Kleiner Sockenlehrgang: Fersentypen im Überblick

Seid ihr alle gut durch diesen schrecklich kalten Winter gekommen? Ich werde bei diesen arktischen Temperaturen ja immer zum Eichhörnchen und überlebe allein durch einen großen Vorrat an Tee, Schokolade und warmen Wollsocken. Tee und Schokolade sind langsam aufgebraucht, die Socken dagegen sind noch da. Deshalb dachte ich mir, ich erzähle euch heute mal was über meine liebsten Sockenkonstruktionen.

Bild „Sockentypen Teaser“ für Beitrag „Sockentypen“

Sockentypen und -anleitungen gibt es ja wie Sand am Meer und in den wildesten Ausführungen. Das wichtigste an einer Socke ist aber eigentlich immer die Ferse. Sie bestimmt, wie gut die Socke sitzt und dadurch oft auch, wie gut sie aussieht. Sie sind aber auch so ziemlich das komplizierteste an der ganzen Socke – die Wahl der richtigen Ferse ist also etwas, was man sich durchaus im Vorfeld überlegen sollte. Schauen wir uns die Klassiker mit ihren Vor- und Nachteilen einmal an.

Käppchenferse

Bild „Käppchen“ für Beitrag „Sockentypen“

Was ist das? Die Käppchenferse ist der Fersenklassiker, wie die Omis dieser Welt ihn gestrickt und weitergegeben haben und wie man ihn immer noch in beinahe jedem Standardbuch über Socken findet. Hier findet ihr ein schönes Video, in dem sie im Detail erklärt wird.

Aufbau: Die Käppchenferse besteht aus drei Teilen. Zuerst strickt man die Rückwand in Reihen, dann das stegförmige Käppchen und zuletzt nimmt man Maschen entlang der Fersenwand auf und strickt den keilförmigen Zwickel in Richtung Zehen.

Bild „Käppchen WIP“ für Beitrag „Sockentypen“

Perfekt für: Füße mit hohem Spann und eher schmaler Ferse. Und Strickerinnen, die sich schnell langweilen. Bei dieser Ferse ist man gut beschäftigt.

Gehts auch anders? Statt des rechteckigen Käppchens kann man auch die keilförmige Herzchenferse in diese dreiteilige Konstruktion einbauen, die sich besser für breite Fersen eignet. Die zeige ich euch gleich noch bei einer anderen Socke.

Bild „Käppchen Detail“ für Beitrag „Sockentypen“

Vorteil: Die Käppchenferse sitzt fantastisch. Dadurch, dass sie von sich aus schon die Form eines Fußes nachbildet und sich nicht bloß etwa wie die Patentsocke gutmütig um den Fuß herumlegt, kann man in sie hineinschlüpfen wie Aschenbrödel in den Glaspantoffel. Die Omis dieser Welt wissen halt, was gut ist.

Nachteil: Ihr ahnt es vielleicht schon: Musterbildende Garne haben hier nicht viel zu lachen. Wenn man nicht, wie ich in meinem Beispiel, ein Kontrastgarn für die Ferse verwendet, legt das Muster eures Sockengarns hier eine kleine Soloeinlage hin, die zu dem Muster auf Schaft und Fußrücken keinen echten Anschluss findet. An der Stelle auf dem Fußrücken, wo ihr vom Käppchen wieder zum Stricken in Runden übergeht, gibt es einen starken Bruch im Muster. Bei der von mir verwendeten DROPS Fabel in Fb. 917pl, tiefer ozean, fällt das nicht so arg auf. Bei einer DROPS Delight würde es mir in den Augen wehtun. Was tun? Folgendes:

Nachtragsferse

Bild „Nachtrag“ für Beitrag „Sockentypen“

Was ist das? Hatten wir schon mal: Die Nachtragsferse.

Aufbau: Der Name sagt eigentlich schon alles: Man strickt die Socken in einem durch, markiert die Position der Ferse unterwegs mit einem Haltefaden, öffnet ihn am Ende und strickt die Ferse nachträglich ein.

Bild „Nachtrag WIP“ für Beitrag „Sockentypen“

Perfekt für: Füße mit niedrigem Spann und für das Verbrauchen von Sockenwollresten.

Bild „Nachtrag Detail“ für Beitrag „Sockentypen“

Vorteil: Man kann den Hauptteil der Socke friedlich in einem Rutsch durchstricken, bevor man sich mit der Ferse befassen muss – sehr fernsehtauglich! Musterbildende Garne können sich ungestört entfalten. Außerdem wird diese Ferse vollständig in Runden gestrickt, was ich immer gut finde.

Nachteil: Da diese Konstruktion keinen Zwickel hat, spannt die Socke schnell auf dem Fußrücken. Außerdem bilden sich zumindest bei mir schnell Löcher an den Fersenecken links und rechts. Kann aber auch an meiner lockeren Strickweise liegen.

Was die Passform angeht, ist die Nachtragsferse übrigens identisch mit folgendem Sockenklassiker:

Bumerang-Ferse

Bild „Bumerang“ für Beitrag „Sockentypen“

Was ist das? Die Bumerang-Ferse (auch Jojo-Ferse genannt) ist eine einfach zu strickende Ferse, die schnell fertiggestellt ist. Hier ist noch eins von diesen schönen Videos, in denen sie vorgestrickt wird.

Aufbau: Diese Ferse wird mit verkürzten Reihen gebildet. Wie die Nachtragsferse hat sie keinen Zwickel. Im Gegensatz zur Nachtragsferse benötigt sie aber in der Mitte ihrer Konstruktion zwei komplett über den Fußrücken gestrickte Runden – Obacht also bei musterbildenden Garnen!

Bild „Bumerang WIP“ für Beitrag „Sockentypen“

Perfekt für: Schmale Füßchen mit niedrigem Spann und alle, die die Ferse schnell hinter sich bringen wollen.

Bild „Bumerang Detail“ für Beitrag „Sockentypen“

Vorteil: Die Bumerang-Ferse ist schnell zu lernen und die einzige, bei der ich selbst nach langer Sockenstrickpause nicht noch mal auf die Anleitung schauen muss. Deshalb stricke ich sie immer mal wieder, obwohl ich sie gar nicht so besonders gerne mag – siehe nächster Punkt.

Nachteil: Ihr seht es schon auf den Bildern: Der enge Spann übt so viel Zug auf die Doppelmaschen aus, dass sie leicht auseinander gehen. Kein Drama, aber auch kein Kandidat für einen Schönheitswettbewerb. Natürlich kommt es hier immer stark auf die individuelle Strickweise an, die bei mir tendenziell locker ist. Ich habe schon viele Strickerinnen getroffen, bei denen die Bumerang-Ferse perfekt gelingt – schreibt sie also nicht ab, nur weil sie mir nicht so gut gelingt! Außerdem gibt es noch Notfall-Lösungen.

Gehts auch anders? Wer, wie ich, mit unschönen Doppelmaschen zu kämpfen hat, kann die Bumerang-Ferse auf zwei Wegen austricksen:

  1. Doppelmaschen-Ersatz: Statt mit den meistens empfohlenen Doppelmaschen kann man die verkürzten Reihen auch mit einer der zahllosen anderen Techniken bilden, die es so gibt. Wickelmaschen funktionieren auch sehr gut, eine Technik mit so genannten Shadow Wraps zeige ich euch gleich noch.
  2. Fake-Bumerang: Wer verkürzte Reihen meidet wie der Teufel das Weihwasser, kann auch im ersten Teil der Ferse anstelle der Doppelmasche immer zwei Maschen zusammenstricken und sie dann im zweiten Teil der Ferse wieder aus der so gebildeten Schrägen herausstricken. Gleiche Passform, besserer Look!

Rainbow-Ferse

Bild „Rainbow“ für Beitrag „Sockentypen“

Was ist das? Ich gebe zu, den Namen habe ich mir gerade ausgedacht, weil ich einfach nicht weiß, wie man diese Ferse offiziell nennt. Vermutlich gibt es sie unter einer Vielzahl von Namen, kennengelernt habe ich sie aber durch die Anleitung „Rainbow“ von Michaela Richter.

Aufbau: Es handelt sich um eine Variation der Käppchenferse, die jedoch den Zwickel auf den oberen Teil des Fußes verlegt und somit ohne Fersenwand auskommt. Hier sehr ihr jetzt übrigens auch die Herzchenferse im Einsatz.

Bild „Rainbow WIP“ für Beitrag „Sockentypen“

Perfekt für: Breite Füße mit breitem Spann, musterbildende Garne und ganz besonders für Ringelmuster.

Gehts auch anders? Statt der Herzchenferse kann man auch hier die rechteckige Käppchenferse einstricken.

Bild „Rainbow Detail“ für Beitrag „Sockentypen“

Vorteil: Diese Ferse hat eigentlich das Beste aus allen Welten. Sie passt so gut wie Omis Klassiksocke, hat aber keine Fersenwand, die ein Mustergarn unterbrechen könnte. Ringel ringeln sich ohne Störung um den Fuß, der genug Platz am Spann hat.

Nachteil: Es gibt keinen Nachteil. Ich liebe diese Ferse.

Seid ihr schon im Sockenfieber oder wollt ihr noch eine Runde mit mir drehen? Also gut, weil es gerade so schön ist:

Bonusrunde: Nicola-Susen-Edition

Bild „Hattu + Dehnungsfuge“ für Beitrag „Sockentypen“

Designerin Nicola Susen (ja genau, die Nicola Susen) ist ein Oberfuchs, was Passformen angeht. Das zeigt sie immer wieder bei Pullovern und Cardigans, besonders aber bei Socken. Ich zeige euch mal zwei von ihren Designs, Hattu und Dehnungsfuge.

Hattu

Bild „Hattu“ für Beitrag „Sockentypen“

Ausgefuchst: Hattu passt sich nicht nur mit einem dehnfähigen Rippenmuster dem Fuß an, es hat auch eine ganz eigene Fersenkonstruktion. Der Zwickel wird auf den Fußrücken verlegt (wo er ganz nebenbei sehr gut aussieht), eine kleine Partie verkürzte Reihen bildet eine Rundung am Fersenrücken, dann kommt ein breites Käppchen unter dem Fuß. So simpel, so gut.

Pluspunkt: Die Reminiszenz an eine heißgeliebte Hörspielkassette meiner Kindheit. Ich konnte sie auswendig, von vorne bis hinten.

Wermutstropfen: Trotz aller Strickerfahrung und übermenschlich verstärkter Fadenspannung bildet sich bei mir auf den Linksrippen am Fußrücken ein sichtbarer Versatz, wo der Übergang von der einen Nadelspiel-Nadel zur anderen stattfindet. Dagegen kann man etwas tun – zum Beispiel den Wechsel zwischen den Nadeln immer um ein paar Maschen variieren –, ich weiß. Mach’ ich beim nächsten Mal auch.

Dehnungsfuge

Bild „Dehnungsfuge“ für Beitrag „Sockentypen“

Ausgefuchst: Hier haben wir eine Bumerangferse (mit Shadow Wraps statt Doppelmaschen – auch hübsch, oder?), die auch für einen hohen Spann geeignet ist. Die Maschen für die Ferse werden nämlich im Vorfeld zugenommen, sodass die Socke an Umfang zunimmt, ohne einen klassischen Zwickel zu kriegen. Die zusätzlichen Maschen werden hinterher auf dem Fußrücken abgenommen, was auch dem Design einen besonderen Schliff verleiht.

Nicht wundern: Frisch von der Nadel sieht diese Socke etwas bananenkrumm aus. Wenn man sie anzieht, ergibt aber alles einen Sinn 😉

Fazit

Socken sind Geschmacks- und Fußsache. Ich empfehle euch in jedem Fall die Anschaffung eines Buches für die Grundlagen (zum Beispiel dieses hier oder dieses), auf das ihr immer wieder zurückgreifen könnt. Ich kann außerdem nur empfehlen, viele verschiedene Fersentypen auszuprobieren, um herauszufinden, was euch am besten gefällt und passt.

Mein Favorit? Von der Passform her ist das wohl Hattu, dessen Ferse mich sehr begeistert. Da ich aber musterbildende Garne liebe, die durch die vielen Rippen in Nicolas Designs durcheinander gebracht werden, ist die Rainbow-Socke mein ungeschlagener Liebling.

Die Garne, die ich in den Beispielen verwendet habe, sind übrigens DROPS Fabel in Fb. 114, hell perlgrau, Fb. 109, cerise und Fb. 917pl, tiefer ozean – tolle Färbung! –, sowie DROPS Delight in Fb. 12, regenbogen. Und ich könnte direkt die nächste Fuhre Socken stricken! Habt ihr Lust auf eine Fortsetzung? Gibt es Fersentypen, die ihr schon immer mal genauer sehen wolltet? Oder könnt ihr eine Ferse empfehlen, die ich heute nicht dabei hatte?

Facebook Pinterest Twitter

Kommentare

  1. Von Anne am 14. März 2018:

    Wow: tiefer Ozean sieht hier aber viel viel schöner aus als auf dem Produktbild. Da ist er viel blasser.

    Ich tue mich immer etwas schwer mit der Maschenaufnahme aus dem Fernsensteg. Das ist bei mir immer irgendwie krampfig.

    • Von Klara am 14. März 2018:

      Der Trick ist nicht von mir, ich hab ihn von „ikeausberlin“ (Ravelry-Nutzernahme) in einem Blogbeitrag gesehen.

      1. Strickt er die Fersenwand so, dass er die erste Masche abhebt.
      2. Aus der fertig gestrickten Fersenwand wird von links mit einer dünneren Hilfsnadel die „querliegenden“ Fäden auf die Nadel -ja sowas wie gefädelt. Dabei werden die abgehobenen Maschen nicht verwendet.
      3. Werden die auf die Nadel ge“fädelten“ Maschen gestrickt, und jetzt passiert das geniale und sehr dekorative Etwas: die abgehobenen ersten Maschen beim stricken der Fersenwand werden durch die Aufnahme der Maschen für den folgenden Zwickel wie ein Zopf nach aussen sichtbar (oh là là!), und oh Wunder, es sind auch keine sichtbaren kleinen „pick-up“ Löcher zu sehen, weil man ja nicht an den dehnbareren abgehobenen Maschen Neue herausgefummel hat, sondern den dahinterliegenden Faden durch die Aufnahme auch noch schön gestrafft hat. Die vorher relativ grösseren Randmaschen verkleinern sich auch unter dem Zug, und liegen wie eine Perlenschnur dekorativ an.

      Beim üblichen Manöver (von der Vorderseite aufgenommene Maschen) verschwindet dieser Zopf auf Nimmerwiedersehen nach innen. Zu Schade!

      Such den Blog raus, und stöbere dort mal. Er hat sich intensiv mit dem Sockenstricken beschäftigt.

    • Von Nina am 15. März 2018:

      Danke für die Mini-Anleitung, Klara! Diese Technik kannte ich noch gar nicht, probiere sie aber auf jeden Fall mal aus.

    • Von Nina am 15. März 2018:

      Hallo Anne,
      ja, ich bin auch sehr begeistert. 🙂
      Maschenaufnahmen sind immer Fummelei, das stimmt. Probier mal die Rainbow-Socke aus, da muss man nichts aufnehmen!

    • Von Dini am 16. März 2018:

      Die von Klara beschriebene Ferse hört sich toll an, habe direkt im besagten Blog danach gesucht, aber wurde leider nicht fündig. Ich glaube nicht, dass ich ohne Bilder/Video oder detaillierte Anleitung die Ferse umsetzen kann. Würde mich daher über den Link zu der Ferse freuen – oder hat die vielleicht einen besonderen Namen, nach dem man googlen kann?

  2. Von Renate Schattschneider am 14. März 2018:

    Kleiner Tip, bei links stricken in Runden, das Strickzeug auf links drehen und im „Innenraum“ stricken.
    Danke für das erklären und zeigen der verschiedenen Fersen.
    Rainbow ist mir neu und werde ich garantiert einmal ausprobieren.
    LG, Renate

    • Von Nina am 15. März 2018:

      Renate, du bist ein Fuchs. Leider habe ich dann ja linke Maschen auf der Fußunterseite zu stricken und verlagere das Problem damit nur. Wobei man die Unterseite des Fußes natürlich seltener sieht als die Oberseite …

  3. Von AnneR am 14. März 2018:

    Klasse Zusammenstellung. Ich werde viel üben.

  4. Von Michele am 14. März 2018:

    Hey, danke für den Hinweis auf die Rainbow Anleitung.. Ich hab bisher am häufigsten die Fishlipskissheel gestrickt, ist aber wie bei der Bumerangferse nicht gerade die idealste Wahl, da zu kurz Ansonsten bin ich noch sehr unerfahren, was Fersenkonstruktionen angeht – nein halt, bei Hermioneseverydaysocks gibt es die verstärkte Käppchenferse, die ist auch ganz schön und unheimlich gut tragbar, nur eben sehr langwierig heißt wohl weiter probieren für mich

    • Von Nina am 15. März 2018:

      Hi Michele,
      wenn ich das richtig durchschaue, ist die Fish Lips Kiss Heel (was ein Name!) genau das, was bei Nicolas Dehnungsfuge gestrickt wird, also eine Bumerangferse mit sogennanten Shadow Wraps bzw. Doppelmaschen aus der Vorreihe. Kann das jemand bestätigen?

  5. Von Fröbelina am 15. März 2018:

    Wirklich toll dein Überblick, vielen Dank, das war sicher viel Arbeit! Ich würde mich freuen, wenn du die Reihe fortsetzt. Vielleicht zum Thema Spitzen? Da gibt es ja auch drölf Millionen!

    • Von Nina am 15. März 2018:

      Hi Fröbi,
      jaaa, Spitzen. Ich bin da immer faul und mache die supersimple Propellergeschichte, aber man könnte ohne Weiteres einen eigenen Beitrag über die Alternativen machen. Kommt auf die Liste!

  6. Von Senta am 15. März 2018:

    Schöne Zusammenstellung, vielen Dank!

    Bei Ravelry gibt es unter anderen die Anleitung „Pflaumenzopf“ die auch den „Fleegle Heel“ (englische Bezeichnung für die hier „Rainbow“ genannte Ferse) verwendet. Gratis und in Deutsch: https://www.ravelry.com/patterns/library/pflaumenzopf

    • Von Nina am 15. März 2018:

      Aha! Danke fürs Nachforschen und Aufklären, Senta!

  7. Von Mika am 15. März 2018:

    Vielen Dank für die Zusammenstellung 🙂

    Da mir die Käppchen-Ferse nicht so gefiel (und ich sie mr auch nicht merken kann und zudem die zusätzlichen Fadenenden zum Vernähen nicht mag) habe ich bislang für mich die Bumerang-Ferse gestrickt im Laufe dr Zeit mit einer kleinen Abwandlung für das Spannproblem. Dazu nehme ich, bevor ich die Ferse beginne, 3 mal in jeder 2. Runde jeweils recht und links von der künftigen Ferse 1 Masche zu. Je nach Muster erhöht ein Teil der zusätzlichen 6 Maschen meine Maschenanzahl der Fersenmaschen und der Rest den Spann. Nach Abschluss der Bumerang-Ferse nehme ich diese zusätzlichen Maschen wieder jeweils rechts und links ab, indem ich in jeder 3. oder 4. Runde (je nach Sockengröße) 2 Maschen zusammenstricke.
    Bei mir reicht das. Wer einen sehr hohen Spann hat, kann auch mehr Maschen zu- bzw. wieder abnehmen.

    • Von Nina am 15. März 2018:

      Hallo Mika,
      das ist eine sehr schöne und unkomplizierte Lösung, vielen Dank fürs Teilen!

  8. Von Carina am 15. März 2018:

    Hallo!
    Tolle Aufstellung, sehr interessant. Ich stricke seit einigen Jahren die Bummerangferse, von meiner Oma habe ich die Käppchenferse gelernt, aber die wurde mir immer zu labberig. Beim nächsten Paar werde ich bestimmt die Rainbow Variante testen. Über eine Fortsetzung würde ich mich auch freuen. Viele Grüße, Carina

    • Von Nina am 15. März 2018:

      Hallo Carina,
      ich sammle schon Ideen für die Fortsetzung! Es gibt da ein paar sehr abgefahrene Sockenkonstruktionen, die ich gern mal ausprobieren möchte … 😉

  9. Von Petra P. am 15. März 2018:

    Hallo,

    ich stricke immer die klassische Ferse und die immer doppelt, wegen der Festigkeit und Passform. Es hat sich noch niemand darüber beschwert, alle sind zufrieden damit. Habe auch schon andere Fersen Typen gestrickt z. B. Bumerang, Tomatenferse aber ich bin immer wieder zur klassischen Ferse zurück gekehrt und dabei bleibe ich jetzt auch.

  10. Von Doris am 15. März 2018:

    Hallo,
    die Bumerangferse funktioniert auch ohne die beiden Zwischenrunden in der Mitte!
    Für einen hohen Spann bei der Bumerungferse einfach beiderseits 5 Maschen vom Oberfuß klauen und hinterher wieder zurückschieben, das fällt kaum bis gar nicht auf.

  11. Von Birgit am 15. März 2018:

    Ich habe schon ca. 200 Paar Socken gestrickt und zwar fast alle mit der Herzchennferse, weil ich die auswendig kann. Da ich einen hohen Rist habe, passt mir die Bumerang Ferse nicht. Aber vielen Dank für den Tipp mit der Rainbow Ferse, das werde ich mit gestreifter Wolle jetzt unbedingt mal ausprobieren!

  12. Von Cornelia am 15. März 2018:

    Wer bei hohem Spann Probleme mit der Bumerangferse hat, kann bevor er sie arbeitet, eine normale Fersenwand über z.B. 6 Reihen arbeiten, dann die Bumerangferse ohne Zwischenrunde. Anschliessend aus der Mini-Fersenwand je 3M(Beispiel)aufnehmen und Mini-Spickel über 6Rd. Stricken. Dann passt mir die Bumerangsocke super. Es ist dann etwas mehr Weite vorhanden. Mein absoluter Favorit. Geht auch mit Zwischenrunden. Dann dort schon die 3M aufnehmen. Spicken aber erst zum Schluss stricken.

  13. Von Christine Strobel am 16. März 2018:

    Vielen Dank für die tolle Übersicht, Ich mache eigentlich immer die Käppchenferse. Die Bumerangferse passt nicht zu unseren Füssen 😀

    Aber jetzt bin ich noch auf die Streifenferse gestossen, da gibt es ein schönes Youtube Video, die scheint mir ganz toll zu sein.

    Werd ich demnächst mal ausprobieren

  14. Von Marion am 16. März 2018:

    Das sind ja tolle Ideen – werde ich mal ausprobieren, allerdings muss ich sagen, dass ich ein überzeugter Käppchfersenstricker bin. die stricke ich gerne mit einem Beilaufgarn, um sie zu verstärken ( auch in der Spitze gerne mit Beilaufgarn) . Was natürlich richtig ist, ist das Problem bei einem musterbildendem Garn. Allerdings verschwinde die Ferse ja im Schuh und somit hab ich da nicht ein ganz so grosses Problem mit 😉
    Was Ihr vielleicht noch mit aufnehmen könnt, ist eine Spiralferse . Die habe ich schon gestrickt und ist auch bei hohem Spann kein Problem.

  15. Von Svenja am 17. März 2018:

    Eine wirklich schöne Zusammenstellung. Ich bin da auch noch am ausprobieren, was die perfekte Ferse für mich ist.
    Aber was ich schon immer wissen wollte: Wann habe ich einen hohen Spann? Breiten Fuß? Was ist mit dem Rist? Wo bekomme ich Vergleichswerte her?
    Welcher Fuß ist denn der Standardfuß?

  16. Von Birgit am 18. März 2018:

    Was Cornelia ein paar Einträge früher beschrieben hat, kenne ich unter dem Namen „Hybridferse“ – für mich die beste Ferse die ich kenne. Vermeidet dass das der Socken immer so „runtergezogen“ aussieht und gibt auch noch ein bisschen mehr Spielraum.

Neuen Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.