Zum Wollrestesammler bin ich nur aus Mitgefühl geworden. Wie könnte ich den Überrest eines Garns, mit dem ich mich durch die Höhen und Tiefen eines Projekts gekämpft habe, einfach so vernichten?

Außerdem könnte es ja sein, dass ich beispielsweise nach dem zehnten Mal Tragen eines Pullovers merke, dass die Ärmel noch um einen Zentimeter verlängert werden sollten, oder eines Tages ein Loch geflickt werden muss oder mir noch was ganz, ganz Tolles für ein halbes Knäuel genau dieser Wolle in genau dieser Farbe einfällt. Und dann bin ich froh, dass ich es aufgehoben habe!

Aber irgendwann muss selbst ich mal den Tatsachen ins Auge sehen: Diese halben Resteknäuel werden nie mehr gebraucht, sondern türmen sich nur und nehmen dem eigentlichen Wollvorrat Platz weg. Deshalb habe ich mal an einem verregneten Sonntag zwei Handvoll Restewolle und ein paar Utensilien zusammengetragen und ein kleines Bastelprojekt gestartet. Das hier ist dabei herausgekommen:

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Pimp my Häkelnadel

am 19. September 2017

Kennt ihr das, wenn so ein kleines rotes Birnchen die ganze Zeit im geistigen Hinterkopf blinkt und einen an etwas erinnern will, aber man kommt einfach nicht darauf, was es will? So geht es mir schon seit einigen Wochen. Ganz besonders hektisch blinkt die kleine Birne, wenn ich neue Beiträge für euch plane und schreibe. Hatte ich da irgendetwas vorbereitet, aber nicht umgesetzt? Hatte Caro mich um etwas gebeten und ich habe es vergessen? Verflixt noch mal, rotes Lämpchen, was willst du?!

Bis ich dann neulich mitten in der Nacht aufgeschreckt bin und Häkelnadelgriffe! gebrüllt habe. Na klar! Ich habe doch bei meiner Häkelnadel-Lehre im Mai versprochen, ein Tutorial zum Verschönern von Metallnadeln zu machen! Wie konnte ich das vergessen? Beruhigt legte ich mich wieder hin (während mein Mann, der vor Schreck aus dem Bett gesprungen ist, vermutlich kein Auge mehr zubekommen hat), um am nächsten Morgen frisch ans Werk zu gehen.

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Ich so neulich am Stricken. Hatte an alles gedacht. Maschenprobe? Check. Körpermaße genommen? Check. Richtige Größe in der Anleitung ausgewählt? Check. Anleitung ordnungsgemäß befolgt, check, ja ja. Dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen, oder? Denkste.

Als ich mein neuestes Projekt, eine Strickjacke aus DROPS Alaska für die ersten kühlen Herbsttage, nach den ersten fünf Stunden hoffnungsvollen Strickens zum ersten Mal hochhielt und so im Ganzen ansah, musste ich der Wahrheit ins Gesicht sehen. Und die lautete: Trotz sorgfältiger Vorbereitungen war ich im Begriff etwas zu stricken, was vielleicht einer Zwölfjährigen passt. Mir jedenfalls nicht. Heul!

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I ♥ Intarsia!

am 11. August 2017

Wenn ich mich so auf Ravelry, Facebook, Stricktreffen und in meinem eigenen Kleiderschrank umsehe und die Stricksachen, die ich dort finde, mit den handgestrickten Sachen vergleiche, an die ich mich aus meiner Kindheit erinnere, fallen mir mehrere Unterschiede auf. Klar, heute sind andere Materialien und Schnitte in Mode als früher. Auch die Strickgarne haben sich weiterentwickelt: hippe Handfärbungen, hochwertige Naturfasern und Neonsprenkel haben Plüschgarne und Plastikkreationen abgelöst.

Darüber hinaus erinnere ich mich aber auch noch an etwas anderes: Gerade Kinderpullover hatten zu meiner Zeit fast immer liebevoll eingestrickte Motive. Rückblickend scheint es mir, als hätte keine Großmutter der Achtziger ihr Enkelkind ohne großes, mehrfarbiges Motiv auf der Brust aus der Strickstube entlassen. Heute dagegen sehe ich kaum noch etwas davon. Fair Isle ja, Streifen ohne Ende, aber eingestrickte Motive? Fehlanzeige. Grund genug für ein Tutorial!

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Spleißen à point

am 03. August 2017

Kennt ihr: spleißen? Ja? Arrr, dann seid ihr möglicherweise Piraten … oder Biochemiker. Aber wisst ihr was – auch als Stricker könnt ihr Spleiß-Kenntnisse gut gebrauchen! Spleißen ist, allgemein gesprochen, eine Methode, bei der ein schnurförmiges Gebilde an sich selbst befestigt wird, nachdem man die ursprüngliche Struktur aufgelöst, die Form je nach Wunsch und Bedarf verändert hat und das Ganze dann in einer dem Ausgangszustand ähnlichen Form fixiert. Mit anderen Worten: höchst nützliche Zauberei 😀

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Mit Nadelspielen ist es wie mit dem Brokkoli und den kleinen Kindern: Manche lieben ihn und manche hassen ihn. Und so, wie manche Kinder gar nicht glauben können, dass irgendwer auf der Welt Brokkoli ohne großes Drama essen kann, können manche Strickerinnen nicht glauben, wie man freiwillig ein Nadelspiel in die Hände nehmen, geschweige denn damit stricken kann. So viele Nadeln, die auch noch an beiden Enden spitz sind?!

Ich kann mich noch gut an meine erste Socke auf einem Nadelspiel erinnern. Für mich stand fest: Ich stricke diese Socke, selbst wenn ich mir bei dem Versuch ein Auge aussteche! Zum Glück sind meine Augen heil geblieben und ich habe den Umgang mit dem Nadelspiel mehr oder weniger gemeistert. Heute stricke ich sehr gern mit Nadelspielen, habe mich aber trotzdem mal nach Alternativen umgesehen. Schließlich ist es immer wieder eine Herausforderung, diese fünf Einzelnadeln beisammen zu halten. Oder man findet sich überraschend im Urlaub ohne Nadelspiel, dafür aber mit großer Sockeninspiration wieder. Wer weiß!

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… und dabei klang die Überschrift anfangs so gut, oder? Tjaja, leider. Die meisten von euch kennen ja die spektakuläre Farbvielfalt bei allen Madelinetosh Garnen – entweder aus erster Hand oder zumindest von den vielen kleinen Fotos im Shop. Und da das Spektrum jetzt schon so groß ist und der Hersteller dennoch immer wieder neue Farben hinzufügen möchte, ist es leider unvermeidlich, dass einige ältere Färbungen aus dem Tosh-Kontinuum verstoßen werden und Ihre Produktion, trotz großer Schönheit und entgegengebrachter Sympathie, eingestellt werden muss.

Discontinued lautet das Urteil: für 57 Farben seit der Einführung von Madelinetosh-Garnen bei Lanade vor ziemlich genau einem Jahr. In derselben Zeit kamen 30 neue Farben hinzu, insgesamt hat die Tosh-Palette also ein bisschen abgespeckt, sodass in den kommenden Jahren Platz ist für viele, spannende Neuentwicklungen, Trends und Lieblingsfarben!

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Wenn es ums Stricken von Pullovern und Cardigans geht, bin ich ja ein bisschen faul: Ich stricke am liebsten nahtlos in einem Stück. Das erspart mir bei Pullovern und Ärmeln eine Menge linker Maschen – die ich einfach nicht so mühelos hinkriege wie rechte Maschen – sowie das Zusammennähen von Einzelteilen. Außerdem kann ich das Teil zwischendurch anprobieren und so sichergehen, dass ich noch auf dem richtigen Weg bin. Und wenn ich schon etwas stricke, was hinterher Schlauchform hat, sehe ich nicht ein, warum ich es nicht gleich als Schlauch stricken darf.

Nun sind aber leider nicht alle Strickmuster aufs Stricken in der Runde oder auch nur in einem Stück ausgelegt. So wie heute die nahtlose Raglankonstruktion der Standard ist, waren früher einfach andere Trends bei den hippen Strickerinnen angesagt. Alle Teile eines Pullovers oder einer Strickjacke einzeln und in Reihen zu arbeiten hat durchaus und unbestreitbar Vorteile – dazu später mehr.

Es ist nur einfach nicht meine Lieblingsart zu stricken. Und gerade wenn ich mal wieder durch die älteren Musterarchive von DROPS Design blättere, bleibe ich an vielen Mustern hängen, weil sie mir sehr gut gefallen, verwerfe sie dann aber wieder nach dem ersten Blick in die Anleitung. Die Tunika „Lovely in Lace“ (DROPS 94-24) zum Beispiel hatte ich bestimmt schon fünfzig Mal offen, bevor es mir wieder einfiel: Das Teil wird in Einzelteilen gestrickt! Och nee, muss das sein?

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Erinnert ihr euch noch an eure ersten Schritte in der Welt des Strickens? Ich schon. Nachdem ich eines schönen Tages aus heiterem Himmel von einem Inspirationsblitz getroffen wurde, aufsprang und Ich will stricken lernen! brüllte, folge sogleich ein zweiter Geistesblitz: Dazu gibt es doch bestimmt was im Internet! Gab es auch, und zwar überwältigend viel. Während ich in YouTube-Videos die Grundlagen lernte, war ich von Ravelry noch heillos überfordert und landete irgendwann auf der Seite von DROPS Design.

Was mich bei DROPS begeistert hat, war natürlich in erster Linie, dass sämtliche Anleitungen gratis waren. Ebenso gut fand ich aber auch, dass für jede Anleitung Garnalternativen aus dem Garngruppen-System von DROPS angegeben werden. Da sieht man auf einen Blick, welche Garne die gleiche Maschenprobe ergeben wie das in der Anleitung vorgeschlagene Garn, so dass man ohne große Rechnerei auf ein anderes Garn zurückgreifen kann.

Als junges, unbedarftes Ding habe ich mir ins Fäustchen gelacht und für meine ersten DROPS-Projekte die jeweils günstigste Garnalternative gewählt – und mich dann hinterher schön geärgert. Denn auch wenn die Maschenprobe stimmt, lässt sich nicht jedes Muster mit jedem Material gleich gut umsetzen. Manchmal bedeutet das nur, dass das Ergebnis nicht ganz so schön ausfällt wie auf dem Modellbild. Und manchmal bedeutet das, dass das Teil geradewegs von der Stricknadel in den Altkleidercontainer wandern kann. In der Hoffnung, dass meine Fehler wenigstens andere vor frustrierenden Fehlschlägen bewahren können, möchte ich heute deshalb einige Garntypen von DROPS vergleichen.

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