Welche Strickzeitschrift ist die richtige für mich?

Das Internet ist eine feine Sache, aber manchmal möchte man sich einfach nur mit einer Zeitschrift und einem schönen Heißgetränk auf einem Sofa langmachen. Aber was für Zeitschriften gibt es denn eigentlich für Strickbegeisterte und vor allem: welche davon taugen etwas? Dieser Frage bin ich für euch auf den Grund gegangen.

Bewaffnet mit einer großen Tasse Kaffee und einer Packung Schokokekse als Wegzehrung habe ich mich durch vier Strick-Magazine gearbeitet: The Knitter, Simply Stricken, Sabrina und Brigitte Kreativ. Aus Urheberrechtsgründen kann ich euch leider keine Bilder der Zeitschriften selbst zeigen (fragt nicht …), ich tue aber mein Bestes, um euch meine Leseeindrücke anschaulich zu schildern.

The Knitter

Bild für Beitrag „Zeitschriften“ 1

Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich beim Knitter eigentlich um eine britische Publikation, die für den deutschen Markt übersetzt wird. Dadurch ergibt sich leider auch schon direkt der erste Nachteil: Die vorgestellten Strickprojekte verwenden fast durchgängig Garne, die in Deutschland schwer zu bekommen sind, was den Nachstricktrieb etwas hemmt und den Eindruck vermittelt, hier nur das aufgewärmte und übersetzte Süppchen der Briten vorgesetzt zu bekommen.

Die Macher der Zeitschrift gleichen das aber aus, indem sie am Ende des Hefts für jedes Modell deutsche Garnalternativen liefern. Außerdem ist das Magazin so schön und hochwertig aufgemacht, dass man den Garn-Eklat verschmerzen kann.

Die Modelle im Knitter kommen mir immer etwas konservativ vor, aber das mag mein persönlicher Geschmack sein. Dafür sind die Anleitungen sehr ausführlich und erhalten genügend Platz. Als Ravelry-Dauergast irritiert mich bei den Anleitungen im Knitter manchmal, dass sehr viele Modelle in Einzelteilen statt in einem Stück gestrickt werden sollen. Aber auch das ist mehr so eine Geschmackssache und hält mich nicht vom Nachstricken ab.

Schön finde ich, dass The Knitter weit über das Thema Anleitungen hinausgeht und auch News aus der Strickwelt bis hin zu Buchempfehlungen liefert. Herausragend finde ich die Technikbeiträge, die von Überlebenstipps beim Lacestricken über Sockentechniken bis hin zur Einführung in die Funktionen von Ravelry wirklich nützliche Themen behandelt.

Gesamtwertung The Knitter

Yay: gute Technikbeiträge
Nay: aufgewärmte Anleitungen, britische Garnvorschläge
Perfekt für: fortgeschrittene Strickerinnen, die gern was dazulernen wollen

Simply Stricken

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Die Simply Stricken ist so etwas wie die Bravo der Wollwelt: Bunt, jung und immer mit einer kleinen Gratis-Beilage, die man nicht wirklich braucht, aber unbedingt haben will, sobald man die Zeitschrift im Regal entdeckt hat. Meine Ausgabe hat ein Sockenlineal, juhu!

Neben der Simply Stricken gibt es noch Simply Häkeln, Simply Nähen, Simply Kreativ sowie eine schier endlose Palette Themenhefte zu bestimmten Kreativtechniken wie Socken, Amigurumi, Ausmalen und dergleichen. Der Aufbau ist aber im Prinzip immer gleich und ganz ähnlich der Knitter: Viele News, Tipps und viel Unterhaltung rund um einige ausführliche Anleitungen.

Im Gegensatz zur Knitter sind die Modelle in der Simply Stricken aber deutlich jünger und farbenfroher, was mir persönlich sehr gut gefällt. Für mein Gefühl ist es auch leichter, ein Simply Stricken-Modell durch eigene Modifikationen etwas zu zähmen, als ein konservatives Knitter-Modell in Eigenregie aufregender zu machen. Aber auch das ist wieder Sache des Geschmacks und der Phantasie.

In jedem Fall ist die Simply Stricken sehr anfängerfreundlich. Kleine Symbole am Beginn jeder Anleitung zeigen im Vorhinein, mit welchen Techniken und Materialanforderungen man es zu tun haben wird, das gefällt auch mir als alter Strickhäsin. Einzelne Techniken werden zudem sehr ausführlich und gut bebildert erklärt. Sehr gut!

Gesamtbewertung Simply Stricken

Das gefällt: junge Modelle, anfängerfreundlich, Gratis-Geschenke
Das fehlt: Poster von Stephen West zum Heraustrennen und übers Bett hängen
Perfekt für: Anfänger und alle, die ohne große Knobelei Modelle nachstricken wollen

Sabrina

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Nach den ganzen neumodischen Heften wollte ich mal eine Strickzeitschrift der alten Schule unter die Lupe nehmen. Die Sabrina ist mir dabei mittels Auszählreim als Repräsentantin einer ganzen Palette sehr ähnlich erscheinender Zeitschriften in den Einkaufskorb gewandert. Anna, Verena, Rebecca, Diana, und wie sie nicht alle heißen, mussten sich ein anderes Zuhause suchen.

Die Sabrina gibt sich gar nicht erst Mühe, mit humorvollen Listen oder Buchvorstellungen den Anschein eines Lifestyle-Magazins zu erwecken. Hier gehts direkt zur Sache: Erst kommt die Modellparade, dann die Anleitungen. Letztere sind bis zum Gehtnichtmehr auf engsten Raum gepresst, was das Nachstricken tendenziell anstrengend machen kann. Es empfiehlt sich, vorab mit einem spitzen Bleistift die Bedeutungen der Abkürzungen an der Rand der Anleitung zu schreiben, damit man beim Stricken nicht verzweifelt.

Das Ganze erinnert stark an die Anleitungshefte von DROPS, mit einer großen Ausnahme: Es gibt zu beinahe jedem Modell der Sabrina einen Verweis per QR-Code und Short-URL auf die Sabrina-Website, wo man sich noch mehr Bilder des fertigen Strickstücks ansehen kann. Vorbildlich, Sabrina! So eine gute Vernetzung von Print und Web kriegt nicht mal die vermeintlich junge Simply Stricken hin.

Was die Modelle selbst angeht … über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Die Sabrina richtet sich an ein anderes Publikum als etwa die Simply Stricken, aber mit ein paar Ideen und etwas Tüftelei lassen sich auch Sabrina-Modelle dem eigenen Stil anpassen. Einen klaren Punktabzug gibt es aber für die begrenzte Größenauswahl. Zwei bis drei Größen sind in der Regel pro Anleitung vorgesehen, wobei Größe 42 oft die Obergrenze darstellt. Pfui, Sabrina!

Gesamtbewertung Sabrina

Hurra: zusätzliche Bilder im Internet
Naja: wenig Unterhaltung, zu geringe Größenauswahl
Perfekt für: fortgeschrittene Strickerinnen, die Muster im Zweifelsfall nach eigenen Vorstellungen anpassen können

Brigitte Kreativ

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Magazin Nummer vier ist eine Neuerscheinung der bekannten Brigitte. Brigitte Kreativ behandelt nicht nur Stricken, sondern auch Häkeln, Nähen und sonstige gemischte DIY-Techniken, was ich auf den ersten Blick gut finde. Inspiration über den Tellerrand hinaus kann ja nicht schaden, oder?

Diese Zeitschrift hat nun freilich einen völlig anderen Zugang als etwa The Knitter. Während die Knitter eine Anleitungssammlung ist, die sich den Anschein eines Lifestyle-Magazins zu geben versucht, ist die Brigitte Kreativ ein Lifestyle-Magazin, das gezwungenermaßen ein paar Seiten Anleitung zwischen die Hochglanzseiten kleben musste. Das Ergebnis: Berauschend schöne Modellbilder, gefolgt von elendig zusammengequetschten Anleitungen.

Die gute Seite der Sache ist, dass die schönen Bilder die Motivation, sich durch die Anleitungen zu kämpfen, erheblich steigern. Anfänger werden allerdings etwas im Regen stehen gelassen, denn die Techniktipps fallen extrem knapp aus. Immerhin: Ein kleines Punktesystem zeigt auf den ersten Blick, wie anspruchsvoll die Anleitung ist. Dass zumindest diese Ausgabe nur zwei für Anfänger ausgewiesene Muster hatte, macht es dann aber auch nicht besser. Hier sollte man unbedingt etwas Erfahrung mitbringen!

Gesamtbewertung Brigitte Kreativ

Juhu: schön inszenierte Modelle, Blick über den kreativen Tellerrand
Buh: Technik- und Anleitungsteil sehr knapp
Perfekt für: Sabrina-Leserinnen mit Trendambitionen

Uuund welche Strickzeitschriften lest ihr gerne so? Ich freue mich über Empfehlungen!

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Kommentare

  1. Von Dörte am 07. September 2016:

    Jetzt musste ich lachen – ich habe ebenso zur Simply Stricken mit der Sockenschablone gegriffen … dabei stricke ich (bisher) gar keine Socken 🙂 Aber wenn, dann kann ich sie ja brauchen, oder?

    Danke für den schönen Zeitschriftenvergleich, den ich eins zu eins unterschreiben würde.

    • Von Nina am 07. September 2016:

      Ja, die Goodies sind echt verführerisch. Ich habe auch schon die neonfarbenen Maschenmarker, die dicken Holzstricknadeln und die Blümchenknöpfe …

  2. Von Christina Z. am 07. September 2016:

    Liebe Nina, ich muss deine Einschätzung so unterschreiben. Traurig, aber wahr, es ist fast eine Odyssee, ein anständiges Heft zu kaufen.
    Ich persönlich habe ein Faible für die Hefte von Interweave: Interweave Knits, Knitscene und die knit.wear bzw knit.purl. Bei der The Knitter bevorzuge ich eindeutig die englische Ausgabe. Leider sind die Hefte hier alle sehr schwer zu bekommen. Ich gehe deswegen den Kompromiss ein, sie mir als e-Magazin zu kaufen und dann auf dem Pad zu lesen. Die einzige richtige Zeitschrift, die ich mir zwischendurch hole, sind die Dropshefte im Lanadeshop. Mir ist nämlich aufgefallen, dass bei mir die Modelle in gedruckter Form oftmals viel besser wirken als auf dem Monitor.
    Ein klassisches deutsches Strickheft ist bei mir ewig nicht mehr in den Einkaufskorb gehüpft. Früher konnten mich die Filatihefte noch ab und an begeistern, aber in Zeiten von ravelry ist das auch vorbei.
    Danke für deinen schönen Vergleich. Deine Meinung werden mit Sicherheit einige Strickerinnen teilen.

    • Von Nina am 07. September 2016:

      Die englischen Hefte sind sicherlich ein Feld für sich. Leider sind sie zumindest bei meinem Zeitschriftenhändler so teuer, dass ich sie nie kaufen mag. Die e-Version ist da ein guter Tipp, vielen Dank dafür!

    • Von Andrea Stock am 07. September 2016:

      Man kann die englische Ausgabe der „Thr Knitter“ prima direkt beim Verlag abonnieren. Lieferung klappt gut. Das Abo läuft automatisch nach der vereinbarten Zeit aus. Zahlung funktioniert per Kreditkarte oder Paypal.

      Ansonsten würde ich die Einschätzung der Zeitschriften sofort unterschreiben

      Herzliche Grüße

      Andrea

    • Von Nina am 08. September 2016:

      Absolut! Ich hatte selbst mal die Knitter abonniert und fand den Ablauf sehr unkompliziert. Nur die Modelle waren irgendwann nicht mehr so meins. Ausschlaggebend war glaube ich eine Anleitung für einen Herrencardigan mit Elefanten-Intarsienmuster. „Der Elefantenmann“ ist bis heute der Running Gag zwischen meinem Mann und mir wenn es um schreckliche Strickmuster geht. 😀

    • Von Nina am 08. September 2016:

      Ach, jetzt seh ich erst, dass du die englische Ausgabe meintest, Andrea. Guten Morgen!

    • Von Natascha am 08. September 2016:

      Die Knitter mit dem Elefantenpulli hab ich auch und stimme dir absolut zu Nina – das Teil ist obergrässlich. Wie man heutzutage sowas veröffentlichen kann ist mir schleierhaft. Ich kauf hin und wieder mal eine Zeitschrift, die mich spontan anspricht, hab aber nicht wirklich einen Favoriten.

  3. Von Susanne L. am 07. September 2016:

    Danke für die lustige Vorstellung. Die Fotos sind genial!
    Ich lese tatsächlich gerne die Rebecca. Die Modelle sind echt schön fotografiert und auch wenn die Modelle immer mit den ggh-Garnen gestrickt sind – ich finde die Idee mit den Wollpaketen gut. Naja, sind ja nicht die einzigen, die das anbieten, nä? 🙂
    Trotzdem kommen mir die Modelle immer sehr jung und frisch vor.
    Mag ich.

    LG Susanne

  4. Von Christine am 07. September 2016:

    Ab und zu hole ich mir mal die Stricken for You, da darin auch Färberinnen und Wicklerinnen vorgestellt werden. Bei Brigitte Kreativ schaue ich erst rein, bevor ich kaufe.
    Schöner Artikel!!!!

  5. Von Ulrike Ihde am 07. September 2016:

    mein liebling ist die zeitschrift „online“

  6. Von Stefanie M. am 07. September 2016:

    Danke für Deine Übersicht! Eine schöne Idee, deshalb hier meine Erfahrungen:

    Ich lese i.d.R. die von Dir verschmähten – Rebecca und Verena. Wobei, „lesen“ ist eigentlich das falsche Verb…

    Die Rebecca enthält nämlich ausschließlich Modellbilder und Anleitungen, und die auch nur für ggh-Garne. Redaktionelle Themen gibt es nicht, Garnalternativen auch nicht… Dafür finde ich (= nicht mehr jugendlich aber auch noch keine Oma 😉 ) die Modelle oft ganz nett. Die Anleitungen sind eher knapp gehalten, da ich aber schon ca. 100 Jahre stricke und die Anleitungen früher immer so waren, stört mich das nicht so… Allerdings fehlen mir ausfühliche Beiträge z.B. über Techniken (die mag ich wiederum bei der Knitter, aber die Modelle fand ich da bisher größtenteils gruselig).

    Die Verena enthält sehr viele Anleitungen auf einen Schlag. Früher fand ich die Modelle mal unschlagbar gut. Heute finde ich, die meisten davon sind im Alltag überhaupt nicht tragbar weil völlig unpraktisch. Weil es aber so viele sind, findet man doch oft auch ein nettes Modell. Ergänzt wird das durch ein paar redaktionelle Berichte, z.B. über neue Garne, Kauftipps oder Editorial. Die Anleitungen dort sind allerdings noch mehr zusammengequetscht und knapp gehalten. Und das auch noch auf empfindlichem Papier schlechterer Qualität schwarz/weiss im Mittelteil des Heftes, zum Modellfoto muss man hin und her blättern – das ist nicht schön.

    Ich würde mir ganz allgemein viel mehr Fotos vom Modell und von Details wünschen. Manchmal merkt man nach dem Fertigstellen, dass das Teil eine völlig andere Form hat als auf dem Foto – für das es wahrscheinlich irgendwie mit Sicherheitsnadeln zusammen gehalten wurde…

    • Von Nina am 07. September 2016:

      Ich möchte auch gerne eines Tages von mir behaupten können, schon seit ca. 100 Jahren zu stricken … 😀

      Mangelnde Fotos sind wirklich ein Problem in der gedruckten Strickmusterwelt. Vielleicht sind wir da alle mittlerweile Ravelry-verwöhnt, aber manchmal ärgere ich mich wirklich, wenn ein Model in einer Zeitschrift wieder so kunstvoll posiert, dass man praktisch nichts vom Strickstück erkennen kann. Ganz oben auf meiner Hitliste stehen da Damen, die ihre voluminöse Lockenflut großzügig über Pulloverkragen und Halstücher drapieren. :-E

  7. Von Monica am 07. September 2016:

    Die Zeitschriftennamen gefallen mir aber mal ^^

    Ich glaube, ich habe insgesamt fünf oder sechs Zeitschriften, ich bin ausschließlich der ravelry-oh-mein-Gott-diese-Anleitung-brauch-ich-sofort-Typ. Bei ravelry ist für mich immer entscheidend, wie es nachgestrickt aussieht. In einer Zeitschrift sieht das immer toll aus, entpuppt sich aber mach dem Nadeln als hässliches Teil und man stellt fest, dass das Model absichtlich so schräg stand oder so.

    Die strimply sicken/häkeln/Amigurumi ist mehrfach bei mir eingezogen, sonst fließt mein Geld nur bei ravelry, und das nicht zu knapp.
    Vielen Dank für diesen schönen Artikel!

    • Von Nina am 08. September 2016:

      Oh ja, bei Ravelry bin ich auch Dauergast. Was ich richtig genial fände wäre eine Muster-Flatrate: Jeden Monat einen festen Betrag zahlen und dafür runterladen so viel man will 😀

  8. Von Ella Berti am 07. September 2016:

    Herrlich Dein Bericht über die Zeitschriften. Ich gestehe, selten an dem Zeitschriftenstand verbeizukommen, ohne einen Blick auf die neusten Ausgaben zu werfen. Und ja, oft wandert ein Anleitungsheft in den Einkaufskorb. Allerdings wundert mich das gute Abschneiden der Simply Stricken. Diese Zeitschrift hat bei mir eine volle Bauchlandung gemacht. Wenn da nicht die Maschenprobe stimmt, dann kannst Du in den meisten Anleitungen nur raten. Die MOdelle, die mir gefielen, hatten sehr unvollständige cm-Angaben. Nein, diese Zeitschrift kaufe ich nicht, Beigaben hin oder her. Trotz allem Strickhefte sind einfach schön!!

    • Von Nina am 08. September 2016:

      Uh, das klingt ja gar nicht gut. Hast du diese Erfahrungen schon mehrfach bei der Simply Stricken gemacht? Die haben ja Anleitungen bunt gemischter Designer, vielleicht war da nur ein schwarzes Schaf bei?

  9. Von Daniela Stöcker am 07. September 2016:

    Ein klasse Beitrag! Da hast du wirklich ins Schwarze getroffen. Ich persönlich habe früher sehr viele Zeitschriften gekauft. Heite außer dem einen oder anderen Spezialheft (Socken, Lace, Kinder…) fast nichts mehr. Man strickt ja eh maximal 1 Modell aus jedem Heft. Wenn überhaupt. Da kann ich die 5 Euro auch in eine ordentliche, perfekte Anleitung bei ravelry investieren. Da kann ich mir auch gleich sehr viele gestrickte Modelke dazu ansehen. Und sehe, wie es wirklich aussieht. Auch an Pummelfee-Frauen. Aber falls du nochmal Lust hast- die englischen Zeitschriften wären für mich nochmal einen Überblick wert.

    • Von Nina am 08. September 2016:

      Vielen Dank. 🙂
      Ich muss auch sagen, dass ich zwar viele Zeitschriften voller Post-its und Eselsohren bei den Modellen habe, die ich gerne eines Tages mal nachstricken will, aber eigentlich noch nie eins davon tatsächlich nachgestrickt habe. Nach kurzer Zeit vergesse ich nämlich schlichtweg, welche Modelle in dem Heft waren, weil ich sie nicht wie bei Ravelry schön übersichtlich vor Augen habe. Vielleicht sollte ich die guten Anleitungen herausreißen und abheften?

  10. Von Corinna am 07. September 2016:

    Ich hab vor kurzem die Simply Stricken abonniert, weil da die Anleitungen auch für große Größen beschrieben werden. Muss aber zugeben dass ich noch nichts daraus nachgearbeitet habe, weil ich noch ein paar UFOs habe… Und ein paar ravelry Anleitungen….

  11. Von Jana Maschenbunt am 07. September 2016:

    Hach!
    Danke Nina für diesen grandiosen Artikel 🙂 Du triffst es wahrlich genau auf den Punkt. Und die Bilder dazu – grandios! Ich wünschte mir tatsächlich noch eine etwas andere Zeitung, die modernes Strickerinnendasein mit dem klassischen Hobby als solches verbindet. Tolle Bilder und dazu eine ausführliche herunterladbare Anleitung? Das wäre doch was. Oder andersherum. Insider Ravelry, das erwähnte Poster von Herrn West…hihi, die Möglichkeiten wären ja da.

    Dem Wunsch meiner vorherigen Schreiberin möchte ich mich anschließen (huhu Daniela :-*) ~ ein Blick auf die englischen Zeitungen fände ich super. Die mag ich nämlich sehr oft viel lieber. Das gilt übrigens auch für den Knidder 😉 LG, Jana

  12. Von Britta am 07. September 2016:

    huhu, nur mal als Tipp: ich habe mich neulich mal durch das gesamte Onlinearchiv der Drops-Magazine geklickt, angefangen in den 70ern? na, egal, auf jeden Fall habe ich herzhaft gelacht, als mir wieder einfiel, wie bunt und schulterbreit unsere Modelle damals waren. Und mit der zerzausten Windstoßlockenfrisur der Blondine laufe ich noch heute rum…. viele Modelle, die früher als oversized gestrickt wurde oder mit weiten Raglan oder Fledermausärmeln gefallen mir mit kleinen Abwandlungen noch heute, und für „Pummelfeen“ gibts es da reiche Beute 🙂 Schaut da mal rein.

    • Von Nina am 08. September 2016:

      Oh Britta, da bin ich ganz bei dir – die alten Drops-Schätzchen sind großartig! An regnerischen Tagen heben die Bilder garantiert die Laune. 😉 Und die Modelle haben zwar einen Garnverbrauch jenseits von Gut und Böse, aber man ist ja findig und kann mit etwas Bastelei wirklich brauchbare Sachen daraus machen.

  13. Von Katha am 07. September 2016:

    Zu schön, Deine kleine Zeitschriftenkunde! Ich liebe es ja, am Bahnhof neue Magazine durchzublättern, aber in Sachen Stricken habe ich da noch nicht so viele Treffer gelandet. Die Brigitte Kreativ ist ganz gut gemacht, aber da ist dann auch zu viel drin, was mich nicht interessiert. Gratis-Goodies sind natülich toll, aber das Design der Simply Stricken spricht mich so gar nicht an. Lieber würde ich hin und wieder die britische Knit Today mitnehmen, aber die ist in Deutschland wahnsinnig teuer. Also gleich Amirisu und Pom Pom Mag, da bekommt man wenigstens was für sein Geld! 😉
    Liebe Grüße

  14. Von Petra P. am 07. September 2016:

    Hallo Nina,
    Du hast wieder einen klasse Beitrag für den Blog geschrieben und mir aus dem Herzen gesprochen.
    Ja, mit den Strickzeitungen ist das so eine Sache, meist gefällt einem ein Teil und das wars dann auch schon. Da verzichte ich lieber auf die Zeitschrift. Ich kaufe ja oft die Drops- Hefte aber die Anleitungen sind oft kurios geschrieben, so muss man das Beste daraus machen. Sonst kaufe ich keine Strickzeitschriften- sondern klicke mich durch“s Netz, was es für interessante Projekte gibt, die mir gefallen könnten.. Meist stricke ich mir ein Teil, was ich einmal gesehen habe und wandle es ab, so wie es mir am Besten gefällt.

  15. Von Sooza am 07. September 2016:

    Gut getroffen so von der ZIelgruppen her 😀

    Früher hatte ich einiges im Abo, aber fast immer Englisch. Angefangen bei knitter’s über interweave knits, Spin off, Vogue Knitting und das Rowan Magazin im Original. Früher gab’s die Rebecca mal im Abo, die fand ich von den deutschen Kandidaten noch am pfiffigsten. Weiß gar nicht, ob man die jetzt wieder abonnieren kann.

    Zwischenzeitlich habe ich jahrelang keine einzige Strickzeitschrift mehr in die Habd genommen. Mittlerweile Kauf ich mal Einzelausgaben von knitscene und interweave knits digital oder nehm mal ne Verena am Kiosk mit. Aber selten. Nach so vielen Jahren hat man oft das Gefühl, dass alles schon ölfzig mal gesehen zu haben .

    LG und fröhliches Stöbern,
    Susan

  16. Von Sabine am 08. September 2016:

    Gestern hatte ich die Sabrina in der Hand und da hat mir beim ersten Durchblättern gar nichts gefallen. Deshalb musste ich jetzt über deinen Beitrag sehr schmunzeln . Rebecca gab es dort leider nicht.
    Ich stricke inzwischen viel von Drops und ravely nach. Außerdem habe ich noch so viele Modelle aus älteren Heften, dass ich mir ein neues Heft nur noch kaufe, wenn wirklich mehrere interessante Modelle drin sind.
    Grüßle
    Sabine

  17. Von Julia Hirsch am 08. September 2016:

    🙂 Vielen Dank für deinen amüsanten Bericht. Als ich anfing regelmäßig viel zu stricken, hab ich mir gerne die Verena gekauft und hab auch noch einige alte Ausgaben, weil die Schnitte gut und oftmals im Strickwerk untergehende, aber schöne Muster drin sind. Dasselbe gilt auch für Filati und Filati home, die sind meine absoluten Favoriten.
    Mittlerweile sind die Anleitungen in der Verena überkompliziert und überkandideltet, was mich dann eher zu Sabrina, Rebecca und Stricken for You greifen läßt (wenn ich ganz brav war – für die wahnsinnigen 11 Euro muss ich schon super geputzt haben -> meine eigene Wohnung!).
    Überblickend möcht ich sagen, daß ich gar keine Hefte mag, die nur von einer Firma gesponsert werden und nach deren Lektüre ich das Internet durchforsten muss, um Materialart und Lauflänge zu recherchieren.
    Werd demnächst auch mal die Easy Stricken testen, mich haben die komischen Geschenke immer abgeschreckt…..Auf weitere anregende Recherchen freu ich mich und verbleibe mit herzlichen Grüßen aus Graz, Julia Hirsch

  18. Von Svenja am 08. September 2016:

    Hallo Nina,
    Ich habe gerade versucht einen Film zu gucken und mal eben neben bei den Blog zu lesen. (Auf was für Ideen ich manchmal komme?)
    Hat natürlich super geklappt, Film ist jetzt auf pause und wird gleich zurück gespült.
    Aber jetzt zum wesentlichen, dein Beitrag hat mir mal wieder gut gefallen und ließt sich auch immer toll. Ich habe mal vor zig Jahren eine Zeitschrift gekauft. Da habe ich mich von den „bunten Bildchen“ verzaubern lassen und nicht richtig rein geschaut. Als ich dann zu Hause war und mir das Modell genauer angesehen habe kam der Schreck. Alle Modelle nur in Größe 38-40. Das Heftt teuer und alle Modell müsste ich umrechnen. Nein Danke! Und mir ist dann auch aufgefallen das, dass in vielen Heften so ist mit den Größen (wie du oben geschrieben hast). Seit dem nur noch Internet, da ist das Geld besser angelegt.
    LG Svenja

  19. Von Safira am 08. September 2016:

    Danke für deinen schönen Bericht, ich lese hier und auf deinem Blog immer unheimlich gerne mit, man ist dabei IMMER am schmunzeln, weil es die eigene Realität so gut trifft. So geht es mir zumindest 🙂
    Ich finde ja, es schreit danach, eine neue Zeitschrift ins Leben zu rufen. Etwas modernes mit Direktverlinkung auf ravelry und Drops Wolle. Das würde bestimmt einschlagen wie eine Bombe und mit Artikeln schreiben seid ihr ja schon vertraut und Gastautoren gibt es immer reichlich 😉 *flohinsohrsetz*
    Liebe Grüße aus dem Saarland

    • Von Nina am 09. September 2016:

      Tolle Idee! Dann könnte ich auch endlich mein Stephen-West-Poster haben! 😀

  20. Von Kerstin Hafermann am 08. September 2016:

    Ich kaufe seit Jahren keine Strickzeitschriften mehr. Meist gefielen mir nur ein oder zwei Modelle, für die ich alles in meine Kleidergröße umrechnen musste.. Die vorgeschlagenen Wollen konnte ich mir in der Regel nicht leisten… Seit ravelry ist das alles hinfällig. Und wenn es mich doch einmal dazu drängt, Anleitungen durchzublättern, gehe ich in die Stadtbücherei.

  21. Von Rosi Böer am 08. September 2016:

    Liebe Nina, dein Beitag ist sehr gut getroffen.
    Ich musste sehr schmunzeln über deinen Beitrag. Wenn ich ein Wollgeschäft sehe muss ich da einfach rein und mich umschauen und komme immer mit einem neuen Heft nach Hause.
    Dafür bin ich echt anfällig :-).
    In Letzter Zeit kaufe ich überwiegend nur noch die LANG YARNS Hefte. Ich finde die Modelle super schön und die Anleitung gibt es immer in 3 Sprachen. Das finde ich super praktisch da ich mit den Englischen Anleitung erst noch warm werden muss. Es ist alles schön übersichtlich und die Größen gehen immer bis XL. Nur die Materialangaben sind nicht gut beschrieben da muss ich immer an den PC und nachschauen.
    Danke für deinen netten Beitag.
    Liebe Grüße aus Bayern

  22. Von Ursula am 09. September 2016:

    Also selten gab es bei einem Beitrag von Euch so eine Menge an Zuschriften. Da sieht man mal, was ein humoriger Artikel, aber auch der Bedarf an diesem Thema so alles an Reaktionen hervorbringt.
    Ihr habt wirklich den Finger am Puls der Strick- und Wolle-Zeit.
    Danke dafür

  23. Von Katrin am 09. September 2016:

    Für mich ist das Hauptkriterium: beim zwingend erforderlichen Durchblättern vorm Kauf müssen 1/3 der Modelle zumindest Wohlwollen (nicht unbedingt Nachstrickwürdigkeit) von mir erhalten. Was leider selten der Fall ist.
    Was mir aber mit den kleinen A5 Sonderheftchen passiert ist, sorgte dafür, dass ich die immer sehr kritisch genau durchschaue, bevor ich eins kaufe.
    1. So 2006 glaube ich, habe ich ein Heftchen für Häkeltopflappen gekauft, weil auf dem Titelbild ein netter Pinguin drauf war. 5 Jahre später habe ich im Verkaufsregal ein neues Heftchen mit einem der Modelle aus meinem alten Heftchen (ein Auto) auf dem Titelblatt gesehen. Beim Durchblättern stellte ich fest, dass der Inhalt komplett samt Layout identisch zu meinem alten Heftchen war. Nur die Werbeanzeigen und die Umschlagseiten (Titelblatt und hinten) sowie der Impressung-Teil waren anders.
    2. Bei einem Heftchen für Herbst/Winter-Accessoires (gekauft Anfang 2013) musste ich beim recherchieren der verwendeten Garne feststellen, dass von den knapp ein Dutzend aufgeführten Garnen deutscher Markenhersteller nur 2 überhaupt noch produziert werden. Vielleicht das gleiche, wie bei 1.?
    Fazit: Das Internet wurde nicht für die Verbreitung von Katzenvideos, sondern fürs Handarbeiten geschaffen! 😉

  24. Von Susanne am 09. September 2016:

    Du bist echt klasse, Nina! Ich habe im Büro laut gelacht, als ich gelesen habe, was in der Simply Stricken fehtl 🙂 Herr West würde sich doch geradezu für einen Starschnitt anbieten 🙂
    Ich kaufe kaum Strickzeitschriften, ich gucke im Netz, natürlich gerne bei Ravelry oder den Drops-Anleitungen oder lasse mich bei Instagram inspirieren…

  25. Von Andrea am 09. September 2016:

    The Knitter ist einer meiner Favoriten. Simply whatever nervt mich ganz gewaltig. Was soll ich mit drölfundneunzig Nadelspielen der Gr. 4? Diese ewigen Gimmicks, nur damit man nicht vorher in das Heft reinsehen kann? Die Simply-Serie ist die einzige, die in extra-Verpackung daherkommt, und das, wo Plastiktüten gerade total out sind. Pfui! Und dann diese Aufmachung, diese Bilderflut – das ist ein optischer Holzhammer. Auch wenn manche Modelle ganz nett sind, zum Ansehen finde ich sie grauenhaft.
    Die Sabrina mag minimalistisch anmuten, aber die Modelle haben oft ein gewisses Etwas. Ebenso die Verena, auch wenn sie hier nicht weiter erwähnt wurde. Ich finde, die hat sich in den letzten Jahren am meisten „gemacht“.
    Leider wurde über das Preis-Leistungsverhältnis nichts gesagt.

  26. Von Barbara Lohse am 03. Oktober 2016:

    Hallo miteinander, ich habe noch regelmäßig The Knitter und Verena. Aber bei jeder neuen Ausgabe schwanke ich, die Abos auslaufen zu lassen.
    Die Modelle in The Knitter reizen mich oft nicht zum Nacharbeiten, zumals hier gefühlte 1000 Socken und Tücher beschrieben werden. Auch mir sind die meisten Modelle nicht nur zu konservativ (was sich ja noch zum Kombinieren gut eignen könnte), sondern schlicht zu hausbacken.
    Ähnliches gilt für die Verena. Über die Anleitungen hier habe ich mich schon manches Mal geärgert: Maschenproben stimmen nicht – auch nicht mir verschiedenen Nadelstärken – oder Modelle, die sich auch für größere Ausführungen eignen würden, gibt es nur bis Größe 42.
    Gut finde ich die Hintergrundinfos und Beschreibungen von Arbeitstechniken in beiden Zeitschriften. Gut, die könnte man sich auch aus dem Internet holen. Das allerdings verschlingt recht viel Zeit.
    Zeitschriften haben für mich den großen Vorteil, dass sie schlicht Anregungen liefern. Wenn ich nun noch eine geeignete Methode finden würde, gute Schnitte, Muster, Farbkombinationen, schöne Details in einer Datenbank unterzubringen, könnte ich aus meinem Fundus noch für 100 Jahre Honig saugen. Über kurz oder lang muss ich mir doch mal wirklich Gedanken darüber machen – und die Abos dann sausen lassen.

    • Von Nina am 04. Oktober 2016:

      Oh ja, so eine Magazin-Muster-Datenbank hätte ich auch gerne … Dann müsste ich nicht ständig Anleitungen neu entdecken. Da nehme ich eine alte Strickzeitschrift zur Hand, stoße darin auf ein tolles Muster und denke: „Suuuper, hab ich ja noch gar nicht gesehen! Aber wer hat denn die ganzen Post-its da drangeklebt …???“

  27. Von Doris am 26. Februar 2018:

    Hier ein kleines Update zu euerem – schon etwas älteren- Beitrag.
    Die Reihe Brigitte Kreativ wurde Anfang des Jahres eingedtellt, was ich skandalös finde. Ich habe dieses Heft geliebt ! Ich fand das sehr inspirierend, dass immer wieder neue spannende Techniken vorgestellt wurde ( z. B. tunesisch Häkeln usw. ) Ich suche noch nach Alternativen….

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