Verliebt in Rosy

Liebe Shetlandwolle, ich muss dir etwas Schwieriges sagen … Haha, war nur Spaß. Nein, eigentlich doch nicht, denn was Wolle anbelangt, bin ich, ehrlich gesagt, um es mal nett auszudrücken … nun ja, polyamourös! Genau. Ich liebe sie einfach alle. Wie eine anhängliche Katze streife ich jeder neuen Wolle um die Beine und buhle um Aufmerksamkeit. Oder ist es doch umgekehrt? Naja, die alte Katze-Wolle-Problematik, man kennt das ja. Und unsere Neue im Sortiment, ooh, das war Liebe auf den ersten Blick! Und zwar gegenseitig!

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Fünf Strategien für einen Stockinette-Marathon

Es gibt Strickdesigns, die möchte man wirklich, wirklich gerne stricken und dennoch schiebt man das Annadeln lange vor sich her. So erging es mir mit dem berühmten Boxy von Joji Locatelli, einem sehr locker und kastenförmig geschnittenem Pulli mit engeren Ärmeln, einem Rillendetail auf den Schultern und in meinem Fall einem V-Ausschnitt.

Dieses Design, so schlicht der Pullover auch daher kommt, ist einst so beliebt geworden, dass Joji mehrere Versionen dazu entworfen hat: das Original mit Rundausschnitt, eine Variante für dickeres Garn, eine mit Knopfdetail und den einen mit V-Ausschnitt – für jeden ist etwas dabei. Gestrickt wird dieses tolle Teil – mit Ausnahme einer Variante – aus dünnerem Garn in Sockenstärke beziehungsweise Fingering, weshalb ich mich für die Malabrigo Sock entschieden habe.

Okay – Anleitung ist da, das grüne Päckchen ebenfalls. Das Problem: Weit geschnittene Oberteile haben die Angewohnheit, mit sehr vielen Maschen pro Runde aufzukreuzen, gerade wenn sie aus schlankerem Garn gestrickt sind. Und schon kommen die ersten Bedenken, welche in Aufschieberitis enden: Das Garn ist bestellt, aber werde ich genug Ausdauer haben? Lange Nadelseile? Dicke Hornhaut auf den Fingern? Wird mir das Ding auf Dauer zu langweilig und als UFO in der Ecke landen, unstet wie ich bin? Habe ich genug trainiert, für den glatt-rechten Stockinette-Marathon, der mich ereilen wird – unsportlich wie ich bin?

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Me Knit English One Day

„Oh, was für eine schöne Strickjacke, die würde ich gern mal machen! Ach Moment … nee, oder? Die Anleitung ist ja mal wieder auf Englisch! Mist, dann geht es halt nicht.“ – Kommt euch das bekannt vor? Habt ihr unseren Versicherungen, Strick-Englisch sei wirklich einfach zu meistern, bisher nie glauben wollen? Oder wollt ihr uns eigentlich glauben, habt aber Angst, zu verzweifeln?

Bevor ihr jetzt die Augen für immer vor englischen Anleitungen verschließt und nur noch Verena, Martina, Brigitte und ähnliches stricken müsst, veranstalten wir heute eine Nachhilfestunde. Setzt die Denker-Mützen auf (put on your thinking caps), spitzt die Bleistifte (sharpen your pencils) und los gehts (here we go)! Seid ihr dabei (are you on board)?

Ich habe eine Anleitung für diese Jacke – ja, wir gehen direkt in die Vollen! – herausgesucht, die ich mit euch Schritt für Schritt erarbeiten möchte.

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Ihr Lieben, heute bekommt ihr unser neues Schätzchen auf den Präsentierteller gelegt. Ich habe es gehegt und gepflegt, sogar extra zu Testzwecken einen Pullover gestrickt – und ich bedanke mich für die Ausrede, denn ich hätte unmöglich behaupten können, dass ich einfach so einen weiteren Pullover „gebraucht“ hätte 😀 Danke! Es war und ist sehr schön.

Wie schön? Na schön weich, schön fair, schön grün, schön mitgedacht und voller Wertschätzung für Schafe, Natur, und alle, die Wolle lieben und damit arbeiten ♥

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Kleiner Sockenlehrgang, Teil 2: Spitzen

Guten Morgen, liebe Strickschulklasse! Ich freue mich, dass ihr euch alle zur zweiten Stunde des Sockenlehrganges eingefunden habt. Was höre ich da, ihr wollt hitzefrei? Kommt nicht in Frage, ihr müsst doch an eure Zukunft denken! Schon Sokrates sagte: „Wer im Juli Wollsocken strickt, hat im Dezember alle Weihnachtsgeschenke.“

Nachdem wir letztes Mal die verschiedenen Fersentypen behandelt haben, geht es heute um Sockenspitzen. Wie auch schon neulich bei den Fersen, rate ich euch auch hier bei Interesse zur Anschaffung eines guten Grundlagenbuches, damit ihr alle Tabellen, Detailanleitungen und so weiter zur Hand habt. Einen kleinen Überblick könnt ihr aber jetzt schon bekommen.

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Sommer, Sonne, Fransenparty!

Im Moment gibt die Sonne hier richtig Gas, was mich ungemein erfreut! Es soll ja Menschen geben, welche eher kälteaffin sind. Aber es gibt auch solche, für die fängt das Leben erst ab dreißig Grad so richtig an. Ich gehöre definitiv zu letzterer Gruppe und genieße momentan das Stricken in der Sonne. Wenn dann aber doch das ein oder andere Fingerchen schwitzig wird, flutscht alles – nur die Maschen nicht.

Was macht man dann? Das Garn beiseite legen und lesen? Klar, geht auch. Da ist mir allerdings das Risiko für Garnentzugserscheinungen entschieden zu hoch. Also muss etwas mit Garn her, aber ohne unflutschige Maschen bitte. Wie wäre es also mit Fransen machen? Sie passen mit ihrem freudigen, unbeschwerten Charme so schön in den Sommer und peppen eine Tasche oder ein Tuch richtig auf. Obendrein sind sie schnell gemacht – sogar mit schwitzigen Fingern – und eignen sich hervorragend zur Resteverwertung.

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