Wo ist die tragbare Häkelmode?

Kommt mal ran, Kinderchen! Heute erzähle ich euch einen Schwank aus meinen jungen Tagen. Als ich noch ein unbedarftes Ding war und gerade erst die große Welt der Wolle kennen lernte, war ich eine reine Häklerin. Gehäkelt habe ich schon als Kind und mit dem Häkeln fühlte ich mich sicher: Eine Nadel, eine Masche – da kann nicht so viel schiefgehen wie mit diesen schlüpfrigen Stricknadeln und ihren vielen, vielen Maschen.

Nach den obligatorischen Häkelschals war ich dann soweit, mein erstes großes Projekt zu beginnen. Der Cardigan „Whispers“ von DROPS Design sollte es sein, für den ich mit meiner ersten Bestellung bei Lanade DROPS Safran in Marineblau besorgte.

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Das Garn war großartig, aber der fertige Cardigan … nicht so sehr. Nicht nur, dass der gehäkelte Stoff ziemlich steif war, das ganze Modell sah auch nicht wirklich nach etwas aus, was ich gern tragen wollte. Das hätte ich mir vermutlich auch vorher denken können, wenn ich beim Betrachten der Anleitung für einen Moment die rosarote Begeisterungsbrille abgenommen hätte. Na gut, dachte ich, Lehrgeld bezahlt. Der Cardigan wurde geribbelt, stricken wurde gelernt und die gute Safran begann ihr zweites Leben als Tunika, die ich noch heute gerne trage.

Trotzdem hat mich das Thema Häkelmode nie losgelassen. Mit den Jahren habe ich etwas besser gelernt, Muster auf ihre tatsächliche Alltagstauglichkeit hin einzuschätzen. Aber so richtig gereizt hat mich noch keine Häkelanleitung. Ein kurzer Hoffnungsschimmer bei der DROPS Kollektion Frühling/Sommer 2015, die den schön schlichten Lochpullover „Just Me“ präsentierte. Der war mit DROPS Cotton Light schnell gehäkelt, rief dann bei mir aber ähnliches Entsetzen hervor wie meine erste Häkeljacke: Hilfe, ich bin ein menschlicher Topflappen!

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Auch dieser Pullover wurde wieder geribbelt und in ein ungleich unproblematischeres Strickstück verwandelt. Aber mein Forschergeist war nun geweckt: Was ist los mit der aktuellen Häkelmode? Wo sind die guten Anleitungen für gehäkelte Pullover, Tops und Cardigans, die die Lässigkeit und Alltagstauglichkeit der Stricksachen einer Isabell Kraemer oder Heidi Kirrmaier haben?

Leider fällt die traurige Mehrheit der Häkeloberteile, die ich bei DROPS sehe, in eine von drei Kategorien: Hippie, Zierdeckchen oder eben Topflappen.

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Das ist natürlich zu hundert Prozent mein persönlicher Geschmack und ich möchte auch niemandem damit zu nahe treten. Wer solche Modelle häkeln möchte und sich darin wohl fühlt, soll um Himmels Willen damit weitermachen! Insgeheim wünschte ich, ich könnte all diese bunten Hippie-Kreisjacken mit dem passenden Selbstbewusstsein tragen. Kann ich aber irgendwie nicht.

Und wenn ich mir bei Ravelry ansehe, wie viele (beziehungsweise wenige) Leute diese Anleitungen nachhäkeln, scheint es mir, dass ich da nicht die einzige bin. Und das Problem betrifft nicht nur DROPS-Anleitungen, sondern erstreckt sich auf so ziemlich alles, was ich auf Ravelry finde.

Es ist nun mal so, dass Gehäkeltes immer fester und schwerer wird als Gestricktes. Ein Häkelpullover aus Stäbchenmaschen wird nie so schön geschmeidig sein wie ein Strickstück aus dem gleichen Garn. Aber muss er das denn überhaupt? Nein, denke ich, denn dann könnte man ihn ja auch direkt stricken.

Ich meine, man sollte die Eigenarten des Häkelns als Stärken des fertigen Stücks einsetzen. Was ein Baumwollgarn in einen so knüppelfesten Lappen verwandelt, dass man damit tatsächlich die heiße Auflaufform anfassen kann, macht wiederum aus einem flutschigen Alpaka-Garn ein angenehm stabiles Gewebe, das trotzdem noch anschmiegsam ist. Erinnert ihr euch noch an Sonyas Gastbeitrag über die Häkeljacke aus DROPS Air? Sie hat es genau richtig gemacht! Ein unaufgeregtes Muster, ein weiches Garn – so gefällt mir Häkelmode!

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Wer ein bisschen sucht, findet noch mehr Modelle dieser Art bei DROPS, die mit Alpaca oder Brushed Alpaca Silk als Beilauffaden gehäkelt werden und ein angenehm zurückhaltendes Design haben. Die etwas plüschigeren Alpaka-Garne helfen sogar noch dabei, die etwas knotige Häkeloberfläche gleichmäßiger erscheinen zu lassen.

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Kann man machen, oder? Maßnahme Nummer eins für tragbare Häkelmode könnte also darin bestehen, schlichte Häkeldesigns mit weicherem Garn wie zum Beispiel DROPS Alpaca, DROPS Baby Alpaca Silk, DROPS Flora oder DROPS Air umzusetzen statt mit starrer, schwerer Baumwolle. Also genau das Gegenteil von meinem ersten Häkelcardigan!

Aber gibt es gar keine schönen Häkelanleitungen, die etwas verspielter sind? Doch, durchaus. Designerin Vicky Chan aus Kanada zum Beispiel kombiniert Häkeln und Stricken zu Kreationen, die gut sitzen und gleichzeitig außergewöhnlich sind.

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Das zweite Teil habe ich übrigens damals aus der DROPS Safran nach der großen Ribbelaktion gearbeitet und liebe es – trotz Baumwoll-Häkelei!

Die lettische Designerin Linda Skuya wiederum hat großartige Häkelanleitungen, die jede altmodische Tischdecken-Anmutung weit hinter sich gelassen haben und sich in keiner Weise hinter der aktuellen Strickmode verstecken müssen. Da hätten wir „Kiss the Dawn“, ein Pullover mit Rückeneinblicken, die mit einem Strickmuster schwer bis gar nicht zu erreichen wären:

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Das „Slide Tank Top“, das sich die Tatsache zunutze macht, dass verkürzte Reihen beim Häkeln eine lächerlich einfache Angelegenheit sind:

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Und das „Galactic Orbits Top“, um das ich schon seit Ewigkeiten herumschleiche. Ob es alltagstauglich ist, weiß ich nicht. Aber ein Stückchen Hippie steckt wohl auch in mir:

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Mein guter Vorsatz für 2017 lautet daher: Ein schönes Oberteil häkeln!

Was meint ihr, hat Häkelmode eine Zukunft? Habt ihr noch ein paar Geheimtipps auf Ravelry? Oder seid ihr im Gegenteil vollkommen zufrieden mit dem Angebot an Häkelanleitungen und findet meinen Modegeschmack zum Kopfschütteln? Lasst es mich wissen, ich bin gespannt!

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Kommentare

  1. Von Karo am 10. Januar 2017:

    Hi Nina,
    mal wieder ein super Artikel! Mir geht’s oft ähnlich, aber ein paar schöne Sachen hab ich schon gefunden.
    Ich hab mal den Miss Moneypenny gehäkelt, der passt gut und leiert auch nicht so aus wie ein gestrickter Rock. Die Wolle die ich benutzt habe ist leider mit weißer Banderole gewesen, also keine Ahnung was da drin war…
    Aus vor-Lanade-Zeiten stammt ein Frost Flowers Tuch, das finde ich sehr angenehm zu tragen. Vielleicht ist der Lakeside Pullover mit dem gleichen Muster ja was?
    Ansonsten schleiche ich noch um den Winter Elegance rum. So ne kuschlig-weiche Jacke aus Cloud hötte doch was, oder?

    Die Designs die du vorgeschlagen hast sind übrigens sehr gemein! Alle hübsch und tragbar. Eigentlich hätte ich ja was anderes zu tun, aber ich glaub ich geh mal wieder Wolle kaufen… 😛

    • Von Nina am 10. Januar 2017:

      Hallo Karo,
      guter Punkt – Röcke sind vermutlich ein Sonderfall beim Häkeln! Da verlängert das feste Gewebe sicher die Lebensdauer um einiges und viele Modelle bei Drops sind absolut tragbar.
      Den Lakeside habe ich tatsächlich lange überlegt als Beispiel für okaye Häkelsachen mit aufzunehmen, kann mich aber irgendwie nicht so richtig entscheiden, ob ich ihn gut finde. Vielleicht wenn man das Lochmuster noch etwas hochzieht …

    • Von Nina am 10. Januar 2017:

      Der Favorite Crochet Pullover ist ja genial, den kannte ich noch gar nicht! Danke für den Tipp! 😀

  2. Von Petra P. am 10. Januar 2017:

    Hallo Nina,
    guten Morgen, zum “ Neuen Jahr “ hast Du gleich ein brisantes Thema angeschlagen und dazu noch einen tollen Beitrag geschrieben. Ich weiß auch nicht, warum das Häkeln so in den Hintergrund getreten ist.? Man häkelt fast nur Mützen oder einmal eine Stola, was ich so im Stricktreff beobachte aber größere Teile eigentlich sehr selten. Ich habe mir aber einmal den Poncho , das Titelbild von Drops- Heft 147 gehäkelt mit Drops Muskat und Drops Paris und einer anderen Wolle aber genau die gleiche Farbauswhl , wie auf der Titelseite. Für dieses Jahr habe ich mir wieder einen Sommerpulli ausgesucht, den ich auch häkeln werde. Das Gehäkelte, was Du hier vorgestellt hast sieht wirklich klasse aus, ich bin begeistert.
    Deshalb sollten wir uns nicht nur mit Stricken befassen, sondern auch ab und zu mit Häkeln.

    • Von Nina am 10. Januar 2017:

      Hallo Petra,
      ich bleibe auf jeden Fall dran! 😉

    • Von Nina am 10. Januar 2017:

      Northern Dreams steht definitiv auf der Yay-Seite der Häkelmode! Sowas würde ich mir sogar mit noch mehr Farbmustern wünschen. Vielleicht sollte ich einfach selbst einen designen …

  3. Von Sabine am 10. Januar 2017:

    Was Du geschrieben hast, kann ich nur bestätigen. Also, dass gestricktes mehr „leiert“ als gehäkeltes. Für eine Decke aus Baumwollgarn habe ich drei Anläufe gebraucht, bis ich zufrieden war. (1. Version gehäkelt, aber zu materialintensiv, 2. Version gestrickt, rieeesig, sehr riesig, 3. Version gehäkelt, Stäbchen – perfekt).
    Die nächste Decke habe ich dann gleich gehäkelt und sie ist unser liebstes Teil zum kuscheln auf der Couch. 😉
    Vielleicht sollte ich mich auch mal ein tragbares Häkelteil trauen.
    Der Favorite Crochet Pullover sieht sehr verlockend aus.

  4. Von Sandy am 10. Januar 2017:

    Hallo Nina, Du sprichst mir aus dem Herzen. Häkeln ist so toll, aber wenn man eher Fan von schlichterem Design ist, wird’s kompliziert. Aber ich geb nicht auf und hab mir auch ein Häkelprojekt vorgenommen für dieses Jahr.

    Eines meiner Liebligsprojekte auf ravelry ist das hier:

    http://www.ravelry.com/patterns/library/mavka

    Wunderschön anzuschauen, aber mit Sicherheit eine Quälerei sondersgleichen – aus 100% Leinengarn. *seufz*

    • Von Nina am 10. Januar 2017:

      Oha, das sieht in der Tat herausfordernd aus. Aber die Variante der einen Häklerin in der Projektliste mit dem hellen Garn über dem pinken Kleid: perfekt!

  5. Von Asterchen am 10. Januar 2017:

    „Diamonds in the Sun“. Gehäkelt, in Baumwolle, absolut tragbar. Hab schon zwei davon 🙂

  6. Von Katrin am 10. Januar 2017:

    Ja liebe Nina,
    deshalb liest man ja auch in den Drops – Heften unter „Tipps“: 1. Garn: verderben sie nicht ein schönes Modell durch das falsche Garn.
    Aber Alpaca direkt auf der Haut? Ich hätte auch mit der Safran geliebäugelt. Ich denke, daß Baumwollgarn oft ein klein wenig lockerer gestrickt / gehäkelt werden muss, als Wolle. Dann kann man sich aber wahrscheinlich nicht mehr genau an die Anleitung halten …. Die DROPS ♥ You #7 hätte sich vielleicht eher als Ersatz geeeignet, weil sie lockerer gezwirnt ist ?!
    Der Cardigan „Whispers“ fiel mir damals auch gleich ins Auge und ebenfalls „Up North“ – Drops /127/7. Da würde ich allerdings die Taschen und das Stäbchenmuster an den Ärmelabschlüssen weglassen.
    Ich habe in diesen Tagen in einem Konfektions – Katalog einen sehr hübschen Häkelpulli gesehen. Zusammengesetzt aus einzelnen Häkelblüten und hat kein bißchen was von Topflappen o.ä.
    Sehr inspirierend…..

    Liebe Grüße und viel Erfolg beim Sommer-Häkel-Projekt!
    Katrin

    • Von Nina am 10. Januar 2017:

      Sieh mal einer an, diesen Satz habe ich bisher immer überlesen! 😛
      Aber du hast Recht, Alpaka auf der Haut ist nicht jedermanns Sache und meine auf gar keinen Fall. Bei Baumwollgarnen würde ich aber fast sagen, dass eine lockerere Verzwirnung nur begrenzt hilfreich ist – das Material hat einfach seine Grenzen was die Flauschigkeit angeht. Ist aber wie immer natürlich auch Geschmackssache. 😉

    • Von Nina am 10. Januar 2017:

      Hallo Julia,
      auch nicht verkehrt, der Peanut Butter Cardigan! Danke für den Tipp! 😀

    • Von Britta am 10. Januar 2017:

      oh nein, Sekretärinnenlook aus der Vorkriegszeit……

    • Von Nina am 11. Januar 2017:

      Hey Ina,
      der Poncho sieht in der Tat sehr gut aus! Im Bereich Ponchos, Tücher und Schals kann die Häkel-Fraktion aber auch wieder gute Punkte sammeln, finde ich. 😉

  7. Von Anca am 10. Januar 2017:

    Hallo Nina,

    danke für den tollen Beitrag! Ich bin nach nicht so lange Handarbeiterin und bisher nur beim Häkeln. Da kenne ich das geschilderte Problem nur allzu gut und habe bereits in Betracht gezogen, doch Stricken zu lernen, weil ich ständig ganz neiderfüllt auf die vielen schönen Modelle schaue…
    Den Lakeside Cardigan habe ich schon gehäkelt und der gefällt mir sehr gut. Der trägt allerdings sehr auf, was für mich persönlich aber nicht so tragisch ist, da ich sehr schlank bin. Loch Ness habe ich auch schon nachgearbeitet, aber das Ergebnis hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich mit Andes gearbeitet habe und das Teil insgesamt einfach viel zu schwer und das Garn zu dick ist finde ich… Zuletzt habe ich den Misty Mountain Pullover mit Merino Extra Fine gehäkelt, den trage ich sehr gern. Bei den Tops habe ich Aphrodite mit Drops Belle ausprobiert, aber ganz überzeugt bin ich vom Ergebnis nicht… Ist leider deutlich steifer geworden, als es auf den Fotos wirkt. Und dann noch die Mandarina für den Strand – ganz nett…

    Bei ravelry bin ich erst ganz kurz und freunde mich gerade an. Vielen Dank auf jeden Fall für den Link zu Linda Skuja, das sind wirklich tolle Modelle! Da werde ich bestimmt einmal was nacharbeiten.

    Viele Grüße
    Anca

    • Von Monk am 10. Januar 2017:

      Das Top Aphrodite hab ich erst vor 2 Tagen endlich fertig gestellt. Es ist keineswegs perfest aber ich mag es wirklich sehr gerne!

    • Von Nina am 11. Januar 2017:

      Hallo Monk,
      die Aphrodite hat offenbar viele Fans gefunden! Welches Garn hast du verwendet?

  8. Von Moni am 10. Januar 2017:

    Ich kann gar nicht stricken und häkel nur. das aber sehr gern!! von drops hab ich schon manches gehäkelt wie die kurzärmelige jacke „marina“, das top „Aphrodite“ und zuletzt das Set „Winter fanfare“ aus Pulswärmern Mütze und schal…. ich bin von vielen Anleitungen sehr begeistert.
    in deinem blog Beitrag steckt aber viel wahres. häkeln wird immer als etwas altbackens angesehen.

  9. Von Asimina am 11. Januar 2017:

    Es gibt verschiedliche modische Häkelmodelle auf Ravelry und in Bücher, die sind nur nicht so bekannt wie beim Stricken, meiner Meinung nach. Ein Beispiel davon ist die Designerin Kristin Ohmdahl: sie häkelt ganz hervorragende Modellen. Mein lieblings Buch von ihr ist Crochet so Lovely: http://www.ravelry.com/patterns/sources/crochet-so-lovely/patterns. Fast jedes Modell vernutzt eine andere Häkelmethode. 🙂

    Ich glaube, ein andere wichtiger Teil des Problemes „Wo ist die tragbare Häkelmode?“ liegt auch bei die Situation, wo Anleiturngen zu schreiben für Häkeln, schwieriger als für Stricken ist.

    • Von Nina am 11. Januar 2017:

      Das stimmt, Asimina. Es gibt zwar ein paar hilfreiche Chart-Maker-Tools im Internet, aber Häkelanleitungen schreiben ist und bleibt ein Krampf. Auch für die „Großen“, glaube ich – zumindest häkle ich gerade ein Modell eines namhaften Musterproduzenten (den ich jetzt mal nicht nenne), bei dessen Chart es zum Verzweifeln uneindeutig ist, in welche Masche man einstechen soll …

    • Von Asimina am 11. Januar 2017:

      Ja! Das geht so, haüfig mit Häkeln.

  10. Von Johanna am 12. Januar 2017:

    Hallo 🙂
    Absolut richtig. Für den miss moneypenny von Drops hab ich dennoch schon einige Komplimente bekommen 🙂 hab ihn allerdings etwas figurbetonter und eher High-waste gemacht 😀
    Es gibt wie ich finde auch wenig tragbare häkelmode für Kinder :/ da muss es ja auch ein bisschen praktisch sein 😀

  11. Von Sabine am 13. Januar 2017:

    Hallo Nina,
    Du schreibst mir aus der Seele! Ich habe einen ganzen Satz Häkelnadeln geschenkt bekommen und werde sie wohl nur dazu benutzen, runtergefallene Strickmaschen wieder aufzunehmen.
    Mir scheint auch alles etwas altbacken, mit EINER Ausnahme:
    im letzen Sommer habe ich Häkelschals von Sophie Digard gesehen, es sind die altbekannten Grannysquares, allerdings in nur Daumennagelgröße. Das ist auf den Fotos im Netz leider nicht so gut zu erkennen. Hauchdünnes Leinengarn in zarten Farben, wunderschön!!
    Wünsche Dir ein strick- und häkelfreudiges Jahr!
    Viele Grüße
    Sabine

  12. Von Christine am 14. Januar 2017:

    In der Tat ist es mit schönen Häkelmodellen nicht so einfach. Aber wie die Kommentare zeigen, sind Geschmäcker ja bekanntlich verschieden.
    Ich mag weder Topflappen noch Grannylook zum Anziehen und schon gar kein Flächenhäkeln, weil mir das zu brettig wird. Flächen stricke ich lieber.

    Was mir aber gut gefällt, sind lockere Häkelspitzen- und Durchbruchmuster (da braucht’s dann halt ein Shirt drunter). Ich rate zum Ausprobieren und Kombinieren: Häkelmuster gibt’s bei drops und Ravelry an masse. Flächen stricken und Häkelspitzen einarbeiten. Oder sich ein Spitzenmuster aussuchen und das nicht rund und rüschig wie ’ne Tischdecke, sondern mit geraden Kanten (z.B. eingefasst mit festen Machen) häkeln. So haben meine Jacken zwar verspielte Muster aber strenge Schnitte. Und auch das Ausprobieren von Material und Häkelnadelgrößen, das ihr schon genannt habt, kann ich nur bestätigen. Der Charakter des Modells verändert sich dadurch immens.

    Ich habe zwei Häkeljacken, eine aus Baumwolle in Topflappenstärke, sehr locker gehäkelt, eine in einem Baumwolle-Leinengemisch, fest verhäkelt, eine große Stola aus Leinen-Seide im Gänseblümchenmuster in etwa wie:
    http://www.garnstudio.com/pattern.php?id=4110&cid=9
    und ein Dreieckstuch nach:
    http://www.ravelry.com/patterns/library/alpine-shawl aus Drops #5.

    Das hätte ich auch noch auf der Agenda (luftige Spitze, fluffiges Garn, Farbverlauf):
    http://www.ravelry.com/projects/Katyanovikova/water-lilies

    Danke für das Thema. Häkeln geht schnell und ist einfach und es liegt an uns, es zu modernisieren, oder?!

  13. Von KaddisKreativeKiste am 15. Januar 2017:

    Liebe Nina,
    erstmal danke für den tollen Artikel und die Links. Sind tolle Anregungen dabei, die auf meine ToHäkel Liste kommen.
    Ich gebe dir definitiv Recht das es im Vergleich zu Strickmode nicht annähernd so viele schöne Häkelmode gibt.
    Dennoch finde ich das man im Netzt durchaus gut fündig wird.
    Ich habe schon diverse Kleidungsstücke gehäkelt und auf meinem Blog vorgestellt:
    https://kaddiskreativekiste.wordpress.com/
    Vielleicht ist ja auch etwas dabei was dich anspricht ;-). Ich persönlich häkel gerne Kleidungsstücke – bervorzugt Kleider – in Runden, mit Lace Garn von Lady Dees.
    Momentan häkle ich nach einer Drops Anleitung für ein Kleid….hierzu verwende ich das erste mal 100% Alpaca….mal schauen wie es raus kommt. Stelle es entsprechend in den nächsten Tagen auf meinem Blog vor.

    Hier noch eine Sammlung meiner Favoriten:
    https://kaddiskreativekiste.wordpress.com/2015/09/27/tunika-lacey-days/
    https://kaddiskreativekiste.wordpress.com/2016/01/18/poncho/
    https://kaddiskreativekiste.wordpress.com/2015/08/23/blaettertunika/
    https://kaddiskreativekiste.wordpress.com/2015/07/04/fledermauspulli/
    https://kaddiskreativekiste.wordpress.com/2015/07/25/feather-and-fan-top/ (die deutsche Anleitung auf ravelry ist von mit)
    https://kaddiskreativekiste.wordpress.com/2015/06/04/elise-shawl-schultertuch-schal/

    LG Kaddi

  14. Von Elisabeth am 19. Januar 2017:

    “ Hippie, Zierdeckchen oder eben Topflappen“ 🙂 . Super auf den Punkt geracht, fehlt nur noch Urgroßmutters Sofakissen.
    Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, zu gucken, ob man auch im Stil von z.B. Isabell Kraemer häkeln kann. Seeehr spannend, was Du hier versuchst.
    Einmal habe ich eine Jacke für meine Mutter (90) gehäkelt, und zwar aus einem Garn, das der Drops Delight sehr ähnlich ist, mit einer Nst .4. Diese dünnen, flauschigen Garne, ergeben einen locker fallenden Stoff, wie Du es auch von Drops Alpaca schreibst. Bleibt noch die eher langweilige Struktur, der Stäbchen auf großer Fläche. …..
    Vielen Dank für diesen Blog-Eintrag.
    Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

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