Ich muss gestehen, obwohl ich dieses „Stricken und alles was dazu gehört“ mittlerweile beruflich mache, lebe ich manchmal doch etwas hinterm Mond. Die neue, heiße Indie-Handfärberin? Lerne ich erst kennen, nachdem die halbe Welt schon ein Jahr drüber gesprochen hat. Was ist der neue Trend? Brioche? Marling? Fading? Muss ich mal nachgucken. Neue Kollektion von wem? Welche Wollmarke? Nie gehört. Naja, es wird langsam besser.

Aber in Sachen Print-Publikationen besteht immer noch Nachholbedarf. Gut, dass die Chefin jetzt Bücher und Magazine im Shop hat! Gleich mal einen Schwung der „Pom Pom“-Magazine bestellt, die hören sich ja interessant an. Und, was soll ich sagen, ich bin hin und weg.

Bild für Beitrag „PomPom-Mags“ 5

(mehr …)

Ich glaub’ ich spinne, Teil 1

Ich glaub’ ich spinne! Ihr auch? Noch nicht so richtig? Ahaaa, da kann ich nachhelfen! Es ist wirklich ein wunderbares Gefühl, mit seinem selbstgesponnenen Garn zu stricken, das verspreche ich euch. Und genau deshalb möchte ich euch eine kleine Anleitung an die Hand geben, wie man mit einer Handspindel und einem hübschen Kammzug ein feines Garn selber spinnen kann. Der Spinnprozess an sich ist auch gar nicht so schwierig und macht wirklich Spaß, wenn man einmal den „Dreh“ raus hat – höhö. Wichtig ist, dass die Finger die Bewegungen einmal verinnerlicht haben – genauso wie beim Stricken.

Das Herstellen eines Garns besteht im Großen und Ganzen aus zwei Arbeitsschritten – dem Spinnen und dem Zwirnen. Jetzt gibt es so viele verschiedene Spinn- und Zwirntechniken wie es Garne gibt, daher möchte ich erst einmal auf eine einfache Grundvariante des Spinnens eingehen – dem kurzen Auszug für ein klassisches Kammgarn.

Wie man es dann zwirnt, was kurzer Auszug und Kammgarn genau bedeutet und welche Möglichkeiten es sonst noch gibt, erfahrt ihr dann in den Fortsetzungen von Sarah und mir. Also bleibt gespinnt … äh, gespannt!

Bild für Beitrag „Spinnen 1“ 3

(mehr …)

Impressionen von der h+h 2018

Na, war noch jemand von euch auf der h+h in Köln? Vielleicht geht es euch so wie mir bisher und ihr kennt die h+h Köln nur vom Hörensagen? Euch hat schon immer mal interessiert, was es da so Feines gibt? Perfekt, ich wurde von Lanade dorthin eingeladen und ich habe für euch zusammen mit Antje und Sarah die Messehallen unsicher gemacht.

Ähm, Moment, oder sagt euch der Name h+h gar nichts? Nicht schlimm, ich kläre kurz auf: Die h+h Köln ist eine dreitägige internationale Fachmesse für Handarbeit und Hobby. Das bedeutet, dass dort nicht etwa, wie auf einem Wollmarkt, Wolle gekauft werden kann, sondern, dass Hersteller ihre Produkte und neuesten Erfindungen vorstellen.

Verkäufer, Blogger und Menschen mit anderen beruflichen Orientierungen aus dem Handarbeitsbereich können die neuen Produkte bestaunen, direkte Fragen an die Hersteller stellen, Verträge abschließen, Informationen einholen, Wolle kuscheln, und, und, und … Es sind also nur Fachbesucher zugelassen, da die Veranstaltung gewerblich orientiert ist.

Bild für Beitrag „h+h 2018“ 3

(mehr …)

Freutel – der Freubeutel

Oh, ich freue mich schon seit Wochen, dieses Geheimnis endlich lüften zu dürfen! Merket auf, es gibt jetzt Freutel bei uns im Shop! Was das denn nun wieder sei und wofür du das bräuchtest? Gemach, gemach! Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Es ist grandios schön und es kommt im Set. Wir lieben Sets! Du doch sicherlich auch, oder?

Zugegebenermaßen bin ich ein bekennendes Set-Opfer: „Das gibts auch im Set? Her damit.“„Oh! So im Tütchen, ja? Super! Ich nehm’ zwei!“ So fertig zusammengestellt sieht man eben direkt schon vor dem inneren Auge, was es werden soll. Oder halt eben auch nicht, aber es sieht so gut aus! Und harmonisch! Man weiß zumindest, dass es toll wird, egal, was es am Ende werden wird, nicht wahr?

Bild für Beitrag „Freutel“ Teaser

Aber lass uns mal gemütlich zusammensetzen, Strickzeug in die Hände und dann erzähle ich alles von Anfang an, ja? Damit uns dabei nicht langweilig wird, würze ich die Geschichte mit allerlei Bildchen. Ich hab Mathildchens Sabberlätzchen hier rumliegen, vielleicht möchtest du dir auch noch was holen.

(mehr …)

Herrje, ist es schon April? Auf keinen Fall! Bei mir ist es noch Januar, denn ich bin noch voll beim Thema gute Vorsätze. Dieses Jahr soll ja das Jahr werden, in dem ich lang gepflegte Strickpläne endlich umsetze. Und nachdem das Thema Einhörner erfolgreich abgehakt ist, folgt der nächste Punkt auf meiner Liste: Oversize-Pullover.

Ich stricke so gut wie alle meine Pullover mit maximal fünf Zentimeter Luft im Brustumfang. Das hat natürlich auch etwas damit zu tun, dass ich sie gerne so trage, aber auch viel damit, dass eine kleinere Größe schneller gestrickt ist als eine größere. Dabei schaue ich immer ein bisschen angst- und neidvoll auf lässige Modelle wie Joji Locatellis Boxy. Neidvoll, weil ich eigentlich auch gern mal so etwas stricken und tragen würde. Angstvoll, weil ich befürchte, darin auszusehen wie ein Waisenkind im Kartoffelsack. Mein tapferer Kompromiss heißt „Herbarium“ und ist ein Pullover von Nadia Crétin-Léchenne. Schaut mal her!

Bild für Beitrag „Herbarium“ 1

(mehr …)

Öffentliches Stricken – „Knit In Public“

Sagt mal, strickt ihr eigentlich nur zu Hause im stillen Kämmerlein? Oder auch mal in der Öffentlichkeit? Also, ich stricke ja immer und überall. „Whenever I sit, I knit.“ habe ich mal irgendwo gelesen und für mich stimmt das total! Naja, ich stricke auch im Stehen. Wenn ich koordinatorisch etwas besser wäre, würde ich auch im Gehen stricken! Aber Menschen, die es schaffen, auf einer völlig ebenen Fläche über die eigenen Füße zu stolpern, sollten das lieber lassen. Wirklich.

Bild für Beitrag „Knit In Public“ 4

(mehr …)