Strandgut

Oh Mann, habe ich Lampenfieber. Huuu … hoffentlich geht alles gut! Durchatmen, durchatmen, eins zwei drei, la la la – was? Ich bin schon im Internet? Neiiin! Ich komm noch mal neu rein, okay? Ihr habt nichts gesehen.
Ähem.
Hallo ihr Lieben! Ich heiße euch herzlich willkommen zu einer echten Premiere: meine erste Anleitung für Lanade!

Ich habe alles in einen Topf geworfen, was ich gerne mag, alles weggelassen, was ich nicht mag, eine Priese Oho und ein paar Körnchen Aha hinzugegeben, einmal umgerührt und heraus kam dieses leichte Sommertop:

Bild für Beitrag „Sommertop“ 2

Tadaaa! „Strandgut“ heißt das gute Stück und ist schnell genug gestrickt, um noch in diesem Sommer zum Einsatz zu kommen (so denn der Sommer noch mal zum Einsatz kommt). Es besteht aus der luftigen DROPS ♥ You #7, die auch bei Hitze noch gut auf der Haut liegt. Bei den Kontraststreifen könnt ihr euch dann austoben. Ich habe die edle Malabrigo Mora in 247, Whales Road genommen, die mit ihrem zarten Glanz und der lebendigen Handfärbung einen tollen Kontrast zur Baumwolle bildet. Einen ganz ähnlichen Effekt hat übrigens auch die DROPS Cotton-Viscose! Wer beim DROPS-KAL die Meadows-Decke mitgehäkelt hat, hat vermutlich auch noch jede Menge bunte Garnreste, die hier verwertet werden können.

Bild für Beitrag „Sommertop“ 10

Das Top wird in Runden von unten nach oben mit gleichmäßigen Abnahmen gestrickt, so dass eine locker sitzende A-Linie entsteht. Ab den Achseln geht es an Front und Rücken in Reihen weiter, Träger werden per 3-Needle-Bind-Off zusammen abgekettet und dann seid ihr auch schon fertig. Kein Zusammennähen, keine Ärmel, keine Tränen!

Ich hoffe, dass euch das Oberteil gefällt und bin gespannt auf die Farbkombinationen, die ihr euch einfallen lasst. Ich selbst hatte tausend Favoriten, bis ich mich auf die Türkis-Blau-Variante festgelegt habe, und war dann noch mal total begeistert von den Farben, die unsere wackeren Teststrickerinnen ausgesucht haben – vielen Dank noch mal an euch!

Bild für Beitrag „Sommertop“ 3

Hier habe ich noch ein paar hilfreiche Tipps für alle, die „Strandgut“ stricken wollen:

  • Wenn ihr den Kreuzanschlag bevorzugt und befürchtet, dass euch das Fadenende vorzeitig ausgeht, könnt ihr den Anschlag einfach mit zwei Garnknäulen machen. So geht’s:
    Zwei Knäule nehmen, eine zweifädige Schlaufe bilden und auf die Nadel legen. Jetzt mit den beiden Fäden die angegebene Maschenzahl genauso anschlagen, wie ihr es sonst mit dem Arbeitsfaden und dem Fadenende eines einzigen Knäuels machen würdet. Nur dass jetzt beide Fäden, mit denen ihr die Maschen anschlagt, zu jeweils einem Knäuel führen statt dass, wie sonst, ein Faden zum Knäuel und ein Faden zum Fadenende führt. Nach der letzten Masche das eine Knäuel abschneiden, die Anfangs-Doppelmasche von der Nadel werfen und losstricken. Das gibt zwar zwei Fadenenden mehr zum Vernähen, erspart euch aber den Ärger, den Anschlag mehrfach machen zu müssen.
  • Statt euch damit herumzuschlagen, die sehr lange Anschlagskette vom Verdrehen abzuhalten, könnt ihr das Kraus-Rechts-Bündchen auch in Reihen stricken, die Arbeit erst dann zur Runde schließen und den Spalt später vernähen. Das erspart euch auch die linken Maschen, die für kraus rechts in der Runde erforderlich sind.
  • Um zu vermeiden, dass die Streifen am Rundenübergang Treppchen bilden, kann man die erste Masche jeder Farbe in der zweiten Runde ungestrickt abheben. Ein kleines Tutorial dazu findet ihr in meinem privaten Blog.
  • Bei meinem Exemplar habe ich den Ausschnitt mit festen Maschen umhäkelt, aber einige der fleißigen Testerinnen haben gezeigt, dass ein iCord-Abschluss genauso toll aussieht. In diesem Fall kann man ganz schlau sein, und alle Maschen, die laut Anleitung am Halsausschnitt abgekettet werden, einfach nur stilllegen.

Noch Fragen zur Anleitung? Immer raus damit, ich helfe euch gerne weiter und wünsche euch in jedem Fall frohes Stricken!

PDF Anleitung „Strandgut“ Deutsch

PDF Anleitung „Strandgut“ Englisch

Bild für Beitrag „Sommertop“ 6

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Kommentare

  1. Von Petra P. am 06. August 2016:

    Hallo Nina,

    Du brauchst doch kein Lampenfieber zu haben, so wie Du bis jetzt gestrickt hast und uns es vorgestellt hast, war alles super okay.
    Stricken bleibt gleich stricken, auch wenn es Deine erste Anleitung für Lanade ist.
    Das Sommertop gefällt mir an Dir sehr gut und mit dem tollen Hintergrund lädt er direkt zum Strand ein.
    Für mich werde ich aber den einfarbig stricken, da mein ” zarter ” Körper keine Querstreifen verkraftet, aber A- Linie ist gut.
    Deine Farbkombination gefällt mir sehr gut, die steht Dir gut und passt auch zum Meer.
    Du hast für den ” Strandgut ” wieder eine tolle Erklärung abgegeben. Vielen Dank und mach weiter so!

    • Von Nina am 06. August 2016:

      Hallo Petra,

      gerade an die größeren Größen habe ich beim Entwurf des Tops auch gedacht. 90 % der Anleitungen, die ich auf Ravelry gefunden habe, saßen so unsäglich eng, dass man das oberhalb Größe XS gar nicht anziehen mag.

      Was ich mir statt der vorgeschlagenen Streifenmenge auch bei kurvenreichen Damen gut vorstellen kann, ist nur die obersten drei Streifen zu stricken. Das ist dann nicht ganz so schlicht wie eine einfarbige Version und zieht den Fokus mehr auf den Oberkörper. Wenn du dir die Anleitung ansiehst, wirst du merken, dass die Abnahmen für die A-Linie immer im gleichen Rhythmus wie die Streifen auftreten, du könntest also einfarbig anfangen und dann bei den letzten drei Abnahmen mit deinem Mini-Streifenmuster einsteigen. Sag gern Bescheid, wenn du Hilfe brauchst!

  2. Von Isabell am 06. August 2016:

    Hallo Nina, vielen Dank für die schöne Anleitung inklusive der hilfreichen Tipps. Rein zufällig habe ich hier noch ein paar Knäulchen DROPS ❤you 7 liegen – da muss ich doch mal eben gucken gehen… Tschüss und Danke nochmal!

  3. Von Britta am 06. August 2016:

    Hi, Petra,

    wenn Du die Streifen ganz fein wählst, also nur jeweils 2 Reihen hoch verschwindet der verbreiternde Effekt der Querstreifen, ich weiß es genau, weil ich immer gut 3650 Maschen anschlagen muß….es funktioniert und sieht gut aus.

  4. Von Britta am 06. August 2016:

    uups, nö, soviel auch wieder nicht, ich meinte 350 Maschen………

    • Von Nina am 06. August 2016:

      Haha, und ich wollte dich schon fragen, was für eine mördermäßige Maschenprobe du hast! ;-P

  5. Von Petra P. am 07. August 2016:

    Hallo Nina,
    jetzt zum Sonntagmorgen habe ich mir das Strickprojekt erst einmal ausgedruckt. Gestern war ich zu faul- da ich neben dem Stricken z. Zeit spannende Bücher von ” Linda Howard ” lese und das kann schon mal bis tief in die Nacht hinein gehen.
    Aber Dein Tipp ist gut, mit den schmaleren Streifen in Busennähe, den dort hat mein Körper auch paar Mal ” hier ” geschrien. Ich denke auch über ein Lochmuster für die obere Hälfte nach, vielleicht so 5 cm, und dann etwas breitere Träger.
    Jetzt wünsche ich aber noch einen sonnigen Sonntag
    und liebe Grüße
    Petra

  6. Von Anonymous am 04. Januar 2017:

    Hey! Sorry for the English, my German is barely conversational and I know NO knitting terms in German …

    I’m doing this pattern and I’ve gotten to where I am making the straps:

    “Work in stockinette until work measures 18 (17 / 18 / 19 / 20 / 21) cm from arm hole, keep slipping the rst stitch of every row.”

    Where do I measure the arm hole at? It all kind of blends together at this point so I’m not sure if I’m measuring to the center of it or to the top of the last contrasting stripe or what.

    • Von Nina am 05. Januar 2017:

      Hey Anon! Just start measuring from the point you first bind off stitches for the arm hole, i.e. the center of the armhole. It may also be helpful to try your garment on from time to time to make sure it fits you. There’s no need to be nervous about the straps anyway – with the bottom-up construction you can easily open the strap seams and rip or add a few rows should you be unsatisfied with the strap length. 😉

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