Kleiner Sockenlehrgang, Teil 2: Spitzen

Guten Morgen, liebe Strickschulklasse! Ich freue mich, dass ihr euch alle zur zweiten Stunde des Sockenlehrganges eingefunden habt. Was höre ich da, ihr wollt hitzefrei? Kommt nicht in Frage, ihr müsst doch an eure Zukunft denken! Schon Sokrates sagte: „Wer im Juli Wollsocken strickt, hat im Dezember alle Weihnachtsgeschenke.“

Nachdem wir letztes Mal die verschiedenen Fersentypen behandelt haben, geht es heute um Sockenspitzen. Wie auch schon neulich bei den Fersen, rate ich euch auch hier bei Interesse zur Anschaffung eines guten Grundlagenbuches, damit ihr alle Tabellen, Detailanleitungen und so weiter zur Hand habt. Einen kleinen Überblick könnt ihr aber jetzt schon bekommen.

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Sommer, Sonne, Fransenparty!

Im Moment gibt die Sonne hier richtig Gas, was mich ungemein erfreut! Es soll ja Menschen geben, welche eher kälteaffin sind. Aber es gibt auch solche, für die fängt das Leben erst ab dreißig Grad so richtig an. Ich gehöre definitiv zu letzterer Gruppe und genieße momentan das Stricken in der Sonne. Wenn dann aber doch das ein oder andere Fingerchen schwitzig wird, flutscht alles – nur die Maschen nicht.

Was macht man dann? Das Garn beiseite legen und lesen? Klar, geht auch. Da ist mir allerdings das Risiko für Garnentzugserscheinungen entschieden zu hoch. Also muss etwas mit Garn her, aber ohne unflutschige Maschen bitte. Wie wäre es also mit Fransen machen? Sie passen mit ihrem freudigen, unbeschwerten Charme so schön in den Sommer und peppen eine Tasche oder ein Tuch richtig auf. Obendrein sind sie schnell gemacht – sogar mit schwitzigen Fingern – und eignen sich hervorragend zur Resteverwertung.

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Die Sache mit der Domina(nz)

Dominante Farben? In meinem Gestrick? Ja was denn, gibt es auch unterwürfige? Lack-und-Leder-Szene? Nein, natürlich alles Quatsch! Farbdominanz, oder auf strickdeutsch Colour-Dominance, kommt immer dann zum Tragen, wenn Fair Isle-Muster gestrickt werden. Und da wir ja alle grad so schön im Fair Isle-Fieber sind, dachte ich, ich erzähle euch mal etwas dazu.

„Joot, jetz stelle mer uns ma jannz doof!“, wie es schon so schön in der Feuerzangenbowle hieß. Beim Stricken von mehrfarbigen Mustern gibt es immer eine Hintergrundfarbe und eine oder mehrere Musterfarben. Auch die Hintergrundfarbe kann zwischendurch wechseln, aber das soll uns erstmal nicht weiter stören. Die „Musterfarbe“ stellt sich im Idealfall etwas prominenter dar als die Hintergrundfarbe, die Maschen wirken plastisch, so kommt das Muster schön zur Geltung. Genau das ist die Farbdominanz.

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Tour de Fleece

Bald starten sie wieder! Jedes Jahr im Sommer, wenn die Sportwelt gespannt gen Frankreich blickt, um schwitzende, rasierte Männer in bunten Trikots dabei zu beobachten, wie sie sich in einem der härtesten Wettkämpfe überhaupt wochenlang zu absoluten Höchstleistungen treiben, um am Ende einen einzigen Sieger zu küren, dann lassen die SpinnerInnen dieser Welt besonnen ihre eigenen Räder surren und erfreuen sich an einem weltweit online stattfindenden freundschaftlich-kameradschaftlichen Ereignis der ganz besonderen Art: der Tour de Fleece!

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Ich glaub’ ich spinne, Teil 2

Ich hoffe, ihr habt alle eure Hausaufgaben gemacht und steht bereits mit euren beiden Singles in den Startlöchern? So ist’s brav! Moment, Hausaufgaben? Singles? Ja genau! Vor wenigen Wochen habe ich euch in diesem Beitrag gezeigt, wie man aus der schönen Malabrigo Nube und einer Spindel ein hübsches Garn spinnen kann, oder besser gesagt, einen hübschen Singlefaden. Und mit genau diesem Singlefaden geht es jetzt weiter: Damit wir daraus ein fesches Sommertuch oder einen Pulli stricken können, werden wir heute aus den Singlefäden ein strickfertiges Garn zaubern.

Zum Zwirnen brauchen wir …

Wir benötigen zum einen wieder unsere Spindel mit Leitfaden, mit welcher wir im ersten Teil schon unseren Singlefaden gesponnen haben. Zum anderen brauchen wir natürlich den Single oder besser gesagt zwei Singles. Im vorherigen Beitrag habe ich schon angedeutet, dass ihr den gesponnenen Faden einfach von der Spindel zu einem Knäuel abwickeln könnt, um die Spindel wieder freizubekommen. Wenn noch nicht geschehen, solltet ihr das nun tun, denn wir benötigen zum Zwirnen die leere Spindel. Am besten wickelst du dir den Faden in zwei separate, ungefähr gleich große Knäuel.

Als Hilfsmittel brauchen wir außerdem noch zwei Müslischalen, Töpfe, Tassen, Kisten, Schuhkartons … irgendetwas, wo die beiden Knäuel während des Zwirnens Platz finden können, damit sie nicht quer durch die gesamte Wohnung purzeln und somit die Kinder und Katzen des Hauses bespaßen.

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Lilli Pilli Schickimicki-Stricki

Hallo liebe Runde. Freut mich, heute bei euch sein zu dürfen. Mein Name ist Nina und ich habe … (tiefes Durchatmen) … ein Projekt in den Sand gesetzt. Heul! Puh, jetzt geht es mir besser. Ich weiß ja eigentlich auch, dass bei jeder Strickerin immer mal wieder eine Niete rauskommt, egal, wie viele Jahre Erfahrung sie auf dem Buckel hat. Mittlerweile erkenne ich es eigentlich auch relativ schnell, wenn etwas in die falsche Richtung läuft.

Aber dieses Mal habe ich es irgendwie geschafft, sämtlich Alarmsignale während des Strickens zu ignorieren und fröhlich Stunde um Stunde vor mich hin zu werkeln, um dann erst nach dem Fädenvernähen und Baden zu merken, dass mein vermeintliches Meisterwerk totaler Murks ist. Zu allem Überfluss habe ich auch noch vorher jedem, der es hören oder nicht hören wollte, von meinem zukünftigen Superpullover erzählt, so dass ich peinlicherweise auch noch ständig darauf angesprochen wurde: „Hey, was macht eigentlich dein toller Pul…“ – „Ich will nicht darüber reden!“

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